Frauen packen aus: Der Busen-Guide

Ein echtes Busenwunder!
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Ein echtes Busenwunder!

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05.09.2018 - 09:30 Uhr

Er ist ein Blickfang für Männer. Die verhalten sich im Antlitz der weiblichen Rundungen häufig falsch. Wir haben eine Frau gefragt.

An einem Mittwoch im Mai war ich eine halbe Stunde lang lesbisch. Sie saß mir in der S-Bahn gegen­über, die Sonne schien ihr ins Gesicht. Mehr kann ich über ihr Antlitz nicht sagen, denn ich habe ihr die ganze Zeit auf den Aus­schnitt geguckt. Sie trug einen beigen Strickpullover, dessen V-Ausschnitt den Ansatz eines perfekten Busens freilegte. Er hatte die Farbe von Kaffee mit viel Milch, und ein paar zarte Härchen schimmerten golden in der Sonne. Die Haut ihres Dekolletés sah samtweich aus. Ich war wie gebannt und konnte den Blick einfach nicht abwenden von dieser Pracht. Es sah fantastisch aus.


Männer, Euch sei vergeben
Wenn einem ein wunderschöner, extrem hervorragender oder aus dem Ausschnitt blitzender Busen präsentiert wird, muss man eben hingucken. Das sehe ich jetzt ein. Mit Testosteron im Blut ist man wahrscheinlich völlig machtlos dagegen. Und mal ehrlich: Die meisten Frauen wollen doch auch, dass ihre Vorzüge wahrgenommen werden. Würden Sie sonst tiefe Ausschnitte tragen, enge T-Shirts und Push-up-BHs? Nur leider haben manche Männer den Unterschied zwischen Schauen und Starren nicht kapiert.
Die Kunst des subtilen Guckens beherrschen Frauen besser. Obwohl ich keinen Blick für die Landschaft hatte und das Buch ungelesen in meinem Schoß liegen blieb, glaube ich nicht, dass die S-Bahn-Schönheit mein Hinüberschielen bemerkt hat. Die Silhouette ihres Busens zeichnete sich deutlich unter dem Pulli ab, obwohl er nicht sehr eng anlag. Ich malte mir aus, wie der nur zu erahnende Teil ihrer Brüste wohl aussähe. Falls er hielt, was das sichtbare Stück versprach, war er nahezu rund und etwa so groß, dass er genau in meine zusammengelegten Hände passen würde. Mit kleinen, hellbraunen Knöpfchen. Kurz: In meiner Fantasie sahen ihre Brüste so aus, wie ich mir meine immer gewünscht habe. Seufz.


Brustwarze klingt nach Auswuchs
Ja ja, ich weiß, Knöpfchen klingt kindisch. Aber ich hasse nun mal das Wort Brustwarze, es klingt allzu sehr nach Auswuchs, den man am bes­ten wegoperieren sollte. Bei Nippel muss ich wiederum an Mike Krüger denken. Überhaupt gibt es nur wenig sinnlich klingende Namen für die Oberweite (bäh!) einer Frau. Alle Bezeichnungen klingen entweder anatomisch-nüchtern (Brust) oder zotig: Holz vor der Hütte, Balkon, Vorbau. Meistgehasst sind aber Titten. Nach absolut unrepräsentativen Umfragen in meinem Bekanntenkreis kann ein Mann einpacken, wenn er den Busen einer Frau so nennt. Apropos Busen: Ausgerechnet die einzige halbwegs sinnlich klingende Bezeichnung ist falsch, denn: Der Busen ist eigentlich das Tal zwischen den Brüsten. Aber egal.
Ich linste wieder zu ihr hinüber. Falls sie sich meiner Blicke doch bewusst war: Hat sie diese richtig gedeutet? Als Bewunderung, ja Anbetung ihrer Schönheit? Wohl kaum. Die wenigsten Frauen sind sich der Ästhetik ihres Busens bewusst, fast alle haben etwas auszusetzen: zu groß, zu klein, zu schlapp, unterschiedlich geformt, hässliche Brustwar­zen – die Liste der Kritikpunkte ist endlos. Damit liegen die Brüste im Rennen um das meistbemäkelte Körperteil noch vor Hintern und Haaren. Das will was heißen. Ich habe noch von keinem Mann gehört, der über die Brüste seiner Partnerin so kritisch geurteilt hätte wie die Besitzerinnen selber. Ein ganz kleiner, häufig genug sogar eingebildeter Makel lässt viele Frauen den ganzen wunderbaren Rest vergessen. Selbst die Blonde aus der S-Bahn hat an ihrem Busen bestimmt wenigstens ein Muttermal, das sie furchtbar findet. Das höchste der Gefühle scheint zu sein, wenn eine Frau es schafft, mit ihren Brüsten Frieden zu schlie­ßen. Nicht umsonst legen sich jedes Jahr tausende Frauen auf den OP-Tisch. Nur wenige haben wirklich körperliche Probleme – ihnen wurde ein Ersatz für eine wegen Krebs wegoperierte Brust modelliert oder ein Rü­ckenschmerzen verursachender Maxi-Busen verkleinert. Alle anderen waren schlicht unzufrieden. „ Jetzt sind sie noch gut in Schuss, aber was ist in zehn Jahren oder nach zwei Geburten?“, seufzte neulich eine Freundin mit Körbchengröße C bis D und verriet: „Alle meine ,dicken Busenfreundinnen‘ besitzen ein Geheimkonto, auf dem schon vorsorglich für eine Operation gespart wird.“


