Wie Frauen Frauen verführen

Die beiden wissen es am besten
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Die beiden wissen es am besten

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01.08.2017 - 11:00 Uhr

Wenn Sie wüssten, was Lesben über Sex und Liebe wissen, wären Sie weitaus besser im Bett. Wetten?

Wir spüren zielsicher nach den letzten, gut bewachten Geheimnissen weiblicher Sexualität direkt in der Höhle der Löwinnen: bei den Lesben. Wie machen die es eigentlich, was können wir uns von ihnen abgucken? Hier die besten Tipps:


Sie sollten mit der Klitoris umgehen können
Tja, wenn Sex eine Flasche wäre, dann wäre die Klitoris der Deckel. Und wer da nicht dran drehen kann, der bleibt durstig. Darum: „Am leichtesten lässt sich die Klitoris mit dem Mittel- oder Zeigefinger in den Ausnahmezustand versetzen“, empfiehlt die lesbische Autorin Manuela Kay. Dabei ist echtes Fingerspitzengefühl gefragt: Einfache, kreisende Bewegungen und Hin- und Herreiben lösen ein Anschwellen der Vagina aus. Wenn sie feucht wird, läuft’s richtig. Dann nicht aufhören. Fragen Sie Ihre Liebste, ob Druck und Rhythmus stimmen, sonst reiben Sie nächste Woche noch. Im besten Fall ist nach 30 Sekunden alles vorbei. Im schlimmsten Fall müssen Sie das Fußballtraining absagen.


Sie sollten Ihre Zunge benutzen
Wenn’s mit den Fingerübungen auf Anhieb nicht so recht klappen will, dann verzagen Sie nicht, denn „die Klitoris-Stimulation ist die höchste Perfektion lesbischer Liebeskunst“, so Manuela Kay, „da kann man schon mal scheitern.“Außerdem gibt es ja eine gute zweite Möglichkeit, eine Frau zu erregen: die Zunge. Die hat einige Vorteile gegenüber den Fingern. Sie ist weicher, passt sich wegen ihrer Flexibilität perfekt dem Gelände an, und der Druck lässt sich genau variieren. Und selbstverständlich kann man mit ihr den gesamten Körper einer Frau verwöhnen. Beginnen Sie deshalb nicht gleich im Schritt. Und halten Sie übermäßigen Speichelfluss zurück. Faustregel: Dort, wo Sie zuletzt vorbeigezüngelt sind, darf eine zarte feuchte Linie zurückbleiben, nicht aber die Kriech­spur einer fetten Nassschnecke.


Wo wir schon beim Mund sind: Auch die Zähne eignen sich als Gehhilfen beim Spaziergang über den Frauenkörper. Allerdings sind sie nur mit angemessener Vorsicht einzusetzen. Ein herzhafter Biss in die Schamlippen wird nur von wenigen Frauen als Lustkatalysator empfohlen. Im Bereich der Brust-war­zen allerdings fahren einige Frauen auf Bissiges ganz besonders ab. Leichtes Knabbern und Saugen, das müsste hinzukriegen sein. Unter Umständen liegt bei Ihrer Liebs­ten hier das ultimative Orgasmus-TNT begraben. Na, dann mal raus mit der Zunge!


Sie sollten Oralsex beherrschen
Wissen Sie, warum es die Flusspferde unter Wasser tun? Nein? Na, haben Sie schon mal 45 Kilo Schamplippen befeuchtet? Aber abgesehen davon, dass blubbriger Wasser-Sex auch für Menschen lustvoll sein kann, wird beim Zungen-Einsatz die Vagina garantiert feucht, und die Frau kommt auf ihre Kosten. Behauptet zumindest die lesbische Buch­autorin Annete Berr: „Das Schöne am Oralverkehr ist der Genuss für beide, denn der Mund ist ein außerordentlich komplexes Sinnesorgan, das wie geschaffen ist fürs Genie­ßen.“ Wenn Sie sich in dieser Hinsicht nicht so sicher sind wie Frau Berr, dann gehen Sie lieber auf Nummer 69. Die Vaginal-Simula­tion der Liebsten gibt dem Mann das Gefühl der guten, alten Missionarsstellung zurück. Das kennt er, da fühlt er sich wohl, da richtet sich die Männlichkeit immer wieder auf.


