Slow Way Down - 25.000 Kilometer auf dem Moped

Slow Way Down - 25.000 Kilometer auf dem Moped
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Slow Way Down - 25.000 Kilometer auf dem Moped

Der Hamburger Florian Rolke befindet sich aktuell auf einer Reise mit einem 30 Jahre alten Simson Schwalbe Moped von Hamburg nach Südafrika. Für ca. 200 Tage geht es östlich ums Mittelmeer und über Ägypten durch Ostafrika nach Kapstadt. Ziel der Fernreise mit der Schwalbe ist es für das HIV/Aids-Projekt von Plan in Uganda zu sammeln.

Schauspieler Ewan McGregor hat es mit seinem "Long Way Round" vorgemacht: Mit dem Motorrad um die Welt und dabei Geld für einen guten Zweck sammeln. Der Hamburger Florian Rolke machte sich jetzt in seinem "Slow Way Down" ebenfalls auf die Reise, und doch ist alles ganz anders. Denn der 32jährige ist nicht mit einer High-Tech-Motorradausrüstung und umfassender Begleitung unterwegs, sondern fährt allein auf einem 30 Jahre alten Moped mit höchstens 60 km/h von Hamburg bis nach Kapstadt. Für die geplante Reiseroute von bis zu 25.000 km durch 20 Länder in Europa, Kleinasien und Afrika plant er so rund 200 Tage ein. "Die Simson Schwalbe ist klein, handlich und ein grundsolides Moped. Durch das langsame Reisetempo bleibt viel Raum für Begegnungen mit den Menschen und den unterschiedlichen Kulturen", erläutert Rolke die Wahl seines ungewöhnlichen Reisevehikels. Neben dem persönlichen Reiz dieses Abenteuers wird er für ein Kinder-Aidsprojekt von Plan-International in Uganda Spendengelder sammeln. "Diese Spendenaktion ist zusätzliche Motivation für mich, durchzuhalten. Durch meine Arbeit bei Plan International bin ich auf dieses Projekt aufmerksam geworden. Es liegt außerdem direkt auf meiner Wegstrecke und ich kann ich es direkt besuchen", so Rolke zu seiner Wahl.

Die "Slow Way Down" Tour begann im September 2008 in Hamburg. Die Ausrüstung ist mit Laptop, Videokamera, GPS und normaler Outdoor-Kleidung recht übersichtlich. Sie muss schließlich in die zwei Fahrradtaschen passen. Wichtigste Zusatzutensilien sind eine Bedienungsanleitung für die Schwalbe und Werkzeug. In einem "Crashkurs" hat sich Florian Rolke das wichtigste Know-how angeeignet, um Wartungen und kleinere Reparaturen selbst vornehmen zu können. So kann das Budget für Unterwegs mit 4.000 Euro recht übersichtlich gehalten werden und ist im Wesentlichen aus der eigenen Tasche organisiert und finanziert.

Die Reiseroute führt durch Tschechien, Ungarn, Serbien, Bulgarien über die Türkei nach Vorderasien. Nach dem Assuan Stausee in Ägypten sind der Sudan, Äthiopien, Kenia, Uganda, Ruanda und Tansania die ersten Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Danach bieten sich zwei verschiedene Routen nach Südafrika an. Ob es über Mosambik und Lesotho oder über Malawi, Sambia und Botswana nach Südafrika geht, wird Rolke erst vor Ort entscheiden. "Ich kann sowieso jetzt so viel planen wie ich will, aber das ist ja der Reiz dieses Abenteuers, dass vieles ganz anders kommen kann", blickt Florian Rolke voraus. Wichtig ist auf alle Fälle, die Wüsten bei "kühlen" 35-40 Grad zu durchqueren und vor den Regenzeiten wegzufahren.

Aktuelle Berichte zu dieser einmaligen Expedition stellt Florian Rolke in seinem Blog unter www.slowwaydown.com von unterwegs ins Internet. Auf dieser Website haben Sie auch die Möglichkeit das Spenden-Projekt des Abenteurers zu unterstützen. Wenn alles gut geht werden Mann und Moped im April in Kapstadt ankommen und per Flugzeug oder Schiff wieder zurück in die Heimat nach Hamburg reisen.

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