So klappt´s mit der Diät - Essen Sie sich schlank

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von Jutta Pöschl

Zu fett, zu süß, zu salzig. So wird unsere Ernährung von Experten eingestuft. Die Auswirkungen falscher Ernährungsgewohnheiten läßt viele Menschen die aberwitzigsten Diäten ausprobieren. Meist mit sehr kurzfristigem Erfolg.

Nach mehreren Wochen Diät arbeiten Organismus und Stoffwechselumsatz auf Sparflamme. Die Kalorienzufuhr muss mehr und mehr reduziert werden um weiterhin ein langsam sinkendes Körpergewicht auf der Waage zu registrieren. Oder um das endlich erreichte Wunschgewicht zu halten. Meist ist die erwünschte Gewichtsreduzierung nach kurzer Zeit wieder dahin. Die ausgehungerten Fettzellen saugen sich regelrecht wieder voll und es fehlt zudem die Muskelmasse, die für eine ordentliche Fettverbrennung sorgt.

Der berühmte Jojo-Effekt schlägt zu. Von Diät zu Diät lässt die Motivation stärker nach. Häufig ist man schnell wieder beim Ausgangsgewicht oder gar darüber hinaus. Durch das immer unangenehmer werdende Hungergefühl erlahmen die Diätbemühungen irgendwann ganz. Ein häufig vorkommendes Szenario, das bei den meisten Diäten und Hungerkuren früher oder später eintritt.

Glaubt man den Statistiken, gab es bereits im Jahr 2000, weltweit 750 Millionen Übergewichtige. Tendenz steigend. Allein ein Drittel der Deutschen soll demnach zu viel Gewicht mit sich herumschleppen. Kann die Einnahme von CLA als Nahrungsergänzungsmittel den gefürchteten Jo-Jo-Effekt verhindern?

CLA (Conjugated Linolic Acid) gehört zu den essentiellen Fettsäuren und bedeutet zu deutsch konjugierte Linolsäure. Ein Stoff, den unser Körper nicht selbst herstellen kann und der deshalb über die Nahrung aufgenommen werden muss. Manche Ernährungsexperten sehen eine wertvolle Chance in CLA, um der weltweiten Übergewichtigkeit vorzubeugen. CLA soll den Körperfettanteil reduzieren und den Anteil fettfreier Masse erhöhen. CLA ist deshalb auch bei Bodybuildern und in Fitness-Studios schon länger bekannt.

Worin findet sich natürliches CLA?

Linolsäure gilt als eine der Grundsubstanzen der Membranstruktur von Mitochondrien, Strukturlipiden und Zellen. Im Falle eines Mangels an essentiellen Fettsäuren kann es zu Hautveränderungen und Wachstumsstörungen kommen. Als natürliche Quellen von CLA gelten Rind- und Lammfleisch, Käse, Joghurt, Milch und Butter. Obwohl CLA überwiegend in tierischen Lebensmitteln vorkommt, findet man es auch in Maisöl, Leinsamen und dem Öl der Färberdistel. Häufig wird CLA auch chemisch, beispielsweise aus Sonnenblumenöl, hergestellt.

Dass CLA als essentielle Fettsäure für den menschlichen Körper unentbehrlich ist, gilt als erwiesen. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass es im Rahmen von Tierversuchen eine antikatabole Wirkung aufweist. Das bedeutet, dass es durch eine gesteigerte Proteinbiosynthese den Muskelabbau verlangsamt.

Wissenschaftliche Studien, die die Wirkung von CLA beim Menschen untersuchten zeigten, dass eine tägliche Gabe von 3,4 Gramm nach einer kontinuierlichen dreimonatigen Anwendung zu einer Fettgewebsreduktion von durchschnittlich 20 Prozent bewirkt werden kann. Andere Ernährungswissenschaftler sprechen vom optimalen Effekt des CLA bei einer täglichen Gabe von 1,5 Gramm CLA bei Frauen und ca. 2,5 Gramm bei Männern. Deutliche Unterschiede in der Bewertung also. Durch die normale Ernährung würden lediglich 0,3 bis 0,6 Gramm täglich vom Körper aufgenommen, soviel steht fest. Diese Diskrepanz müsse ausgeglichen werden, so die Ernährungswissenschaftler. Bewegung kann jedoch auch die ausreichende Zufuhr von CLA nicht ersetzten. Ein Abendspaziergang sollte mindestens drin sein. Besser noch eine Jogging- oder Aerobicstunde.

Das von Wissenschaftlern und Ernährungsexperten hoch gelobte CLA, das uns von Natur aus zur Traumfigur verhelfen soll, wird allerdings unterschiedlich in seiner Wirkung eingeschätzt.

Die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit hat ein Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für diätetische Produkte, Ernährung und Allergien (NDA) über Trans-Fettsäuren (TFA ) in Lebensmitteln und die Wirkung des Verzehrs von TFA auf die menschliche Gesundheit veröffentlicht. Darin wird festgestellt, dass TFA im Vergleich zu anderen Fettsäuren den Gesamtcholesterin-HDL-C-Quotienten erhöhen. Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass erniedrigte HDL-C-Spiegel und ein erhöhter Gesamtcholesterin-HDL-C-Quotient mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten einhergehen.

Positiv fiel auf, dass Studien mit Substitution von CLA Hinweise auf mögliche günstige Auswirkungen auf die Gesundheit ergeben haben. wie z. B. eine Verringerung von Körperfett, verbesserte Immunantwort, verbessertes Profil der Blutlipide, und dies ohne Anzeichen von unerwünschten Wirkungen. Die Ergebnisse wären jedoch nicht einheitlich heißt es, und die Wirkungen können je nach CLA-Isomer unterschiedlich sein. In Bezug auf das trans-10,cis-12-Isomer gäbe es Anhaltspunkte für unerwünschte Wirkungen von CLA in Nahrungsergänzungen beim Menschen auf den Lipid- und den Glukosestoffwechsel sowie auf die Insulinempfindlichkeit. Diese Wirkungen würden jedoch nur bei Aufnahmemengen beobachtet, die eine oder zwei Größenordnungen höher waren als die normalerweise über die Nahrung aufgenommenen Mengen, so die Studie.

Wer sein Körperfett mit vermehrter CLA-Gabe ab- und seine Muskelmasse aufbauen will, sollte sicherheitshalber vorher mit seinem Arzt sprechen um etwaige Risiken auszuschließen und die richtige Tagesdosis festzulegen. Von einer dauerhaften Einnahme von CLA über Nahrungsergänzungsmittel ist angeblich abzuraten.

Quellen: http://www.efsa.europa.eu; http://www.dr-gumpert.de; www.vitaforum-europe.org

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