So wird sie besser im Bett

Helfen Sie Ihrem Sexleben auf die Sprünge
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Helfen Sie Ihrem Sexleben auf die Sprünge

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20.03.2017 - 11:00 Uhr

Es lässt sich nichts daran ändern, dass die Qualität Ihres Sexlebens auch von den erotischen Fähigkeiten Ihrer Partnerin abhängt. Aber die lassen sich verändern. Geben Sie ihr Nachhilfe, ohne dass sie es merkt.

Ganz sicher bin ich mir nicht, aber ich glaube, ich habe 9325 Frauen gehabt. Nageln Sie mich da bitte nicht fest, vielleicht waren es auch eine mehr oder zwei. Wie ich zu so vielen Frauen komme? Eigentlich ist es sogar andersherum: Die Frauen kommen zu mir, wenn ich im Café oder in der Bar sitze, mittags oder abends, und mein Lieblingsspiel spiele: Mit jeder interessanten Frau, die hereinkommt, gehe ich ins Bett. Ich scanne ihren Körper, röntge ihr Temperament, filme ihre Bewegungen. Und dann schlafe ich mit ihr. Hier, jetzt, sofort, in Gedanken.


Ich komme nicht wegen der Latte Macchiato ins Café. Ich bin dort, weil ich mir in aller Ruhe vorstellen will, wie ausgelassen die Hüftjeans-Brünette auf dem Bettlaken tobt, die mit den kleinen Lachfalten um die Augen. Und was der Mund dieser dunklen Italienerin wohl noch alles kann, außer mit den Freundinnen zu plaudern.


Wie die wohl im Bett ist? Das ist die Frage, die Männer umtreibt, ehe wir es wirklich treiben. Es ist die Frage, die die Suche nach der perfekten Liebhaberin beschreibt. Wer eine gefunden hat, gibt sie so schnell nicht wieder her. Und wer noch nicht richtig zufrieden ist, der sollte wissen, dass man seine Liebste – langsam, aber sicher – zu einer perfekten Geliebten machen kann.

Die perfekte Liebhaberin ist ein Cocktail, gemixt aus drei Zutaten: erotischem Talent, Einstellung, Erfahrung. Genau darum funktioniert mein Spiel so gut. Vielen Frauen sieht man ihre Einstellung zum Sex an, sie strahlen auch ihre Erfahrung aus. Nur ihr Talent, das verraten sie nicht auf den ersten Blick; auf den zweiten übrigens auch nicht. Zu Ihnen: Ihr Job ist der des Barkeepers. Kümmern Sie sich um jede einzelne Zutat.


Zutat Nummer 1: das Talent zur Lust
Natürlich gibt’s Naturbegabungen, man kann das erotische Talent einer Frau jedoch auch wecken. Ich habe nie eine Frau kennen gelernt, die überhaupt keins hatte. Einmal, auf einem furchtbar langweiligen Seminar irgendwo auf dem Land, war nur eine einzige Frau unter den Teilnehmern. Simone hieß sie und sah in Bundfaltenhose und Blazer so korrekt aus, als würde sie sogar beim Geradeausfahren blinken. Ein hübsches Gesicht, gute Figur, aber der ganz stille, hochgeschlossene Typ. Erotische Ausstrahlung: knapp unter null.

Abends traf ich sie zufällig im Park. Wir redeten zwei Minuten, es dämmerte schon. Ich lehnte mich an einen Baum. Von dem, was dann passierte, träume ich noch heute manchmal: Simone strich ganz langsam, allerdings auch ohne jedes Zögern, mit ihrer rechten Hand über mein Gesicht. Dann küsste sie mich. Und in diesem Moment spürte ich ihre linke Hand zwischen meinen Beinen. Sie streichelte mich – mit der rechten Hand oben, mit der linken unten. Das war nicht kalkuliert, nicht inszeniert. Sie tat es, weil sie es tun wollte – mit einer Selbstverständlichkeit, so ohne Scheu. Die Art, wie sie ihre Hand unendlich langsam bewegte, wie sie dabei direkt in mein Gesicht sah und immer lauter atmete – da spürte ich zum ersten Mal bei einer Frau erotisches Talent und verstand, dass es mit Instinkt zu tun hat. Dieses langsame Streicheln, so, als könnte sie selbst in jeder Sekunde spüren, wie sich das für mich anfühlte – das ist es.


