Mexiko - ein Land, tausend Welten

Bucht in Baja California
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Bucht in Baja California

Von Bülent Gündüz

Das Land der Mayas und Azteken hat sich in den letzten Jahren zum Renner unter den Fernzielen für deutsche Touristen entwickelt. Kein Wunder, denn das Land ist traumhaft schön.

Bis in die neunziger Jahre galt Mexiko als Geheimtipp unter deutschen Fernurlaubern. Das hat sich inzwischen gründlich geändert. Kein Wunder, Mexiko ist ein ideales Urlaubsland und bietet einen bunten Mix aus Strandurlaub, Abenteuerurlaub, Naturerlebnis und Kulturreise.

[LINK "http://www.visitmexico.com" ]Mexiko profitiert von seiner einmaligen Lage in Mittelamerika, zwischen den USA im Norden, Guatemala und Belize im Süden, dem Pazifik im Osten und der Karibik im Westen. Strandurlauber und Wasserratten erwarten rund 10.000 Kilometer Küste. Besonders schön sind die Strände im Bundesstaat Niederkalifornien (Baja California), einer Halbinsel im Nordwesten, sowie an der südlichen Pazifikküste rund um Acapulco. Im Osten ist es vor allem die Südküste der Halbinsel [LINK "http://www.rivieramaya.com" ]Yucatan mit ihren schönen Ständen und den tollen Hotels, die Touristen anzieht. Hier liegen viele Ruinen der Mayas. Die Region bietet also eine optimale Kombination aus Strandurlaub und Ausflugsgelegenheiten, um Land und Leute kennen zu lernen.

Der Norden des Landes und Zentralmexiko sind geprägt von den Gebirgszügen der Sierra Madre Oriental und Occidental und dem dazwischen liegenden, dünn besiedelten Hochland. Ein Besuch in der Region lohnt sich, findet man hier doch eine unberührte Natur und große Artenvielfalt, sowie beeindruckende Naturschauspiele. Aber auch der Mensch hat hier seit Tausenden von Jahren seine Spuren hinterlassen: präkolumbische Siedlungen, die spanischen Kolonialherren und Bergwerksstädte zeugen von der langen Geschichte der Region.

Ganz im Norden liegt das eindrucksvolle Gebiet der Barrancas del Cobre (Kupferschlucht), ein im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua gelegener Nationalpark. Dieser riesige Canyon-Komplex ist mit Tiefen zwischen 1520 bis 1879 Metern tiefer als der Grand Canyon von Colorado (USA). Die eindrucksvollen Landschaften des Canyons beheimaten eine unendlich verschiedenartige Flora und Fauna, die man am besten auf einer Fahrt mit der Eisenbahn auf der berühmten Strecke Chihuahua-Pacífico bewundern kann. Für viele Abenteuertouristen ist die Region zum eigentlichen Höhepunkt des Landes geworden. Bergsteigen, Reiten, Biken, Riverrafting - hier ist alles möglich.

Zum Shopping geht es in die moderne Metropole Monterrey, eine Industrie- und Handelsstadt mit beeindruckender Architektur. Die Stadt profitiert von ihrer Nähe zum Nachbarn USA, einem wichtigen Handelspartner. Interessant ist auch die Stadt Acuascalientes. Ein angenehmes Klima, die prächtig-barocke Altstadt und das tolle Kunsthandwerk, das die Stadt berühmt gemacht hat, sollte man sich nicht entgehen lassen.

[LINK "/freenet/reisen/reisemagazin/sonne_strand/mexiko/bildershow/001.html" ]>> Die schönsten Bilder des Ferienparadies

Wer es gemütlicher angehen lassen möchte, der sollte in den äußersten Westen des Landes fahren. Hier ragt die Halbinsel Baja California in den pazifischen Ozean. Der berühmteste Ferienort ist Cabo San Lucas an der Südspitze. Von San José del Cabo bis Cabo San Lucas erstreckt sich der luxuriöse "Corredor Turístico" von 33 Kilometern Länge. Traumstrände, großartige Hotels, eine köstliche Gourmet-Küche, einige der besten Golfplätze der Welt und Spas zum Entspannen. Aber auch hier findet man Natur und Abenteuer. Baja California wird von einer Wüste durchzogen. Außerdem kann man im Meer Wale und Haie beobachten oder den Seelöwen beim Sonnenbad zuschauen.

