Donaumetropole Budapest

Königliche Burg
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Königliche Burg

Paris überfüllt, London zu teuer und Berlin zu hektisch? Sie haben trotzdem Lust auf einen Städtetrip? Dann ist Budapest vielleicht das Richtige für Sie!

Es gibt Menschen, die sich auf den ersten Blick in die Stadt Budapest verlieben, und solche, die sie erst nach genauerem Betrachten verehren. In einem Punkt stimmen alle überein: Budapest ist die am schönsten gelegene Stadt der Welt. Der breite Strom, die Donau, durchquert und teilt sie in Buda mit seinen Bergen und Tälern und in das flache Pest. An Frühlingstagen wirkt das Grün der Margaretheninsel wie ein reizvoller Farbtupfer in dem auch heute noch blauen Strom. Sogar Höhlen, Heilquellen und Naturschutzgebiete befinden sich in der pulsierenden Großstadt mit zwei Millionen Einwohnern.

Altertümer und Weltkulturerbe

Zu den Denkmälern der Stadt gehören das Amphitheater aus der Römerzeit, das türkische Bad und auch die spezielle ungarische Version der Sezession.

Einen Teil des Weltkulturerbes bilden auf der Budaer Seite die Gebäude der Technischen Universität und das an der Kettenbrücke gelegene Gebiet mit dem Gellért-Bad, der Freiheitsstatue auf dem Gellért-Berg und den Bauten der Budaer Burg.

Auf der Pester Seite stehen das Parlament und der am Pester Brückenkopf der Kettenbrücke gelegene Roosevelt Tér mit der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und dem Gresham-Palast unter besonderem Schutz. Auch die diesen Donauabschnitt zierenden vier Brücken sind Weltkulturschätze.

Budapest liegt an der Donau, in der Mitte von Ost- und Westungarn und auch von Ost- und Westeuropa. Der "Charakter" der Stadt ist eine Mischung aus Ost und West.

Nach den Kelten errichteten die Römer einen Truppenstützpunkt auf dem Gebiet von Budapest. Die einwandernden Ungarn erreichten das heutige Stadtgebiet um 896. Die Ruinen der einstigen römischen Ansiedlungen und die historischen Gebäude des über 1100-jährigen ungarischen Staates sind überall zu sehen.

Die Siedlung Buda ist bereits so alt wie die Landnahme (896). Budas Entwicklung begann jedoch erst im 13. Jahrhundert, als König Béla IV auf dem Berg zum Schutz gegen den Angriff der Mongolen eine Burg errichten ließ. 1347 zog der Hof nach Buda um, und danach begann der Ausbau der Burg zu einem Palast im damaligen gotischen Stil. Während der Herrschaft von König Matthias von 1458 bis 1490 entwickelte sie sich zu einem glänzenden Königssitz der Renaissance. Von der fast 150 Jahre währenden Türkenherrschaft wurde die Stadt 1686 befreit. Die drei Monate dauernde Belagerung verursachte beachtliche Schäden, sowohl in der Burg als auch in der Stadt. Unter Verwendung der mittelalterlichen Ruinen begann der Neuaufbau im Barockstil.

Mit der Vereinigung von Buda, Óbuda und Pest entstand 1873 Budapest. In Würdigung der Stadt wurde ein neuer repräsentativer Königspalast errichtet. Während des Zweiten Weltkrieges erlitten Gebäude und Burgviertel massive Schäden. Mit der Beseitigung der Trümmer begann die auch in der Gegenwart noch andauernde archäologische Erkundung und die Wiederherstellung der mittelalterlichen Überreste. Die meisten Gebäude der Burg stehen unter Denkmalschutz, die gotischen Sitznischen in den Toreinfahrten und die Steinhauerarbeiten der wieder hergestellten Fassaden erinnern an das Mittelalter.

Die Budapest-Card ist 72 Stunden gültig und bietet sich als eine perfekte Ergänzung zum Hauptstadt-Aufenthalt und offeriert verschiedene Ermäßigungen.