Gerade noch so Größe B
Das ist zwar nicht unbedingt mein Problem, aber ich will nicht so tun, als ginge mich das Thema Unzufriedenheit nichts an. Es hat Jahre gedauert, bis ich mit Liebe meine Brüste betrachten konnte, die es im Unterwäsche-Alphabet nur mit Mühe bis zum B gebracht haben. Zuvor war ich lange kreuzunglücklich mit ihnen. Wächst da überhaupt was? Bin ich vielleicht adoptiert? Meine Mutter hatte nämlich bereits mit 13 mehr Oberweite als ich selbst in der Schwangerschaft haben werde. Dann folgte die Galgenhumor-Phase, in der meine flachen Freundinnen und ich das „Was man nicht hat, kann auch nicht hängen“-Banner gemeinsam vor uns hertrugen.
All das zeigt, welche Bedeutung Männer dem Umgang mit weiblichen Brüsten beimessen sollten. Es beweist, dass der Busen ein in jeder Beziehung empfindliches Gebiet ist, bei dem man alles falsch machen kann. Jeder Blick, jedes Wort, jede Berühung ist wie ein Schritt in einem Minenfeld. Dass Männer gucken dürfen und sollen, hatten wir ja schon. „Es ist ja auch eine Art Kompliment, wenn sie meinen Körper in-teressiert ansehen“, meint Karin, 32, Cup B. Diese Größe freut sich über Aufmerksamkeit, während die Umfangreicheren sie beinahe fürchten. „Ich habe immer Angst, auf meinen Busen reduziert zu werden“, sagt D-Trägerin Maike. Wenn Ihnen eine Frau also mehr bedeutet als eine namenlose S-Bahn-Schönheit (das schließt auch Kolleginnen ein), sollten Sie ab und zu auch etwas anderes als ihren Ausschnitt würdigen. Etwa ihren Grips.
Ein absolutes No-No sind dagegen jegliche Kommentare zu den Brüsten einer Frau, so lange Sie mit ihr nicht wenigstens intensiv geknutscht haben. Auch wenn eine Bemerkung noch so sehr als Kompliment gemeint ist – sie wird von Frauen als ungeheuer auf­dring­lich bewertet. Der absolute Tiefflieger in dieser Rubrik war übrigens der Spruch, den Karin von einer Kneipenbekanntschaft zu hören bekam: „Darf ich euch drei nach Haus begleiten?“ Nein, durfte er nicht.
Im fortgeschrittenen Stadium einer Beziehung sollten Sie dagegen mit liebevollen Worten nicht geizen. Wenn Sie dieser Liebe eine Zukunft wünschen, sollten Sie dem Busen sogar regelrecht huldigen. Aber mit ein wenig Fantasie. Auch wenn es wahr sein sollte, sagen Sie niemals: „Ich finde deine Brüste toll, weil sie so groß sind.“ Dann könnten Sie Ihrer Liebsten auch gleich einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf schütten. Das ist eines dieser zweifelhaften Komplimente – so wie: „Ich liebe jedes deiner Pfunde.“
Die wäre es stattdessen mit: „Dein Busen hat genau die Größe, die mir am besten gefällt.“ Und falls das gelogen ist: „Ich liebe die Form deiner Brüste und wie sie sich in meine Hand schmiegen.“ Investieren Sie ruhig ein wenig Hirnschmalz, es lohnt sich. Je individueller das Kompliment auf Ihre Frau zugeschnitten ist, desto mehr wird sie sich geliebt, begehrt und erotisch fühlen. Sollte Ihnen so gar nichts einfallen: „Wie wunderbar sich dein Busen anfühlt“ geht immer. Apropos fühlen: Jetzt wird es noch etwas komplizierter, denn wie ein Mann den Busen be­rühren soll, ist nicht nur von Frau zu Frau verschieden, sondern auch noch von Tagesform, Zyklus und ihrer Stimmung abhängig. Aber ein paar goldene Regeln gibt es doch. Die erste: Halten Sie Ihre Finger im Zweifel bei sich. Wer sie bereits beim ersten Kuss zu Körbchen formt, hat oft schon verloren. Das erinnert Frauen meist unangenehm an ihre ersten Erfahrungen auf Teenie-Feten, wo picklige Jungs grobmotorisch unter Pullovern und T-Shirts herumtentakelten.


