So schädigt Rauchen Ihre Haut

Rauchen schädigt die Haut!
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Rauchen schädigt die Haut!

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Nicht nur die Luftwege leiden unter der Nikotinsucht, auch unsere Haut wird geschädigt und reagiert mitunter mit Hautkrebs!

Dass Rauchen vor allem den Bereich der Luftwege schädigt und dort Erkrankungen hervorruft, ist schon seit vielen Jahren bekannt. Hier sind vor allem die chronischen Entzündungen wie Asthma bronchiale, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Lungenblähung und bösartige Tumore beginnend im Mund bis zur Lunge selbst zu nennen.

Dass auch bösartige Neubildungen von Blase und Bauchspeicheldrüse durch das Rauchen vermehrt auftreten, ist schon vor einigen Jahren publiziert worden. Zuletzt wurden auch Beziehungen zwischen entzündlichen Darmerkrankungen und Rauchen hergestellt, die allerdings bisher keine so deutliche Sprache, wie beim Risiko Rauchen und Lungenkrebs, sprechen.

Ein Enzym lässt die Haut altern
Sieht man sich Raucher und Raucherinnen an, so fällt häufig eine im Vergleich mit Gleichaltrigen vermehrte Faltenbildung auf. Raucher wirken einfach frühzeitig gealtert. In elektronenmikroskopischen Aufnahmen konnte gezeigt werden, dass bereits fünf Atemzüge mit nikotinhaltiger Luft, die über die Haut streichen, zu einem Auseinandergleiten von Bindegewebsfasern, den Kollagenfasern, führen. Diese in der Haut vorhandenen Fasern sorgen für den Zusammenhalt der Haut, eine Beeinträchtigung führt zu Falten. Japanische Forscher fanden heraus, dass dieses Altern der Haut durch ein spezielles Enzym, die MMP (Matrix Metalloproteinase), verursacht wird. Hautzellen, die dem Tabakrauch ausgesetzt sind, produzieren wesentlich größere Mengen diese Enzyms.

Rauchen erhöht das Risiko für Hautkrebs
Nachdem Tabakrauch schon zu einer, eher kosmetisch störenden, Hautalterung führt, gingen Forscher der Universität Leiden, Holland, der Frage nach, ob es auch Zusammenhänge zwischen Hautkrebs und Rauchen gibt.

Die Wissenschafter untersuchten die Zahl der Raucher unter 580 Patienten, bei denen verschiedenste Hauttumoren diagnostiziert worden waren. Bei den an Plattenepithelkarzinomen der Haut Erkrankten, zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Tumors und dem Rauchen. Das Plattenepithelkarzinom ist agressiver als manch andere Hauttumore. Trotzdem gelingt es bei frühzeitiger Diagnose und chirurgischer Entfernung, eine Heilungsrate von 95 Prozent zu ereichen.

Bisher hatte man besonders einen Zusammenhang zwischen dem Tumor und der Dauer des Aufenthaltes in der Sonne angenommen. Bei dieser Untersuchung konnte nun eine Erhöhung des Risikos durch das Rauchen festgestellt werden, es lag durchschnittlich beim Faktor 3,3. Die Zahl der Zigaretten war ausschlaggebend für die Erhöhung des Risikos.

Raucher mit nur maximal zehn Zigaretten pro Tag hatten ein um den Faktor 2,4, starke Raucher mit mehr als 21 Zigaretten ein um den Faktor 4 erhöhtes Risiko!
Ursache für diese Erhöhung der Hautkrebsrate dürfte laut den Forschern eine Schädigung der Erbsubstanz (DNA) der Hautzellen sein, die zu einer verstärkten und letztendlich krebsartigen Zellvermehrung führt.

Autor: Dr. Merten Gareiss

Quelle: freenet.de
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