Wacken für Anfänger: Die 10 skurrilsten Fakten zum Wacken Open Air

Wacken für Anfänger – Die 10 skurrilsten Fakten zum Wacken Open Air
Sie fahren zum ersten Mal zum Wacken Open Air (31. Juli bis zum 2. August 2014)? Dann sollten Sie die folgenden Fakten zum Festival kennen. Wacken für Anfänger - hier erklären wir Wacken, den Nabel der Heavy-Metal-Welt.
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Wacken für Anfänger – Die 10 skurrilsten Fakten zum Wacken Open Air

Sie fahren zum ersten Mal zum Wacken Open Air (31. Juli bis zum 2. August 2014)? Dann sollten Sie die folgenden Fakten zum Festival kennen. Wacken für Anfänger - hier erklären wir Wacken, den Nabel der Heavy-Metal-Welt.

© DWP - Fotolia.com

Vom 31. Juli bis zum 2. August 2014 ist Wacken wieder der Nabel der Heavy Metal-Welt: Rund 75.000 Fans aus aller Herren Länder werden in die kleine Gemeinde in Schleswig-Holstein pilgern, um beim Wacken Open Air Bands wie Megadeath, Motörhead und Slayer zu bejubeln und das schon beinahe olympische Festival-Motto "Faster. Harder. Louder" auszuleben.

Es ist das größte Heavy Metal-Festival der Welt, dabei waren die Anfänge äußerst bescheiden: Das Wacken Open Air (kurz: W:O:A) wurde zum ersten Mal im Jahr 1990 durchgeführt. Damals verirrten sich knapp 800 Besucher auf das Gelände, die sechs deutschen Bands, die spielten, waren allesamt unbekannt. 1992 traten dann mit Saxon und Blind Guardian erstmals bekannte Gruppen aus dem Ausland auf.

Trotz solch namhafter Kapellen waren gerade die Jahre 1992 und 1993 ein finanzieller Reinfall. Die Organisatoren machten trotzdem weiter – und ihr langer Atem zahlte sich aus: Für das diesjährige 25. Jubiläum vom W:O:A gingen alle 75.000 Tickets in zwei Tagen weg, etwa 130 Bands aus allen Spielarten des Heavy Metal werden auftreten. Zur Freude der Besucher, aber auch zur Freude der etwa 1.800 Bewohner Wackens, die die lauten und trinkfesten, aber friedlichen Metaller längst in ihr Herz geschlossen haben. Zur Einstimmung präsentiert freenet 10 Fakten zu Wacken, die Sie noch nicht kannten!

Hier geht's zur großen Bildershow mit 10 skurrilen Fakten zum Wacken Open Air!

