Wie umweltfreundlich ist Ihr Haustier?

Auch wenn er so süß guckt: Der Hund ist eine Umweltsau!
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Auch wenn er so süß guckt: Der Hund ist eine Umweltsau!

 © Photodisc

Hund, Katze, Hamster und Kaninchen: Haustiere sind süß, treu und bereichern unser Leben. Aber wussten Sie, dass unsere geliebten Vier- und Zweibeiner teilweise so viel Energie verbrauchen wie ein Mittelklassewagen?

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Den ökologischen Pfotenabdruck der Haustiere haben zwei neuseeländische Autoren untersucht. Laut ihres Buches "Time to eat the dog" (deutsch: "Zeit, den Hund zu essen") sind sie zu Ergebnissen gekommen, die Tierhalter eher weniger freuen dürften. Denn Futter, Pflege oder Abfall der Tiere sorgen für ordentlich Kohlendioxid-Ausstoß.

Auch eine Studie des Klima-Unternehmens "ClimatePartner" gemeinsam mit dem Umwelt-Internetportal utopia.de kommt zu ähnlichen Schlüssen.

Das größte Umwelt-Ferkel ist die Katze

Allein für die Herstellung von Tiernahrung und deren Verpackung fällt pro Jahr und Tier circa eine Tonne CO2 an. Noch einmal 1.250 kg Kohlenstoffdioxid kommen durch die Müllentsorgung der Futterdosen und des Katzenstreus hinzu. Auch der Wasserverbrauch für die Reinigung des Katzenklos schlägt ordentlich zu Buche, so "ClimatePartner". Unsere geliebten Haustiger sind also Klimakiller auf Samtpfoten und unter allen Haustieren die Umweltverschmutzer Nummer eins mit einem CO2-Ausstoß von 2.200 Kilogramm pro Jahr.

Auch der Hund ist eine Umweltsau

Ein Dackel kommt laut "ClimatePartner" und utopia.de auf gut 1.800 Kilogramm CO2-Ausstoß im Jahr und landet somit auf Platz zwei der süßen Umweltsünder. Allein an Müll produziert ein Hund pro Jahr 365 leere Dosen Hundefutter, dazu 36 Pappschachteln Trockenfutter. Wenn Waldi oder Bello ein Stadthund ist, kommen noch 300 Plastiktüten dazu, in denen der Halter die Hinterlassenschaften im Straßenmülleimer entsorgt.

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Der hohe Fleischverzehr versaut dem Hund aber erst recht die Ökobilanz. Denn die Produktion und Verarbeitung von Fleisch verbraucht viel Energie und mit 1.000 Gramm Nassfutter pro Tag verzehrt ein Hund eine beachtliche Menge davon.

Selbst die kleinen Meerschweinchen schlagen mit Ihrer CO2-Bilanz zu Buche

28 Plastikbeutel, 50 Kilo Kleintierstreu und 12 Kilo Heu pro Jahr braucht so ein Meerschweinchen – glücklicherweise lassen sich Streu und Heu problemlos kompostieren. Meerschweinchen können allerdings von früh bis spät futtern. Im Jahr schafft das Testschweinchen Bobby problemlos 14 Kilogramm Körnerfutter. Und dann muss ja auch noch der Käfig gereinigt werden: Im Durchschnitt wird dieser vom Hamsterhalter zweimal pro Woche mit je 15 Litern Kaltwasser ausgespült. Macht alles zusammen eine CO2-Ausstoß von 80 Kilogramm im Jahr, so utopia.de.

Wer hätte das gedacht? Zierfische sind ganz schöne Umweltsünder

Der Verpackungsmüll des Fischfutters schlägt in der Ökobilanz weniger zu Buche, dafür aber das Aquarium. Der Besitzer eines 500-Liter-Aquariums mit 100 Fischen tauscht alle 14 Tage die Hälfte des Wassers aus. Das macht einen Jahresverbrauch von 6.000 Litern Wasser.

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Hinzu kommen der Strombedarf für Heizung, Licht und Pumpe: rund 15 bis 20 Kilowattstunden. In CO2 umgerechnet werden im Jahr über 900 Kilogramm emittiert. Mit Verpackungsmüll und Futterproduktion kommen Fische auf einen CO2-Ausstoß von etwa 950 Kilogramm pro Jahr.

Klimaschoner Kanarienvogel

Durchschnittlich wird zweimal in der Woche der Sand im Käfig ausgetauscht. Im Jahr kommen rund 15 Kilogramm unreiner Vogelsand zusammen – unbedenklich, wenn er in die Biotonne und nicht ins Klo geschüttet wird. Zweimal in der Woche spült der Vogelbesitzer den Käfigboden mit 15 Litern kaltem Wasser aus. Macht pro Jahr 1.560 Liter Wasser. Zusammen mit 6 Kilogramm verspeistem Körnerfutter und 24 Futterkolben pro Jahr kommt der Kanarienvogel auf einen jährlichen CO2-Ausstoß von 8 Kilogramm - ein wahrer Ökostreber.

Sollten Tierhalter nun der Umwelt zuliebe ihre geliebten Haustiere abgeben?

Natürlich nicht, aber jeder Tierbesitzer kann dazu beitragen den CO2-Ausstoß seines Lieblings zu verringern.

Im Katzenklo genügt beispielsweise eine maximal fünf Zentimeter dicke Streu-Schicht. Mittlerweile gibt auch schon eine große Auswahl an ökologischen Streu-Produkten.

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Hunde müssen nicht jeden Tag Fleisch zu fressen bekommen. Inzwischen gibt es vitaminreiche vegane Tierkost mit einer viel niedrigeren CO2-Bilanz in der Produktion.

Bei Nagern anstelle von gekauftem Heu einfach selbst getrocknetes Gras verwenden. Und statt abgepacktem Futter vom Händler einfach Löwenzahn, Salat, Obst und Gemüse aus dem Garten verfüttern. Das schont nicht nur die Ökobilanz, sondern schmeckt dem Meerschweinchen sicherlich auch besser.

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Bei Fischen können Energiesparlampen bei der Aquarienbeleuchtung den Energieverbrauch senken und selbst der vergleichsweise geringe CO2-Ausstoß von Kanarienvögeln kann durch das Füttern mit Saatgut aus dem eigenen Garten und einer wasserarmen Reinigung des Käfigs mit einem feuchten Lappen noch reduziert werden.

Übrigens: Der Mensch ist und bleibt der Klimakiller Nummer eins und stößt durch seine Aktivitäten viel mehr Kohlendioxid aus als unsere Haustiere.

Quelle: freenet.de
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