Schutz vor Alzheimer und Demenz

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von Jutta Pöschl

Stärken Sie sich, Ihr Gehirn und bewahren Sie einige Tipps, um Alzheimer und Demenz vorzubeugen.

Die meisten Menschen vergessen ab und an Namen oder Termine. Menschen, die viel zu tun haben, sind häufig zerstreut, haben Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden. Häufen sich diese Vorfälle und treten außerdem unerklärliche Verwirrtheitszustände auf, ist das allerdings ein Zeichen für eine Verminderung der Gedächtnisleistung. Die spätere Folge kann Alzheimer sein, auch Demenz genannt.

An Alzheimer erkrankte Menschen leben in Ihrer eignen kleinen Hölle. Die Zunahme von räumlichen und zeitlichen Orientierungsproblemen sieht oft so aus, dass sie z.B. Wochentage vergessen oder sich in einer fremden Umgebung verlaufen. Bei Menschen mit Demenz kann es passieren, dass sie in der eigenen Straße stehen und nicht mehr wissen wo sie sind, wie sie dorthin gekommen sind und wie sie wieder nach Hause gelangen. Das kann bis zum Sprachzerfall führen, auch nahe Angehörige werden dann nicht mehr erkannt.

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einen Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können.

Brainfood heißt das Zauberwort ? richtige Ernährung für Ihr Gehirn. Denn aus der Nahrung werden die Botenstoffe fürs Gehirn hergestellt. Gehaltvoll muss sie allerdings sein - keine Pommes oder Hamburger. Feind unseres Gehirns sind die freien Radikale. Das sind einzelne Sauerstoffmolekühle, die das Erbgut angreifen und auch das Gehirn altern lassen. Auf Dauer verursachen die freien Radikale also Demenz und Alzheimer.

Aber man kann sich vor diesen Krankmachern schützen. Selen, Vitamin E und Vitamin C zum Beispiel geben diesen Schutz, bei richtiger Nahrungszusammensetzung.

9 Nahrungsmittel für ein starkes Gehirn

Algen: In Kombination mit Seefisch liefert das Seegemüse Omega-3-Fettsäuren, aber auch Jod, Spurenelemente, Vitamine der B-Gruppe und Aminosäuren, die das Gehirn zum Aufbau wichtiger Nervenverbindungen braucht. Genau deshalb macht Sushi ?schlau?. Aber auch getrocknete Algen, in eine Suppe gestreut, liefern Stoffe, mit denen das Gehirn Nervenbotenstoffe aufbauen kann.

Ananas: ist sehr tryptophanhaltig. Diese Aminosäure braucht das Gehirn, um das Kreativitätshormon Serotonin zu bilden. Darüber hinaus ist dieses Hormon auch selbst in der Ananas enthalten. Zusätzlich versorgt sie den Körper mit Enzymen, die den Energiestoffwechsel anregen. Schon eine Scheibe Ananas, vielleicht im Obstsalat, lässt Sie in den Genuss dieser Vorteile kommen.

Avocado: enthält reichlich B-Vitamine. Das regt den Gehirnstoffwechsel an. Darüber hinaus sorgen die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren dafür, dass man klar denken kann. Sie halten die Zellmembranen, eben auch des Gehirns, elastisch. Avocados können als Brotaufstrich oder zu Salat gegessen werden oder man löffeln die Frucht aus, träufelt Balsamico darauf und würzt Sie mit Salz und Pfeffer.

Bananen: ein ebenbürtiger Schokoladen-Ersatz. Die Früchte enthalten Serotonin, Noradrenalin und Dopamin ? alle drei sind wichtige Botenstoffe für das Gehirn. Bananen sind gute Laune macher und echtes Clever-Futter. Sie machen klug: Inhaltsstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium regen die Konzentration an und steigern darüber hinaus die Denkgeschwindigkeit. Besonders wirkungsvoll sind Bananen, die noch leicht grünlich gefärbt sind. Schon eine Banane pro Tag reicht aus.

Brokkoli: macht schlau. "Schuld"daran ist das enthaltene Sulforaphan. Es regt die Zellen an, antioxidativ wirkende Enzyme zu bilden. Diese wirken mit Karotin, Vitamin C und Thioctsäure zusammen, die ebenfalls in Brokkoli enthalten sind und schützen das Gehirn vor schädigenden, freien Radikalen.

Eier: Eier liefern Lecithin ? und im Lecithin steckt Cholin. Das ist ein Stoff, der im Körper zu Acethylcholin umgewandelt wird. Dieser Nervenbotenstoff lässt die Gedanken schneller fließen und hilft, sich besser zu konzentrieren. Wer Freiland- oder Bio-Eier isst, nimmt zudem noch mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich als bei Eiern aus der Legebatterie.

Grüner Tee: ein wirkungsvoller Kaffee-Ersatz. Er macht wach, putscht aber nicht auf. Und er liefert antioxidativ wirkende Flavonoide. Diese schützen das Gehirn vor Stoffen, die es alt und krank machen können.

Hefe: So einfach kommt man an alle wichtigen B-Vitamine, aber auch an eine Menge Eiweiß. Beides sorgt für gute Nerven und schnelles Denken. Aber auch die Mineralstoffe und Spurenelemente, die in Hefe enthalten sind, wirken sich positiv auf die Denkvorgänge aus. Wer seinen Tag mit einem Obstsalat oder einem Müsli startet und einen Löffel Hefeflocken darunter mischt, hat schon die halbe Miete.

Zwiebeln & Knoblauch: Beide Knollen liefern Alliin. Dieser Stoff wird beim Schneiden zu Allicin umgewandelt ? zu dem Stoff, der zu Tränen reizt. Aber er hat auch Vorteile. Er steigert die Durchblutung im Gehirn und versorgt die Hirnzellen so mit frischem Sauerstoff. Darüber hinaus weitet er die Gefäße. Cholesterin kann sich nicht ablagern, eine gute Gehirndurchblutung ist so immer gegeben. So gelangen darüber hinaus auch wichtige Nährstoffe ins Gehirn. Wenn möglich, sollten Sie immer entweder Knoblauch oder Zwiebeln mit Ihrer Hauptmahlzeit kombinieren.

Quellen: http://www.alzheimerinfo.de Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG

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