Wein als Jungbrunnen

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von Jutta Pöschl

"Der Wein ist ein Ding, in wunderbarer Weise für den Menschen geeignet, vorausgesetzt dass er, bei guter und schlechter Gesundheit, sinnvoll und im rechten Masse verwandt wird, übereinstimmend mit der Verfassung der einzelnen Person." Hippokrates

Was Hippokrates bereits 400 vor Christus in die Heilkunst für spezifische Anwendungen einführte und was schon den alten Ägyptern, Griechen und Römern als allgemeines Heilmittel bekannt war, galt in heutiger Zeit bis vor kurzem als moralisch undenkbar und medizinisch gewagt:

Alkohol als effektives Mittel in der Präventivmedizin.

Dabei wurde sogar in Deutschland noch 1892 von der Ortskrankenkasse in Heidelberg, in Absprache mit den Kassenärzten, Wein als Therapeutikum gegen verschiedene Krankheiten verordnet.

Wissenschaftliche Experimente und Langzeitbeobachtungsstudien, bieten der Gesundheitsdiskussion um den Wein inzwischen eine ernstzunehmende Basis, denn kein anderer Bestandteil unserer täglichen Nahrung hat so eindeutige Einflüsse auf unsere Gesundheit. Bei unmäßigem Genuss sicher eine Reihe schlechter, im richtigen Maß getrunken aber auch sehr viele gute.

Amüsanterweise fanden 1992 ausgerechnet zwei französische Wissenschaftler, Renaud und de Lorgeril, bei einem Feldversuch heraus, dass Rotwein eine vorbeugende gesundheitliche Wirkung hat. Seitdem wurden bei Forschungen auf internationaler Ebene mehr als 500 solcher Komponenten im Rotwein gefunden, zu denen Eiweiße, Zucker, Säuren, Gerb- und Farbstoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Aroma- und Bukettstoffe zählen. Das American College of Cardiology hat bereits 1996 Alkoholverzicht offiziell in die Liste der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgenommen. Soll heißen, daß schätzungsweise bis zu 50 Prozent der Bevölkerung ihr genetisch bedingtes Risikoprofil für Herzinfarkt durch entsprechenden Alkoholkonsum gezielt verringern könnten.

Auch die Tatsache, dass in weintrinkenden Ländern die Menschen seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben gab Anlass zu einigen Langzeitstudien. Darin wurde übereinstimmend demonstriert, dass bei moderatem Alkoholkonsum eine deutlich niedrigeren Rate an tödlichen Herz- und Hirninfarkten zu verzeichnen ist. Das gilt für Männer wie für Frauen und ist im höheren Lebensalter besonders ausgeprägt. Vielleicht rührt daher das alte italienische Sprichwort, das besagt: Der Wein ist die Milch der Alten.

Ein weiterer Vorteil maßvollen Genusses ist die bessere Erhaltung der der Gefäß - Elastizität da die Durchblutung des Herzmuskels verbessert wird. Zudem wird der Cholesterinspiegel im Blut gesenkt, die Fließeigenschaft des Blutes verbessert und dadurch die Thrombosenneigung verringert. Ein guter Tropfen schmeckt nicht nur, er wirkt auch lebensverlängernd, da er natürliche Antioxidantien enthält. Die Zellalterung wird verlangsamt und die Krebssterblichkeit herabgesetzt. Für Frauen hält bedachtsamer Weingenuss ein besonderes Zuckerl bereit: er verlangsamt die Knochenentkalkung und beugt so der gefährlichen Osteoporose vor.

Durch mässiges Trinken von Rotwein wird der Körper entschlackt, denn die Nieren arbeiten aktiver. Der Harnfluss wird gesteigert und die Ausscheidung von Abfallstoffen erhöht. Zudem unterstützt Wein die Abwehr von Krankheiten, denn er setzt die Lebensfähigkeit von Krankheitserregern herab, kann Bakterien und Viren abtöten und steigert die körpereigenen Immunkräfte des Menschen. Letzteres veranlasste schon Cäsar dazu, seinen Legionen - die sicher nichts dagegen einzuwenden hatten - das Trinken von Wein während der Feldzüge zu befehlen.

Was früher gut war scheint es auch heute noch zu sein. Auch moderne Fitnesspäpste preisen die guten Eigenschaften des Rotweines und raten zum täglichen Gläschen. Das gründet vielleicht auch auf der Tatsache, dass sich hinter den einzelnen Inhaltsstoffen teilweise kleine Powerpakete verbergen. Schon ein bis zwei Gläser Wein können in beachtlichem Maße zur Deckung unseres täglichen Bedarfs an Mineralstoffen beitragen. Für den gesunden Erwachsenen lässt sich aus der Vielzahl der Studien eine Dosis ableiten, bei der gesundheitliche Vorteile, aber noch keine Nachteile zu erwarten sind: Für Frauen: 20-30 g Alkohol/Tag = 0,2-0,3 l Wein = 1-2 Gläser Wein Für Männer: 30-40 g Alkohol/Tag = 0,4 l Wein = 2- max. 3 Gläser Wein

Wein ist also nicht nur Sorgenkiller und Inspirationskick sondern auch gesundheitsfördernd. Allein die Dosis macht`s: Zum Wohl!

www.gesundheit.com www.superiore.de www.deutscheweinakademie.de

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