Irrtum: Wer hungert, nimmt schneller ab

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von Jutta Pöschl

Zu wenig Bewegung, eine kalorienreiche Ernährung, zu viel Stress und Kummer - jedes Pfund hat seine Geschichte. Haben sich die überschüssigen Pfunde erst einmal angesammelt, wird man sie nur schwer wieder los. Zugegeben, der mit einer Diät verbundene Hunger ist ein recht unerträgliches Gefühl und erschwert das Durchhalten enorm. Da klingt es schon verlockend, wenn die Werbung wieder einmal verspricht: Ganz von selbst und in kürzester Zeit werden Sie diese Pfunde los. Doch die meisten dieser Aussagen halten nicht annähernd ihr Versprechen. Der berühmte Jojo-Effekt tut sein Übriges.

Deshalb heißt es Eigeninitiative beweisen und die eigene Schlank-Strategie entwickeln! Verabschieden Sie sich von mancher lieb gewonnenen Gewohnheit, lernen Sie dafür Neues kennen und schätzen. Noch wichtiger als das Ergebnis auf der Waage sei es, ein völlig neues Körpergefühl zu erleben, sich fitter zu fühlen und belastbarer zu sein so der Infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft (aid).

Das sollten Sie beachten

Wer wach und leistungsfähig in den Tag starten will, muss morgens mit dem Frühstück Energie und Nährstoffe zuführen. Sonst würde der Hunger bald so groß, dass man gar nicht in die Gänge kommt oder die Leistung schnell nachlässt, so aid. Wer sich morgens gut satt isst, der nimmt über den Tag verteilt durchschnittlich weniger Kalorien zu sich als jemand, der das Frühstück zu kurz kommen lässt. Wer das Frühstück ganz weglässt, ist weniger leistungsfähig und neigt im Tagesverlauf eher dazu, zwischendurch zu viel zu essen.

Abends hungern?

Eine ganz andere Erscheinung ist die mit "Dinner cancelling" umschriebene, angebliche, Wunderwaffe gegen das Übergewicht. Die Meinungen dazu gehen aber auseinander. Manche Forscher kommen zu dem Schluss, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und der prozentualen abendlichen Energieaufnahme gibt. Andere Studien weisen sogar darauf hin, dass die Einnahme eines umfangreichen Abendessens zum besseren Erhalt der Muskel- und Organmasse beiträgt. Letztendlich kommt es aber auf die Energiebilanz an: Wer tagsüber und abends zu viel isst, nimmt auch zu. Es ist also nicht unbedingt hilfreich, das Abendessen wegzulassen. Allerdings sollte es bei einer leichten und ausgewogenen Mahlzeit bleiben. Snacks oder andere Extras am späten Abend sind meistens zu viel.

Beim Fasten baut der Körper nicht nur das Fett aus den Fettzellen ab, sondern auch die Muskeln. Dadurch verbraucht der Körper weniger Energie.

Richtig durchgeführtes (Heil-)Fasten kann allerdings ein Einstieg ins Abnehmen sein. Manche machen dabei erstmals die Erfahrung, dass man sich auch ohne Nahrung wohlfühlen kann. Die Geschmackssinne werden geschärft und das Essen schmeckt nach dem so genannten Fastenbrechen viel intensiver. Diese Erfahrungen können eine anschließende Ernährungsumstellung erleichtern.

Den besten Effekt erreicht man, wenn man das Fasten in Form eines Urlaubs (Fastenwandern) oder eines Kurlaubs unter fachlicher Anleitung durchführt und sich nach den Fastentagen ein bis zwei Wochen Zeit nimmt, um neue Ernährungsgewohnheiten zu erlernen und zu festigen.

Quellen: www.aid.de, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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