Wenn die Vagina zur Falle wird

Penis captivismus: Wenn der Penis beim Sex plötzlich stecken
bleibt...
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Penis captivismus: Wenn der Penis beim Sex plötzlich stecken bleibt...

© Antonio Guillem / Shutterstock.com
04.04.2018 - 08:00 Uhr

Bestimmt haben Sie davon schon einmal gehört: Beim Sex soll sein bestes Stück plötzlich in ihrer Vagina gefangen sein, weil sie einen Scheidenkrampf hat. Aber wie lange kann dieser Zustand anhalten? Und ist das gefährlich? Wir haben für Sie recherchiert.

Was genau passiert beim „Penis captivismus“?
Penis captivismus ist ein medizinischer oder auch pseudo-wissenschaftlicher Ausdruck für eine Situation, in der der Penis beim Geschlechtsverkehr durch die Verkrampfung der Vagina nicht mehr herausgezogen werden kann. Das kann zum Beispiel bei besonders lustvollem Sex passieren: Sein Penis wird größer und dicker, ihre Scheide zieht sich beim Orgasmus zusammen und kontrahiert heftig. Sein bestes Stück steckt fest und schwillt noch mehr an. Rückzug unmöglich. Zumindest vorerst...

Ist das gefährlich?
Es gibt Berichte, in denen beim Penis captivismus angeblich ein Notarzt gerufen werden musste, um das Glied des Mannes aus der vaginalen Umklammerung der Frau zu befreien. Laut dem britischen Arzt und Sexualexperten John Dean ist das jedoch Unsinn. Schließlich entspannen sich die Muskeln wieder, das Blut fließt zurück und somit kann der Mann kann sein Genital auch wieder zurückziehen. Im Normalfall dauert dieser Zustand nur wenige Sekunden, die den Betroffenen aber wie eine Ewigkeit vorkommen können. Berichte von Pärchen, die derart ineinander feststeckten, dass ein Notarzt kommen musste, um sie wieder zu trennen, sind definitiv Märchen.

Wie vermeidet man einen Scheidenkrampf?
Treten die Scheidenkrämpfe bei ihrer Liebsten ständig auf, könnte sie an „Vaginismus“ leiden - zum Beispiel aufgrund traumatischer Erlebnisse. Da hilft das Training mit Vaginaldilatoren: Vaginaldilatoren sind glatte, konisch geformte Stäbe, die in verschiedenen Durchmessern erhältlich sind. Mit denen wird ihre Scheide an das Einführen gewöhnt und das verspannte Gewebe gelockert. Auch Beckenbodentraining kann helfen, bei dem die Frau lernt, die Kontrolle über ihre Muskulatur zurückzugewinnen. Generell kann man Muskelkrämpfe allerdings nicht vermeiden. Und ein paar Muskelkontraktionen sind beim Geschlechtsverkehr schließlich erwünscht und gehören zu jedem weiblichen Orgasmus dazu.

Quelle: Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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