So klappt es mit den guten Vorsätzen

Die meisten guten Vorsätze sind schnell wieder vergessen.
Bild 1 von 25

Die meisten guten Vorsätze sind schnell wieder vergessen.

© Zebror Fotolia
02.01.2018 - 07:00 Uhr

In der ersten Januarwoche sind wir noch voll motiviert. Doch kaum hat uns der Alltag eingeholt, werden die Besuche im Fitnessstudio weniger, der Pizzalieferant begrüßt uns wieder mit dem Vornamen und das Handy haben wir auch ständig in der Hand. Woran liegt es, dass wir unsere guten Vorsätze nie einhalten? Und was können wir dagegen tun?

Sollte. Müsste. Könnte – gute Vorsätze gehen anders

Klar, wir sollten uns gesünder ernähren, müssten unbedingt mit dem Rauchen aufhören und könnten uns wirklich mehr bewegen. Doch diese drei Wörter machen uns auch bewusst: Eigentlich wollen wir das gar nicht. Das ist ganz schlecht für die Motivation und sorgt dafür, dass wir mit den guten Vorsätzen schnell wieder aufhören. Deshalb sollten Sie sich nur Dinge vornehmen, die Sie auch wirklich ändern möchten.

Die Vorbereitung für gute Vorsätze

Sie sind sich jetzt sicher, Sie möchten im neuen Jahr mehr Sport machen? Dann sollten Sie sich einen genauen Plan zurechtlegen, und zwar noch bevor Sie damit beginnen. Welche Sportart lässt sich in Ihren Alltag integrieren? Wann haben Sie Zeit dafür und vor allem wie viel? Je genauer die Vorgaben desto wahrscheinlicher ist es, dass es auch funktioniert. Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, dienstags und donnerstags direkt nach der Arbeit einen Yoga-Kurs zu besuchen, gehen Sie wahrscheinlich auch noch nach den ersten Stunden hin. Melden sie sich dagegen im Fitnessstudio an und wollen so ein- bis zweimal die Woche vorbeischauen, hören die meisten bald wieder damit auf.

Von der Traumwelt in die Realität

Bei der Vorbereitung Ihrer guten Vorsätze spielen Ihre Möglichkeiten eine große Rolle. Wenn Ihre Tage von morgens um 7.00 Uhr bis abends um 8.00 Uhr durchgetaktet sind, können Sie vermutlich nicht auch noch drei gesunde, aufwendig Mahlzeiten für sich zubereiten. Ihr guter Vorsatz könnte es dann zum Beispiel sein, in der Kantine Salat oder Gemüse statt Pizza und Süßspeisen zu wählen. Insgesamt gilt: Lieber kleine erreichbare Ziele stecken. Haben Sie diese gut in Ihren Alltag integriert, können Sie sich immer noch steigern. Das Erfolgserlebnis ist auch super für die Motivation.

Auf Rückschläge vorbereitet sein

Gewohnheiten sind schwer zu ändern und brauchen oft viel Zeit. Rückschläge, wie ein Stück Schokolade oder eine Woche ohne Sport, sind normal. Wichtig ist, dass Sie sich davon nicht aus der Bahn werfen lassen. Statt aufzugeben, sollten Sie sich von Anfang an überlegen, was Sie in einem solchen Fall tun. Dabei kann auch ein Belohnungssystem helfen. Wenn Sie einen Monat durchhalten, schenken Sie sich etwas, was Sie gerne machen (z. B. ins Kino gehen) oder schon lange haben möchten (z. B. einen neuen Rucksack). Klappt das nicht, können Sie es im nächsten Monat wieder versuchen.

Gemeinsam gelingen gute Vorsätze besser

Zusammen macht beinahe alles mehr Spaß – oft auch gute Vorsätze. Psychologisch gesehen hilft es schon, anderen von Ihrem Vorhaben zu erzählen. So erhöht sich der Druck, es auch wirklich zu schaffen. Am besten ist es natürlich, wenn Sie Freunde und Familie gleich mit ins Boot holen. Ein Wetteinsatz – von der Ehre bis zur Stadion-Dauerkarte – kann besonders motivieren. Denken Sie dabei aber immer auch an den ersten Ratschlag: Nur wenn Sie etwas wirklich wollen, können Sie es auch langfristig ändern.

Quelle: ÄRZTE.DE Redaktion
Kommentare
Top-Themen
Ein gutes Raumklima kann gegen viele Beschwerden helfen und sogar einigen Erkrankungen vorbeugen. Wir verraten, wie es ...mehr
Es kratzt im Hals, die Stimme streikt und aus der Kehle kommt nur noch Krächzen? Für gewöhnlich ist das kein Grund zu ...mehr
Hin und wieder Kopfschmerzen hat jeder mal. Doch wann ist es eigentlich ein Migräneanfall? Und was können Sie dagegen tun?mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Arztsuche
BMI-Rechner
Anzeige