Von Almkaffee bis Wildkaffee: Zehn verrückte Kaffeesorten

Kaffeesorten gibt es wie Sand am Meer. Wir haben die zehn Verrücktesten zusammengestellt!
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Kaffeesorten gibt es wie Sand am Meer. Wir haben die zehn Verrücktesten zusammengestellt!

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27.03.2014 - 11:02 Uhr von Redaktionsservice

Wir trinken ihn täglich und meistens von derselben Marke – dabei ist kaum ein Genussmittel so vielfältig wie Kaffee. Wir präsentieren: Die zehn verrücktesten Arten, Kaffee zu machen und zu genießen.

Kaffeesorten: Einer Legende nach beobachteten vor vielen Jahrhunderten äthiopische Hirten, dass einige ihrer Ziegen, die rote Früchte von einem Strauch genascht hatten, bis in die Nacht hinein auf den Beinen waren – während die anderen Tiere längst ruhten. Auch beim Menschen hatten die Früchte, wie sich bald herausstellte, eine belebende Wirkung.

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Ob afrikanische Ziegen somit den weltweiten Siegeszug der Kaffeesorten und -bohnen als Genussmittel einläuteten, ist ungewiss. Fest steht aber, dass die ersten Kaffeesorten bereits im 9. Jahrhundert im arabischen Raum genossen wurden. Seitdem hat sich das Heißgetränk aus der roten Bohne über die ganze Welt verbreitet. Das erste Wiener Kaffeehaus eröffnete 1685, in Hamburg wurde sogar schon ab 1677 Kaffee ausgeschenkt. Und während die Kaffeesorten und -pflanzen ursprünglich nur in Afrika und Arabien verbreitet waren, wurden sie später in Plantagen rund um den Äquator angebaut, von Südamerika bis Indonesien. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, Kaffeesorten herzustellen, zu verarbeiten und zu trinken. Hier die zehn verrücktesten Kaffeesorten:

Almkaffee

Etwas für ausgemachte Kaffeetanten scheint eine Variante zu sein, die sich unsere österreichischen Nachbarn ausgedacht haben. Der sogenannte Gebirgs- oder Almkaffee wird mit Schlagsahne, Eidotter und Obstbrand zubereitet. Diese Kaffeesorten ist gewiss nicht für jeden Kaffeetrinker der Gipfel des Genusses.

Blue Mountain Kaffee

Ein Hochgenuss für Kaffeekenner in aller Welt hingegen ist der Blue Mountain Kaffee aus Jamaika. Diese Kaffeesorten stammt von einem einzigen Hang aus dem Hochland der Karibik-Insel. Blue Mountain heißt er, weil er bei richtigen Lichtverhältnissen einen bläulichen Schimmer aufweist. Das charakteristische Aroma hat seinen Preis: etwa 10 Dollar pro Tasse.

Ersatzkaffee

Gar nicht verführerisch sind die Kaffee-Varianten, die sich vor allem Europäer im Laufe des 19. Jahrhunderts einfallen ließen, um schnellen und billigen Ersatz für die teuren Kaffeesorten und -importe aus fernen Ländern zu finden. Der sogenannte Muckefuck wurde aus allerlei heimischen Früchten und Pflanzen gebraut, zum Beispiel aus Gerste, Bucheckern und Zichorien. Sogar Kartoffeln, Eicheln und Löwenzahn wurde geröstet, um ein kaffeeähnliches Getränk zu produzieren. Nicht mehr als ein Ersatz eben, in Krisenzeiten verbreitet und heute hin und wieder von Gesundheitsaposteln empfohlen – weil Ersatzkaffee kein Koffein enthält. Kritische Zungen sagen: Der Geschmack fehlt ebenfalls.