An der Pazifikküste liegen auch weitere sehr schöne Ferienorte. Der berühmteste ist wohl Acapulco. Bekannte wurde der Ort durch seine Klippenspringer, die jeden Tag wagemutig von den La Quebrada-Felsen springen und damit ein atemberaubendes Schauspiel bieten. Leider ist der Ferienort überlaufen und mit Bettenburgen zugepflastert, so dass man heute nicht mehr guten Gewissens empfehlen kann, dort länger zu bleiben. Lieber sollte man sich in den Ferienorten rund um Acapulco ein schönes Hotel suchen. Besonders zu empfehlen sind Ixtapa und Zihuatanejo, das mittlerweile zum Besten gehört, was Mexiko zu bieten hat. Nicht um sonst heißt die Region mittlerweile "mexikanische Riviera".

Im weiter nördlich gelegenen Bundestaat Jalisco, dessen Haupstadt Guadalajara zu den schönsten und größten des Landes gehört, gibt es weitere Badeorte. Besonders zu empfehlen ist die Küste rund um Puerto Vallarta. Sie bietet einsame Buchten und herrliche Sandstrände. Im Hinterland wuchert ein kleines Paradies: Dschungel, wilde Wasserfälle, Sümpfe und Lagunen. Hier befinden sich auch einige der besten Hotels des Landes, die regelmäßig Auszeichnungen der großen Reisemagazine einheimsen.

Auf dem Weg zur zweiten großen Ferienregion des Landes auf der Halbinsel Yucatan begegnet man den beiden großen Bergen des Landes. Der Popocatepetl (5462 Meter) ist der bekannteste, der Pico de Orizaba (5610 Meter) der höchste. Beide sind Vulkane und immer noch aktiv. Ein Besuch der Region lohnt sich, Wanderungen durch die karge Vulkanlandschaft mit atemberaubenden Blicken auf die Vulkane gehören zu den Höhepunkten jeder Mexiko-Reise und entführen in ein anderes Erdzeitalter.

Ein kleiner Geheimtipp befindet sich an der Ostküste des Landes. Veracruz, in der sich der wichtigste Hafen des Landes befindet, liegt an der Küste des Golfs von Mexiko. Tropisches Klima und warme Temperaturen machen die Region zum idealen Urlaubsort. Besonders schön ist die Region für Urlauber, die sich dem touristischen Trubel entziehen wollen, denn hier ist nicht ganz so viel los, wie in Acapulco oder auf Yucatan.

Veracruz ist bekannt für die außergewöhnliche Musik und die Fröhlichkeit ihres Karnevals - die wichtigste Festlichkeit des Bundesstaates. Traumstrände mit sanftem Wellengang sind ideal für alle Wassersportaktivitäten. In den Riffen des Parque Nacional Veracruzano kann man exzellent tauchen und die große Artenvielfalt der Unterwasserwelt genießen. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit kann man hier besichtigen, wie das erste von Christen in Lateinamerika erbaute Gebäude, das erste Haus des Konquistadors Hernán Cortés, antike Stätten wie Cempoala oder die malerische Ortschaft Tlacotalpan, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist.

Zum Lieblingsziel vieler Touristen hat sich aber die Südküste der Halbinsel Yucatan gemausert. "Riviera Maya" nennt sich der Küstenstreifen, der unweit des Kernlandes des alten Mayareiches liegt. Von hier aus kann man die schönsten Ruinenstädte der Mayas besichtigen. Man wohnt in luxuriösen Ferienresorts mitten im Urwald oder entspannt in schicken Hotels direkt am Meer. Golfplätze und exklusiven Spas sorgen für Entspannung.

An den weißen Sandstränden, wie dem "Playa del Secreto" und "Playa del Paraíso" kann man die Sonne genießen und alle möglichen Wassersportaktivitäten ausüben. Besonders eindrucksvoll ist es dabei, in mehr als 10 Metern Tiefe durch die eindrucksvollen Korallenformationen des Gran Arrecife Maya zu tauchen, das sich an der Küste entlang erstreckt. Außerdem kann man an der Riviera Maya antike Maya-Städte erkunden, wie Cobá und das direkt am Meer gelegene Tulum. Naturliebhaber wird es eher in eines der Naturreservate ziehen, wie dem von der UNESCO ausgezeichneten Reservat von Sian Ka'an. Hier kann man vor dem Hintergrund des Karibischen Meeres Spaziergänge und Ausflüge zu Pferd unternehmen, wandern oder Fische fangen und abends am Meer auf dem Lagerfeuer grillen.