Purer Neid
Habe ich mich danach gesehnt, die Brüs­te der S-Bahn-Frau zu berühren? Ich glaube nicht. Gucken und grün werden vor Neid reichte mir völlig. Oder? Vielleicht, vielleicht wäre es doch schön gewesen zu wissen, wie sie sich anfühlten. Niemals hätte ich so grob an ihr rumgetatscht, wie manche Männer es tun (und das dann für Ekstase halten). Nein, ich hätte meine Hände um die Rundungen gelegt und sie daran entlangstreichen lassen. Wäre mit meinen Fingerspitzen auf der Haut herumgefahren, um zu spüren, ob sich ihre Haut auch in Wirklichkeit so seidig anfühlte, wie sie im Sonnenlicht schimmerte …
Ich geriet ins Träumen – doch darin spielten meine Brüste und ganz andere Hände die Hauptrollen. Hände, die so groß und kräftig aussehen, als wären sie für das Holzhacken gemacht – und doch so zärtlich sein können. Ich ließ sie in Gedanken über meine Haut wandern, ließ die Finger um die Knöpfchen kreisen, eins von ihnen dann sanft ergreifen und zwischen Daumen und Zeigefinger hin- und herrollen. Sofort richteten sie sich auf, als forderten sie eine Zugabe. Weiche Lippen schlossen sich darum, zupften daran, saugten vorsichtig. Die Zunge kreiste drumherum, stupste, leckte … wow! Äh, wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, die goldenen Regeln.
Nummer zwei: Betrachten Sie das Berühren der Brüste nicht bloß als Zwischenstation auf dem Weg nach unten. Das törnt unheimlich ab. Dabei trifft Maikes Statement auf die meisten Frauen zu: „Ohne Stimulierung meiner Brustwarzen kann ich nicht zum Höhepunkt kommen.“ Schade eigentlich, wenn Sie diese Chance versauen. Dabei kann fast gar nichts schiefgehen, wenn Sie sich an Regel drei halten: Mit den Berührungen des Busens ist es wie mit gutem Wein: Man beginnt stets mit den leichten, zarten und geht danach vielleicht zu den kräftigen über. Erstaunlicherweise ergab sich bei den Recherchen in meinem Bekanntenkreis, dass offenbar viele Männer Angst haben, eine Brust auch mal fester anzupacken. „ Besonders mit den Brustwarzen gehen sie mir eher zu sanft um“, erzählt Marion. „Sogar beißen find ich meist schön, aber darum musste ich bisher immer ausdrücklich bitten. ,Habe Angst, dir wehzutun‘, heißt es dann.“ Diese Zurückhaltung ist zwar nett gemeint, jedoch mit­unter fehl am Platze. Und auch erstaunlich, weil die Männer bei der Inanspruchnahme anderer weiblicher Geschlechtsorgane sonst auch nicht so zaghaft sind. Wenn’s da richtig zur Sache geht, wird aus tantrischem Schaukeln ja auch was Kräftigeres. Aber vielleicht liegt genau da das Problem, denn wenn der Sex erst mal in dieser Phase ist, konzentrieren sich die Männer lediglich noch auf eine einzige erogene Zone der Frau. Sie sind eben zielgerichtet.
Dabei werden ihnen zwei der zahlreichen erogenen Zonen der Frau doch geradezu auf dem Präsentierteller an­geboten. Ein guter Liebhaber hört nicht auf, die Brüste zu liebkosen, nur weil inzwischen auch der Penis mitmischt. Noch einmal Marion: „Besonders erregend ist es, wenn er mich unten mit Penis oder Hän­den bedient und gleichzeitig meine Brüste mit dem Mund verwöhnt. Aber nicht so me­cha­nisch, es sollte spielerisch wirken.“ Das Spiel mit den Brüsten hat allerdings auch seine Tücken. Wenn der Prosecco nicht als neckischer Tropfen über das Dekolleté mä­andert, sondern Frau und Bett überflutet, ist das bestenfalls ein Lacher, aber nicht erotisch. Versuchen Sie es lieber gar nicht mit schütten. Tauchen Sie stattdessen einen Finger in den Kelch und lassen Sie den Tropfen an Ihrem Finger über dem Busen der Frau schweben. Wenn er dann irgendwann herabfällt, lassen Sie ihn noch ein bisschen fließen, um schließlich mit der Zunge seiner Spur zu folgen. Ebenfalls prickelnd: Irgendeine cremige Leckerei auf ihren Knöpfchen verteilen und dann ganz langsam abschlecken. Nutella, Sahne, Vanilleeis …


Unter der Dusche
Das absolut heißeste sind jedoch kleine Überraschungen in der Dusche. Selbst wenn ich eben noch mit meinem „Ich kann nicht glauben, dass es schon Zeit zum Aufstehen ist“-Gesicht und halb geschlossenen Augen nach dem Wasserhahn getastet habe: Nie bin ich schneller wach, als wenn mein Schatz sich zu mir hinter den Vorhang gemogelt hat. „Soll ich dir den Rücken waschen?“, fragt er, Harmlosigkeit vortäuschend. Und irgendwie endet es immer damit, dass ich mit meinem Rücken an ihm lehne und seine Holzfäller-Hände Seifenschaum auf Bauch und Busen verteilen. So glatt wie Seide gleitet meine Haut dann unter seinen Handflächen dahin. Immer wieder. Das wird ein guter Tag.

Quelle: Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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