Äpfel: Schlankfrucht und Anti-Aging-Wunder

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von Jutta Pöschl

Zahlreiche Märchen, Gedichte und Erzählungen ranken sich um der Deutschen liebstes Obst. Klassisches Beispiel ist Grimms Märchen vom Vogel Greif indem eine Weissagung orakelt, dass sich die immer kranke Königstochter nur an Äpfeln gesund essen könne. Die jedoch muss Hans, Held der Geschichte, erst mühsam dem bösen Vogel Greif abluchsen. Zum Glück passiert das nur in Märchen und Mythen. Dabei sind Äpfel durchaus sagenhaft, aber nur in ihren vielen positiven Eigenschaften.

Das alte englische Sprichwort "An apple a day keeps the doctor away" erwies sich inzwischen nicht nur als ein Märchen oder eine Bauernweisheit. Die Ärzte wissen heute, wie wirksam Äpfel sind, wenn es darum geht, die Gesundheit zu stärken: Es ist das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe, das den Apfel so gesund macht. 300 verschiedene Wirkstoffe, die alle in einem Apfel stecken, kennt die Wissenschaft zwischenzeitlich. Die im runden Obst enthalten Kohlenhydrate, die Glucose und Fructose sind für einen raschen und dauerhaften Energiekick das ganze Jahr über gut geeignet. Dem Schicksal von Grimms Königstochter kann heutzutage also gezielt vorgebeugt werden.

Äpfel sind übrigens auch Schlankfrucht und Zellschützer in einem. Im Kampf gegen die Falten wird neuerdings gezielt auf Äpfel gesetzt. Ihre Bioaktivstoffe erhöhen die Zellteilungsrate um das Vierfache. Selbst geschädigte Haut soll wieder verjüngt werden, da das enthaltene Vitamin E das Bindegewebe strafft.

Frische Äpfel aus deutschen Landen helfen jetzt die kalte Jahreszeit gesund zu überstehen und sind gut für die schlanke Linie. Mit nur rund 50 Kilokalorien pro 100 Gramm sind Äpfel ein hervorragender und energiearmer Gesundsnack für Zwischendurch, weiß Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V. aus Bad Aachen zu berichten.

Im Apfel stecken auch Ballaststoffe, die zu einer besseren Sättigung führen, die Verdauung fördern und zum Schutz vor Darmkrebs beitragen. Pektin, das den Hauptanteil der Ballaststoffe im Apfel ausmacht, bindet Cholesterin und kann damit einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel ausüben. Der Deutschen liebstes Obst enthält reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Allem voran Kalium, das den Blutdruck senkt und wichtig ist für den Wasserhaushalt und die Nerven- und Muskelfunktionen. Das enthaltene Vitamin C hilft die nahende Erkältungssaison auf natürliche Weise unbehelligt zu überstehen. Je nach Sorte und Reifezustand variiert der Vitamin C-Gehalt, dabei kann er bis zu 35 Milligramm betragen. Vitamin C-reiche Sorten sind Berlepsch, Jonagold und Braeburn. Zwei Äpfel täglich sind ein optimaler Abwehrschutz.

Der Kalziumgehalt ist bei allen Apfelsorten gleich hoch. Da es aber, wie schon gesagt, gerade beim Apfel auf die Zusammenwirkung aller Stoffe ankommt, kann keine Sorte besonders empfohlen werden. Bei dem reichen rot-, gelb- und grünbackigen Angebot darf zugegriffen, durchprobiert und munter gemischt werden. Rotbackige Äpfel zum Beispiel sind bekannt für ihren Gehalt an Anthozyanen. Diese Farbpigmente fangen freie Radikale und tragen damit dazu bei, dass die Körperzellen nicht angegriffen und zerstört werden. Das schützt vor Herzinfarkt und Krebs. Die Sorte Red Delicious wirkt sich vor allem auf die Darm- und Lebergesundheit aus: Er reduziert Darmkrebszellen um 43 Prozent und Leberkrebszellen um 57 Prozent. Das viele Vitamin C, das in jedem Apfel enthalten ist, stärkt das Immunsystem und verhindert schädliche Oxidationsprozesse im Körper.

Ob man seinen Apfel schält oder mit Schale verzehrt entscheidet die persönliche Vorliebe. Wenn es jedoch um den gesundheitlichen Aspekt geht, gewinnt ganz klar der Apfel mit Schale. Der Vitamin-C-Gehalt ist direkt unter der Schale 2,5- bis 6-mal so hoch wie im Innern der Frucht. Gut waschen oder kräftig abreiben sollte man die Äpfel aber auf jeden Fall vor dem Essen.

Apfelsaft-Trinker können sich damit trösten, dass zwar nicht mehr ganz so viele gesunde Stoffe wie im vollständigen Apfel enthalten sind, aber noch immer ausreichend Biostoffe . Darüber hinaus löscht Apfelsaftschorle hervorragend den Durst. Egal, ob naturtrüb oder klar, Hauptsache der Saft ist ungesüßt.

Tipp: Fit durch die kalte Jahreszeit mit einem selbstgemachten Immuncocktail. Einfach 50 Milliliter naturtrüben Apfeldirektsaft, 50 ml grüner Tee, 100 Milliliter Brottrunk oder Kefir, 1 Esslöffel Sanddornsaft, 1 Esslöffel kaltgeschleuderten Honig mischen und morgens mit einem organischen Zinkpräparat wie Zinkhistidin oder Zinkgluconat einnehmen.

Die Informationen stammen von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V., Kurbrunnenstr. 5, Bad Aachen 52066

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