Während des Urlaubs an der Riviera Maya sollten man unbedingt Xcaret und Xel-Há besuchen, zwei der wichtigsten Themenparks in Mexiko, in denen man großartige Exemplare der heimischen Flora und Fauna beobachten und die unvergessliche Erfahrung machen kann, in unterirdischen Flüssen zu schnorcheln.

Sobald der Abend hereinbricht, bietet die Riviera Maya Nachtleben pur, um zu tanzen, einen karibischen Cocktail zu schlürfen oder sich in den Restaurants verwöhnen zu lassen. Oder man schlendert zu einer der Plazas und beobachtet Einheimische und Touristen, während man genüsslich ein Eis schleckt.

Kulturell ist das Land eine wahre Schatztruhe. Zwei Perioden haben das Land besonders geprägt: die antiken Kulturen der Mayas, Tolteken und Olmeken sowie durch die Azteken und durch die spanischen Kolonialherren. Beide haben dem Land ihren Stempel aufgedrückt. Bis heute wurden über 10.000 archäologische Stätten entdeckt, viele davon noch heute unter üppiger Vegetation verborgen.

Die Azteken wanderten wohl im 14. Jahrhundert aus dem Norden ein und gründeten in Zentralmexiko ihre Hauptstadt Tenochtitlan, das heutige Mexico City, in einem See. Sie unterwarfen die Völker der Region und bildeten eine Hochkultur, die bis 1521 die Region bestimmte, bis die Spanier die Azteken in mehreren Schlachten vernichtend schlugen. Die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten taten ein Übriges. Bit heute überlebt hat die aztekische Sprache (Nahuatl). Sie wird immer noch von Teilen der Urbevölkerung gesprochen.

Wer auf den Spuren der Azteken wandeln möchte, muss in eines der Museen der Stadt. Von der Insel, auf der die aztekische Hauptstadt stand, ist nicht mehr viel übrig. Die Stadt hat sich immer weiter ausgedehnt und frisst sich durch die Landschaft. Ein paar Überreste kann man in und um Mexiko-City aber auch heute noch bewundern, wie die Überreste des mächtigen Templo Mayor, Tenayuca und Malinalco.

Schon wesentlich früher lebten die Mayas in der Region. Früheste Funde datieren auf etwa 2000 vor Christus. Ihre Blütezeit erreichten die Maya-Kultur zwischen 300 und 900 nach Christus. Die Mayas waren eine Hochkultur, sie hatten eine hoch entwickelte Schrift, astronomische und mathematische Kenntnisse und eine überragende Architektur. Bis heute sprechen einige Mexikaner einen Maya-Dialekt und halten an Gebrächen und Riten der Mayas fest.

Ihr Hauptsiedlungsgebiet waren die Halbinsel Yucatan, das heutige Belize und Guatemala. Hier findet man auch die meisten Ruinen und einige bedeutende Museen. Unbedingt sollte man sich Chichen Itza im Norden Yucatans anschauen, sowie Coba, Tulum, Uxmal und Palenque.

Mit dem Betreten Mittelamerikas durch die europäischen Eroberer, allen voran den Spaniern, gingen die mexikanischen Hochkulturen dem Ende entgegen. Große Teile der indigenen Bevölkerung wurden durch Kriege und eingeschleppte Krankheiten vernichtet, die Städte dem Erdboden gleichgemacht und die europäische Kultur und Religion zum festen Bezugspunkt.

Die Hinterlassenschaften der Conquistadores sind heute eine wichtige Attraktion. Die von den Spaniern gegründeten Städte haben wunderschöne Altstädte - so schön, dass einige zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Alte Patrizierhäuser, Paläste, Kirchen und Klöster und schöne Stadtgärten sind Zeugnisse der Kolonialgeschichte Mexikos. Puebla, Veracruz, Jalapa, Guanajuato Guadalajara, Querétaro und Morelia sind Städte, die man sich ansehen sollte. Alle haben eine ganz eigene Geschichte und ein besonderes Flair.

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