Sie sollten ein Frauenflüsterer sein
Frauen haben ein großes Mundwerk – sie reden sich nicht nur gern in Rage, sondern auch zum Orgasmus. Selbst wenn Sie zur schweig­samen Sorte Mann gehören, raten wir Ihnen zum Austausch verbaler Intimitäten. Vielleicht ist dies die einzige Gelegenheit, bei der sie endlich mal zu Wort kommen. Entscheidend ist die Vorbereitung. Athena Douris rät, zuvor mindestens 50 Synonyme für Sex aufzuschreiben: „Und achten Sie darauf, auf welche Worte sie besonders anspringt.“ Ganz falsch sind Anzüglichkeiten. Sagen Sie auf keinen Fall: „Du hast einen geilen, dicken Hintern.“ Das ist nicht bloß peinlich, sondern vor allem dumm – sie fühlt sich fett und hat ihren Schlüpfer schneller wieder an als Sie den Mund zu. Besser kommt da schon seelenphilosophisches Sex-Geplänkel: „Die Schweißperlen auf deinen Schenkeln glitzern wie kleine Sterne im weiten All.“ Sie können auch aus einem Erotik­-Schin­ken vorlesen. Und wenn es gut läuft, können Sie auch deutlicher und derber werden. Es soll ja eine ganze Reihe von Frauen geben, die im Zustand der Erregung sogar das F-Wort wirklich gern hören, auch wenn sie das in nicht erregtem Zustand niemals zugeben würden.


Sie sollten sich ein heißes Bild von ihr machen
Die meisten Frauen fühlen sich zu dick, zu breit, zu knapp bebust. Schenken Sie sich die Diskussionen – greifen Sie zur Kamera, um ihr das Gegenteil zu beweisen. Klingt verrückt, kommt aber gut an. Warum? Weil es was mit Macht zu tun hat. Schließlich gibt der Fotograf Anweisungen, und denen ist gefälligst Folge zu leisten. Viele Frauen mögen es nämlich, wenn der Liebhaber Chef imRing ist. Aber: „Drängen Sie Ihre Liebste nicht zum Lächeln, wenn sie es nicht will“, rät Athena Douris. Also, kein Über­reden zu Posen, in denen der Bauch noch dicker, die Hüfte noch breiter und der Busen noch kleiner wirkt als sonst. Machen Sie ihr stattdessen lieber Komplimente. Es wird sie erregen, wenn Sie sie mit Blicken ausziehen.


Sie sollten auch nur zuschauen können
„Die meisten Lesben haben keine Probleme mit Selbstbefriedigung, weil sie es gewöhnt sind, eine Vagina zu berühren“, so die Sexualtherapeutin Jamie Goddard. Und: „Auch Hetero-Frauen haben einen gesunden Appetit nach Solo-Sex.“ Nur offiziell macht es niemand mit sich allein. Sagen Sie deshalb ganz direkt, dass Sie ihr beim Masturbieren zusehen wollen. Wenn sie rot anläuft, müssen Sie abwägen. Entweder setzen Sie einen drauf: „Ich will beobachten, wie du es dir machst und wie du beim Orgasmus aussiehst. Tu es für mich.“ Oder Sie wählen den taktischen Rückzug, beschreiben Ihr beim Dirty Talk, was Sie sich vorstellen und warten dann ab. Ohnehin hat in der Regel jede Frau schon von Sex vor Zuschauern geträumt. Wenn sie also am Anfang ein bisschen schüchtern und verkrampft ist, dann gehen Sie doch mit gutem Beispiel voran oder, noch besser, Schatzi helfend zur Hand.


Sie sollten die Hilfe von Dritten annehmen
„Das Eindringen in die Vagina mit Fingern oder Dildo kann für beide Seiten erregend sein“, sagt Jamie Goddard. Auch wenn Ihre Liebste über Dildo, Vibrator und Co. nicht offen spricht, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht gern so einen hätte. Vielleicht sparen Sie sich beim nächsten Geburtstag die obligatorische Bratpfanne und schenken ihr mal Sexspielzeug. Anfängern empfehlen wir den Vibrator. Vielleicht einen aus Rillenplastik. Oder aus Silikon. Natürlich wird sie entsetzt aufschreien, aber das würde sie bei der Bratpfanne ja auch tun. Und wenn sie sich erst mal an das Ding gewöhnt hat, wird sie feststellen, dass der Vibrator bei sach­gerechter Anwendung stärker erregt als die Pfanne. Wichtig ist, dass Sie den Vibrator nicht mit einem Ersatzpenis verwechseln. Weder wird er so benutzt noch müssen Sie eifersüchtig auf ihn sein. Der Reiz des Vib­rators besteht darin, dass er überall auf der Haut, vor allem aber an der Klitoris mit seinen kleinen, enorm schnellen Bewegungen höchste Freuden verursachen kann. Er ist also mehr eine Ersatzzunge. Und das kann ja auch mal ganz hilfreich sein.

Quelle: Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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