Unser Tipp: Vergessen Sie einfach mal, was genau Sie von Ihrer Partnerin erwarten, wenn es zur Sache geht. Denn sie spürt es, sie kennt Sie aus dem Effeff. Und wenn sie es gut mit Ihnen meint, dann wird sie versuchen, Ihre Erwartungen zu erfüllen. Machen Sie Schluss mit dieser Pizza-Service-Mentalität („Einmal Diabolo, aber subito!“). Tun Sie das Gegenteil, sagen Sie: „Mach mit mir, worauf du Lust hast und wie du es willst. Ich bin neugierig.“ Wenn Sie schon länger zusammen sind, ist das der Schlüssel. Sie kann endlich mal tun (aber auch lassen), was sie möchte. Verkneifen Sie sich dabei aber die Dirigenten-Rolle wirklich bis zum Schluss. Es gibt Liebhaberinnen, die können endlos küssen. Und je länger es dauert, umso besser wird’s. Weil die Damen dann irgendwann Lust bekommen, nicht nur den Mund des Mannes zu küssen. Alles klar? Das kriegen Sie aber niemals mit, wenn Sie schon nach dem dritten oder vierten Kuss einen auf Heimwerker machen: „So, jetzt hol mal den Hammer raus, Baby!“


Zutat Nummer 2: Einstellung zur Ekstase
So, und jetzt zum Wichtigsten überhaupt. Eine Frau wird nicht durch eine 90-60-90-Figur zur perfekten Liebhaberin. Oder indem sie „50 ways to do the Blowjob“ Kapitel für Kapitel auswendig gelernt hat. Entscheidend ist die Einstellung zum Sex. Die Stellungen ergeben sich dann von selbst.


Melanie, zum Beispiel. Wir waren schon eine Weile zusammen. Der Sommer spendierte einen 28-Grad-Abend. Melanie wollte spazieren gehen. Sie trug ein T-Shirt, ein enges weißes T-Shirt, und Hot Pants. Sonst trug sie nichts. Wir gingen also über die Wiesen hinter dem Haus, grüßten die Nachbarn, die uns entgegenkamen. Und Melanie wusste genau, wohin sie wollte. Sie zog mich hinter ein Gebüsch, ziemlich nah am Weg. Zu nah am Weg. Mel war das egal. Sie drehte mir den Rücken zu, bevor sie ihre Hot Pants abstreifte. Sich hinkniete. Ihre Schenkel spreizte. Mich an sich heranzog. Und dann leise ins Gras stöhnte.


Melanie hat, worauf es bei einer guten Liebhaberin ankommt: Lust an der Lust (und an der frischen Luft). Sie kann ihre Lust zeigen, jedoch ganz ohne Show. Sie mag den Sex, weil sie sich selbst mag. Wenn sie Spaghetti isst, denkt sie nie an Kalorien. Wenn sie Cabrio fährt, ist ihr die zerzauste Frisur egal. Und wenn sie sich im Bett nackt auf mich setzt, ist sie mit mir beschäftigt – nicht mit der Frage, ob ich vielleicht ihre Schenkel zu dick finde. Ich könnte ihre Schenkel gar nicht dick finden, weil ich im Bett ohne Brille kaum etwas sehe. Mit zerzausten Haaren gefällt sie mir besser als frisch gefönt. Und dass Melanie Unmengen von Spaghetti verdrü­cken kann ohne zuzunehmen, das ist ungerecht. Aber wahr.

Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich fünf Forderungen zum Thema Einstellung, die alle Männer sicher blind unterschreiben würden. Erstens: Frauen sollen ihre eigene Lust zeigen können. Siehe Melanie. Zweitens: Sie sollen sich nicht verkünsteln, sondern so sein, wie sie wirklich sind. Drittens: Sie sollen sich beim Sex nicht selbst beobachten („Wirft mein Bauch da nicht ’ne klitzekleine Falte?“). Viertens: Sie sollten Fantasie zeigen, verführen wollen. Und fünftens: Sie sollten nicht eine Sekunde darüber nachdenken, was wir gerade denken. Wir denken nämlich gar nichts. Wir haben Sex.


Sich mal richtig gehen zu lassen, das kann Ihre Partnerin mit Ihrer Hilfe lernen. Denn Sie sind ja im entscheidenden Moment mit ihr zusammen: im Bett, auf dem Bett, neben dem Bett und vielleicht sogar unter dem Bett. Vergessen Sie aber alles, was sich nach einer Betriebsanleitung anhört, wie: „Schatz, mach dich locker!“

Vergangenes Wochenende war ich auf dem Golfplatz zum Schnupper-Training. Wir standen alle hilflos auf dem teuren Rasen herum und versuchten, wie Bernhard Langer auszuholen und wie Tiger Woods den Ball zu treffen. Doch wir sahen aus wie die Deppen, das weiße Bällchen blieb ungerührt liegen. Weil wir es mit aller Gewalt treffen wollten. „So“, sagte der Trainer, „und jetzt versucht ihr mal, nur einen guten Schwung hinzukriegen. Vergesst den Golfball!“ Also holten wir schön locker aus, schwangen unser Eisen 7 entspannt nach vorne – und trafen! Auf dem Golfball könnte auch das kleine Wörtchen „Sex“ stehen.