Unter anderen folgende:

  • Unbegrenzte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, darunter auch die antike Zahnradbahn ins Burgviertel aus dem Jahr 1870 sowie die Kindereisenbahn, die sich durch die Budaer Berge schlängelt.
  • Kostenloser Eintritt für 60 Museen und Besuch einiger Sehenswürdigkeiten Stadtbesichtigungen zum halben Preis wie etwa der Matthiaskirche auf dem Burgberg, Tiergarten und Vergnügungspark im Stadtwäldchen oder dem Palast der Wunder. Die Kuppel der Stefans-Basilika oder das Gebäude der Ungarischen Staatsoper können beispielsweise zum um 20 Prozent ermäßigten Tarif bestaunt werden.
  • Eintrittskarten zu ermäßigten Preisen für den Besuch von Kultur- und Folkloreprogrammen · Preisnachlässe beim Besuch von Restaurants und Heilbädern
  • Vergünstigungen für Fahrten mit den Flughafen-Minibussen, bei der Autoanmietung, sowie dem Besuch von Sporteinrichtungen und zahlreicher, anderer Örtlichkeiten.

Kurz, das Paket umschließt alles, was auf einer Budapest-Tour gebraucht wird, zum Preis ab etwa 17 Euro für 48 Stunden, oder ca. 21 Euro für 72 Stunden. Sie gilt für den Karteninhaber und ein Kind unter 14 Jahren. Die Budapest Card ist in Hotels, Reisebüros und Metro-Stationen sowie schon vor Reiseantritt bei über 40 Reiseveranstaltern in Deutschland erhältlich. Die Karte wird durch eine viersprachige 100-seitige Broschüre ergänzt, die Auskunft über Einsatzmöglichkeiten gibt und ihre Annahmestellen auflistet.

Weitere Infos zur Budapest Card lassen sich über budapestinfo.hu, der Website der ungarischen Hauptstadt, oder hungarytourism.hu, dem zentralen Internetportal des Ungarischen Tourismusamts, abrufen.

Bekannte Spezialitäten der ungarischen Küche sind die mit rotem Paprikapulver, Zwiebeln, Tomaten und grünem Paprika zubereiteten, schmackhaften und sättigenden Gerichten wie das berühmte ungarische Gulasch, Paprikahuhn mit Nockerln oder gefüllte Krautwickel.

Echte Suppen-Spezialitäten sind die Fischsuppe oder die "Újházy" Hühnersuppe. Zu den typischen Teiggerichten gehören Topfennudeln, verschiedene Strudelsorten (Kirsch, Topfen, Mohn), die Somlóer Nockerl als Dessert (mit Schokolade, Nüssen, Vanille) oder die "Vargabéles". In Ungarn besteht das Menü aus Suppe, Hauptgericht und Dessert.

Wer die ungarische Küche kennen lernen möchte, findet überall in Ungarn gastronomische Einrichtungen aller Kategorien - vom Luxusrestaurant bis zum Schnellimbiss, von der Csárda bis hin zur Kneipe. Die Speisekarten (meistens in Deutsch und Englisch) bieten Spezialitäten der ungarischen, aber auch der internationalen Küche.

Typische Getränke sind die ungarischen Weine, Schnapssorten (Kirsch, Pfirsich, Birne, Pflaume) und Zwack-Unicum. Zu den beliebtesten Biersorten zählen Dreher, Aranyászok, Kobányai, Soproni, Bak. Törley ist die berühmteste ungarische Sekt-Marke.

Ungarische Weine

Aus den historischen und jüngeren Weinbaugebieten Ungarns stammen zahlreiche bekannte, beliebte, harmonische Weine. Der Tokajer Aszú aus der weltberühmten Weingegend Tokaj-Hegyalja, "der Wein der Könige, der König der Weine", wächst auf vulkanischem Gestein. An den Berghängen um Eger gedeihen die Erlauer Mädchentraube (Weißwein) und die bekannten Rotweine Erlauer Stierblut und Blaufränkischer. Im süd-südöstlichen Bükk-Gebirge wurden bereits im Mittelalter aromareiche Weißweine gekeltert. Die Weingegend Mátraalja ist durch ihre Weißweine wie Lindenblatt, Welschriesling, Grauer Mönch und Chardonnay bekannt. Der berühmteste Rotwein der Soproner Weingegend ist der Blaufränkische. Die blumige Mórer Mädchentraube und der Traminer gedeihen in der Weingegend um Mór.

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