Frauen-Kaffee

In der Zentralafrikanischen Republik ist eher die Kaffee-Zubereitung und weniger der Genuss Frauensache. Dort sind traditionell ausschließlich Frauen dafür zuständig, dass aus Rohkaffeebohnen am heimischen Herd ein leckeres Getränk wird. Die Bohnen der unterschiedlichen Kaffeesorten werden gewaschen, in einer Metallpfanne geröstet, anschließend noch warm zermahlen und mehrfach in heißem Wasser aufgekocht. Dagegen kommt nicht mal die Oma mit der Kaffeemühle an.

Kamelmilchkaffee

In Indien wirkt das Kamel am Kaffeegeschmack mit: Das National Camel Research Centre im indischen Bikaner will einheimischen Kamelmilchprodukten zum Durchbruch verhelfen. Im Angebot: eine in Kamelmilch aufgebrühte Kaffeespezialität. Kamelmilch enthalte krankheitsabwehrende Bestandteile und sei gut für das menschliche Verdauungssystem, betonen die indischen Kamel-Forscher.

Katzenkaffee

Der teuerste Kaffee der Welt kostet etwa 20 Euro pro Tasse. Dabei ist der Kopi Luwak, der von den indonesischen Inseln Sumatra, Java und Sulawesi stammt, nichts anderes als… Katzenkot. Eine bestimmte Schleichkatzenart ernährt sich dort unter anderem von Kaffeefrüchten. Während die Tiere das Fruchtfleisch verdauen, wird die Bohne unverdaut wieder ausgeschieden. Die „nass fermentierten“ Bohnen werden gewaschen und geröstet und als Spezialität auf den Weltmarkt gebracht. Den Geschmack dieser besonderen Kaffeesorten beschreiben Kenner als nussig bis modrig…

Soja-Kaffee

Japaner wiederum schwören auf Sojamilch als Beigabe zum Kaffee. Das Getränk, ursprünglich von einer japanischen Kaffeehaus-Kette auf den Markt gebracht, ist nicht nur wegen seines Geschmacks beliebt. Besonders Japanerinnen schlürfen O hoto Kohi, so der Name des Soja-Kaffees, weil die Nährstoffe der Sojabohne jung halten sollen.

Terroir-Kaffee

Ähnlich wie beim Weinanbau spielt auch bei bestimmten Kaffeesorten das Terroir zunehmend eine Rolle. Sogenannte Microlots sind auf kleinen Flächen angebaute Spezialitätenkaffees – zum Beispiel in Brasilien –, die sich durch ihr spezifisches Terroir auszeichnen, also durch das besondere Zusammenspiel von Mikroklima, Boden, Sorte, Ernteverfahren und Verarbeitung des Rohkaffees.

Türken-Kaffee

Ursprünglich wirkt für europäische Gaumen der Türkische Kaffee oder Mokka. Dabei handelt es sich um die älteste bekannte Kaffeezubereitungsart. Staubfein gemahlener Kaffee wird mit Zucker und Wasser in einem Ibrik, einem kleinen Stieltopf, zusammen aufgekocht. In das Mokka-Tässchen kommen das Sudprodukt und der Kaffeesatz. Das Ergebnis dieser Kaffeesorten schmeckt unglaublich stark, süß und verführerisch.

Wildkaffee

Dort, wo der Kaffee ursprünglich herkommt, wächst er auch heute noch wild. Äthiopischer Bonga Wildkaffee gilt aber als rare Spezialität: Er gedeiht ausschließlich in den Regenwäldern Süd-Äthiopiens, auf vulkanischen Böden, bei ausreichend Schatten und Feuchtigkeit. Die Bauern gehen zum Sammeln der Kaffeekirschen in den unberührten Wald und ernten die Früchte in mühsamer Handarbeit. Für diese spezielle Kaffeesorten eine bestimmte Qualität mit unverwechselbarem und außergewöhnlichem Geschmack zu erzeugen, ist nicht ganz leicht – das Ausgangsprodukt ist schließlich wild, also reine Natur.

Redaktionelle Beratung: www.klix-kaffeeautomaten.de

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