Unser Tipp: Machen Sie Ihrer Partnerin mit all der Geduld, die Sie eigentlich nicht haben, klar, dass Sie sie attraktiv finden – und zwar so, wie sie ist. Dass Sie ihren Busen mögen, wie er vor Ihren Augen wippt. Dass ihr Gang schön ist, vor allem, wenn sie ihren neuen Rock trägt. Dass sich ihr Po super anfühlt, wenn er noch nass ist vom Duschen. Dass Sie die letzte Nacht geträumt haben von ihr – obwohl sie doch direkt neben Ihnen lag. Küssen Sie ihren Mund und stellen Sie sich dabei vor, es wären die Lippen viel weiter unten, die Sie gerade küssen. Genießen Sie Ihre Partnerin so bewusst und so aufmerksam wie möglich. Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Maler und müssten sich jeden Zentimeter von ihr einprägen, jede Geste, jeden Hautton, um ihn später nachmalen zu können. Tun Sie das einfach schon mal zwischendurch und nicht erst, wenn Sie im Schlafzimmer in Stellung gehen – zum Beispiel im Bad beim Abtrocknen oder in der Küche beim Frühstück („Du riechst gut heute“). Oder im Auto, wenn Sie sie abholen („Wow, gut siehst du aus“).


Das hat nichts mit den billigen Verführ-Ratgebern zu tun, die Männer überreden wollen, ihren Frauen die Autotür zu öffnen oder ihnen in den Mantel zu helfen. Nein, hier geht’s um wesentlich mehr: Wenn Ihre Frau oder Freundin spürt, dass sie so, wie sie ist, faszinierend auf Sie wirkt, dass Sie viele Details an ihr schön finden, dann wird sie sich selbstsicher und selbstbewusst fühlen. Dann wird sie im Bett nicht auf der Spannkraft ihres Bindegewebes herumreiten, sondern auf Ihnen. Sie profitieren da übrigens doppelt. Beim Sex von der sich langsam wandelnden Einstellung der Liebsten. Aber auch, weil Sie durch Ihre eigene, bewusste Aufmerksamkeit neu entdecken, warum Sie sich vor einem Monat, einem Jahr oder einem Jahrzehnt mal in diese Frau verliebt haben.


Zutat Nummer 3: sex¬uelle Erfahrung
Ich buchstabiere Erfahrung so: I, S, A, B, E, Doppel-L und E. Sie hatte alle Erfahrungen gesammelt, die eine Frau nur sammeln kann. Und Isabelle war ein Pleaser, sie wollte unbedingt gefallen. Dafür tat sie alles. Machte die ausgefallensten Stellungen mit, schrie sich beim Sex die Seele aus dem Leib, trug halterlose Strümpfe und Korsagen – und war dabei unglaublich langweilig. Ihr Gedächtnis bestand aus einer To-do-Liste, die sie gewissenhaft abhakte, wenn ich mit ihr zusammen war. Und auf ihrem Nachttisch stand eine Kleenex-Box. Seit Isabelle halte ich es mit der Erfahrung wie sie mit dem Sperma: wisch und weg!


Die einzige Erfahrung, die für Ihre Liebhaberin zählt, ist die, die sie im Lauf der Zeit mit Ihnen sammelt. Natürlich
kann sie davor sehr viele Liebhaber gehabt haben. Aber die alte Erfahrung darf sich nicht der Spontaneität in den Weg stellen, mit der Sie beide entdecken, was zusammen Spaß macht. Und dabei kommt es wirklich nicht darauf an, dass Ihre Partnerin weiß, was eine Perineum-Massage ist. Wenn sie sich lange genug mit Ihrem Körper beschäftigt, dann wird sie irgendwann auch mal diese gewisse Stelle unterhalb des Männerpos berühren, bei der Sie dahinschmelzen wie das tiefgekühlte Mini-Magnum im Bauchnabel Ihrer Liebsten (Eis schmeckt einfach besser als langweilige Eiswürfel).


Unser Tipp: Marilyn Monroe hatte drei Ehemänner, unzählige Lover, aber angeblich nie einen Orgasmus. So viel zum Thema Erfahrung. Die schönste, die Sie mit Ihrer Partnerin sammeln können: Spüren Sie Ihre eigene Erregung, aber zugleich und ähnlich intensiv die des anderen. Wenn Sie das schaffen – und dazu braucht man gemeinsame Erfahrung, dann werden Sie das so lange ausgiebig genießen wollen, bis Sie einen Punkt erreichen, an dem Ihre perfekte Liebhaberin ihren perfekten Liebhaber in den Arm nimmt und flüstert: „Arme Marilyn!“

Quelle: Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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