  1. Liebgewonnene Tradition: Das W:O:A wird seit 2000 jedes Jahr eröffnet von der Kapelle der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, die unter dem klangvollen Namen W:O:A Firefighters auftritt. Nichts geht über Liedgut wie "Rosamunde", um Metalfans anzuheizen!
  2. Der inoffizielle Wacken-Gruß ist die "Pommes-Gabel": eine zur Faust geballte Hand, aus der Zeigefinger und kleiner Finger abgespreizt werden. Wer die Geste erfunden hat, ist umstritten: KISS-Bassist Gene Simmons beansprucht sie für sich und verweist auf das Cover der LP "Love Gun" (1977), auf dem er mit Pommes-Gabel zu sehen ist. Der 2010 verstorbene Sänger Ronnie James Dio wiederum behauptete, er hätte das Symbol zu seiner Zeit bei Black Sabbath in Metal-Kreisen eingeführt. Das war allerdings erst ab 1979.
  3. Der Eintritt beim ersten Wacken-Festival betrug zwölf D-Mark. Heute berappen Fans für das dreitätige Event 160 Euro – so sie denn überhaupt ein Ticket ergattern können: Das W:O:A ist in diesem Jahr zum neunten Mal in Folge ausverkauft!
  4. 1997 wurde zum ersten Mal die 10.000-Besucher-Marke überschritten, 2007 kamen bereits über 70.000 Metaller. Das Festivalgelände wird den Veranstaltern übrigens von örtlichen Landwirten gegen eine Pacht zur Verfügung gestellt.
  5. Nach zahllosen obskuren Bands gab sich in den letzten Jahren zunehmend die Hautevolee des Metal in Wacken die Ehre: Altstars wie Mötley Crüe, Iron Maiden, Alice Cooper, Judas Priest, Ozzy Osbourne, Scorpions und Deep Purple traten allesamt auf dem W:O:A auf. Übrigens zum Unmut alter Wacken-Puristen, die eine zunehmende Kommerzialisierung der Veranstaltung anprangern.
  6. Der durchschnittliche Bierkonsum liegt bei 5,1 Liter pro Besucher (Quelle: Statista, Stand: 2011) und damit deutlich höher als bei anderen Festivals wie Rock am Ring/Rock im Park (3,1 Liter). Insgesamt werden während des Festivals über 100.000 Liter Bier ausgeschenkt. Noch einmal doppelt so viel wird von Besuchern mitgebracht.
  7. Noch ein paar Zahlen gefällig? Bitte sehr: Das Areal ist insgesamt 220 Hektar groß. Das sogenannte "Infield", wo sich die Bühnen befinden, beläuft sich auf 4,2 Hektar. 100 Sattelzüge karren auf einer eigens angelegten, fünf Kilometer langen Schwerlaststraße das Bühnenequipment der Bands heran. Pro Tag fallen 3.500 Kubikmeter Abwasser an, bis zu 800 Tonnen Müll müssen nach Festivalende von über 1.000 Helfern entsorgt werden.
  8. Für die Dauer des Festivals sind in Wacken rund 300 Polizeibeamte im Einsatz – das restliche Jahr über gerade mal drei! 20 Prozent der Beamten tragen zivil, da es immer wieder zu professionell organisierten Diebstählen kommt. 2013 wurden der Polizei 249 Eigentumsdelikte gemeldet – davon 54 Taschendiebstähle, 157 Diebstähle aus Zelten, 1 Raub und 34 sonstige Diebstähle. Zu Auseinandersetzungen zwischen den Fans kommt es dagegen in Wacken nur sehr selten: 2013 waren dies 12 Körperverletzungen und eine gefährliche Körperverletzung.
  9. Der Toilettengang auf einem Festival ist ja immer so eine Sache … In Wacken sollen 800 Mobiltoiletten, 310 Wasserspültoiletten, 250 Urinale und vier behindertengerechte Toilettencontainer für Erleichterung sorgen. 150 Dixie-Klos – genannt Metal Mobil WCs (MMWC) – werden sogar für die gesamte Festivaldauer an jeweils einen glücklichen Besucher vermietet. Dazu kommen etwa 450 Duscheinheiten, 420 Waschplätze und 40 Trinkwasserstationen.
  10. Heavy Metal muss laut gespielt und gehört werden – das ist ein Naturgesetz. So manche Combo erreichte in Wacken auch schon mal locker eine Lautstärke von 120 Dezibel, das entspricht in etwa einem Kampfjet in 100 Metern Entfernung. Drei Anwohner hatten 2013 genug auf die Ohren bekommen und Klage beim Verwaltungsgericht Schleswig eingereicht. Rechtzeitig zur 2014er-Jubiläumssause einigten sich die Parteien außergerichtlich: Wenn der Geräuschpegel im Mittel 70 Dezibel überschreitet, zahlt der Veranstalter 1000 Euro an die Gemeinde. In diesem Sinne: Rock on!

    10 a. Bonus-Fakt: Weit über 1500 Bands sind bislang in der  Historie von Wacken aufgetreten. Zum 25jährigen Jubiläum haben sich auch die Lokalmatadoren 5th Avenue aus Hamburg und Ax ‘n Sex aus Kiel angekündigt, die schon beim allerersten W:O:A spielten.
Quelle: freenet.de
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