Pick-Up-Art: So lässt sich Verführung planen

Pick-Up-Artists rühmen sich damit, jede Frau ins Bett kriegen zu
können
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Pick-Up-Artists rühmen sich damit, jede Frau ins Bett kriegen zu können

© clownbusiness / Shutterstock.com

Sie nennen sich „Pick-Up-Artist“ (PUA) und setzten auf emotionale Manipulation beim Flirten mit Frauen, um sie möglichst zügig ins Bett zu bekommen. Aber funktioniert die Verführung nach Plan auch so gut wie es heißt?

So gehen Pick-Up-Artisten vor

Die Versprechung, mit der richtigen Technik jede Frau ins Bett zu kriegen, unabhängig vom eigenen Aussehen, ist ziemlich verlockend.

Kein Wunder, dass da vor allem schüchterne Männer, die bislang kaum Glück beim weiblichen Geschlecht hatten, hellhörig werden. Nach dem Motto der Pick-Up-Art muss dafür jeder einzelne Schritt, vom Ausspähen übers Ansprechen bis hin zum Sex, dem finalen Ziel, möglichst perfekt geplant und vorzugsweise mit Hilfe von Manipulations-Tricks ausgeführt werden.

Dafür muss allerdings vorab das eigene Selbstbewusstsein, das sogenannte „inner Game“, gestärkt werden, um zum Alpha-Tier zu werden, neben dem jede Frau im Grunde nur noch ein Opfer sein kann.

Wie genau die perfekte Pick-Up-Masche strukturiert ist, darüber ist sich die Szene nicht immer ganz einig. Die besten Tipps und Strategien werden von den besten Aufreiß-Gurus in Büchern oder Seminaren für gutes Geld verraten.

Auch gibt sich die eigene Community im Internet gerne gegenseitig Ratschläge. So wird das klassische Vorgehen beim Ansprechen vorzugsweise in drei Phasen unterteilt:

  • Attraktion

Der Pick-Up-Artist muss es schaffen, dass die Frau ihn attraktiv findet und respektiert. Zum Beispiel über das Zusammenspiel eines besonders guten „Openers“ (erster Satz beim Ansprechen) mit einstudierter Körpersprache.

  • Qualifikation

Die Frau muss den Eindruck bekommen, sich die Aufmerksamkeit des PUAs verdienen zu müssen und er sie nicht allein wegen ihres Aussehens angesprochen hat.

  • Vertrauen

In dieser Phase soll ein entspanntes und wohliges Gefühl bei der Frau geschaffen werden.

Allerlei Taktiken sollen dabei helfen, die Frau möglichst schnell weich werden zu lassen, damit sie am Ende bereitwillig ihre Nummer rausrückt.

So werden beispielsweise mit der „Push and Pull“ -Methode der Frau erst massig Komplimente gemacht, um sie direkt danach zu beleidigen oder zu missachten, damit ihr Selbstbewusstsein bricht, sodass sie quasi froh darüber sein kann, dass sie überhaupt angesprochen wurde.

Vielleicht nicht das beste Beispiel dafür, wie raffiniert Pick-Up-Artists mitunter vorgehen können. Neben Neuro-Linguistischer Programmierung machen sich manche etwa auch mit verhaltenspsychologischen Methoden vertraut.

Die große Frage ist, ob Sie es überhaupt so weit treiben wollen. Das Flirten nach Plan ist nicht nur langweilig, sondern kommt in den meisten Fällen bei den Frauen gar nicht gut an.

Auch sollten Sie damit rechnen, sich nach einer Weile ziemlich mies damit zu fühlen, dass Sie eine Frau erst dann interessant und heiß findet, wenn sie von Ihnen, mit zum Teil perfiden Taktiken, manipuliert wird.

Es ist doch viel schöner, wenn sich eine Frau für Ihr natürliches Ich interessiert – ganz ohne Lug und Trug. Dennoch kann es nicht schaden, sich den ein oder anderen Kniff abzuschauen.

Etwa, mit welchen Methoden das eigene Selbstbewusstsein gestärkt  und Ängste überwindet werden können. Da geht es um die eigene Manipulation, nicht um die bei anderen.

Quelle: Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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