Zu Ostern auf die Osterinseln: Reisetipp Südamerika

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Zu Ostern auf die Osterinseln: Reisetipp Südamerika

11.02.2004 - 23:00 Uhr

Urlausidylle statt Massentourismus: Auf den südamerikanischen Inseln können Besucher noch unberührte Natur erleben und eine einzigartige Tierwelt beobachten. Auch sonnen an weißen Traumstränden, tauchen in der Karibik und Kultur auf den Osterinseln stehen dann auf dem Programm und sorgen für unvergessliche Ferien.

Die Trauminseln Südamerikas

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[LINK "/freenet/reisen/reisemagazin/natur_kultur/suedamerika_inseln/06.html" ]Gefängnisinsel

Die Isla Margarita ist das beliebteste Ferienziel Venezuelas; denn auf der "Insel der Perlen" können Träume wahr werden.

Die Insel Margarita vor der Küste Venezuelas ist mit einer Gesamtlänge von 67 Kilometern und einer Breite von bis zu 32 Kilometern die größte der venezolanischen Inseln. Zusammen mit den nahe gelegenen Inseln Coche und Cubagua bilden sie die venezolanische Provinz "Nueva Esparta" mit der Hauptstadt La Asunción. Der südöstliche Teil der Insel ist touristisch voll erschlossen, das Straßennetz ist gut ausgebaut.

Clubs, Traumstrände und Fischerdörfer

Hier befinden sich zahlreiche Hotels und Clubanlagen sowie unzählige Strände wie zum Beispiel Bella Vista, Playa Morena, Playa Guacu und die Playa El Agua. Auf der westlich gelegenen Halbinsel Macanao ist die Infrastruktur weit weniger ausgeprägt. Hier kann man dafür Tiere in freier Wildbahn entdecken. Es gibt lediglich einige kleinere Fischerdörfer mit einfachen Übernachtungsmöglichkeiten. Ein Allradfahrzeug, vor Ort gemietet oder mit der Fähre mitgebracht, erschließt einem Traumstrände und ungeahnte Einblicke. Auf Macanao herrscht auch ein etwas anderes Klima als auf dem östlichen Teil von Margarita: Während es im östlichen Teil häufig regnet, bekommt der westliche Teil weniger Regen ab, daher hat sich die Vegetation auch angepasst und ist mehr auf trockene Steppen ausgerichtet.

Beide Inselteile sind durch einen circa 25 Kilometer langen Sandstreifen verbunden, an dem sich der Nationalpark Laguna de Restringa entlang zieht. Diese 100 Quadtratkilometer große Lagune ist durch den Sandstreifen vom Meer getrennt. In ihr gibt es weite Flächen von Mangroven, die durch Kanäle zu besichtigen sind. In den Mangroven nisten tausende von Wasservögeln. An der Bootsanlegestelle "Caño el Indio" besteht die Möglichkeit, Fischerboote für Ausflüge durch die Lagune anzumieten.

Tauchexkursionen

Auf der noch zur Provinz Neuva Esparta gehörenden Isla Coche leben circa 7.000 Menschen überwiegend vom Fischfang und von der Salzgewinnung in den größten Salzminen Venezuelas. Es besteht eine Fährverbindung von Punta de Piedras nach Coche, dort gibt es sogar einige Hotels, sodass man dort auch übernachten kann. Die Isla Cubagua hingegen ist unbewohnt. Allerdings werden von Margarita aus Besichtigungstouren zu Ruinen auf Cubagua sowie Tauchexkursionen angeboten.

Anreise

Neben zahlreichen täglichen Flügen von den großen und kleinen Flughäfen des Landes nach Margarita gibt es Fährverbindungen von Puerto La Cruz sowie von Cumana. Die Überfahrt dauert etwa vier bis fünf Stunden. Fährgesellschaft ist die Firma Conferry. Die LTU fliegt von Düsseldorf aus nach Porlamar. An Feiertagen, langen Wochenenden und in der Ferienzeit ist es ratsam, einen Platz auf der Fähre zu reservieren und auch rückzubestätigen. Fährverbindungen gibt es auch zu den Inseln der Niederländischen Antillen.

Unterkunft

Besonders im östlichen Teil der Insel gibt es zahlreiche Unterkünfte aller Preisklassen, ebenso wie Bars und Restaurants. Im westlichen Teil sind die Unterkünfte nicht so zahlreich gestreut und auch nicht sehr luxuriös.

Die Galapagos Inseln gehören zu dem südamerikanischen Land Ecuador. Sie liegen 960 Kilometer westlich vom Festland entfernt und umfassen ein Gebiet von 80.000 Quadratkilometer. Sie bestehen aus 13 großen Inseln sowie sechs kleinen und 42 winzigen Eilanden.

Vom Vulkanausbruch zum Nationalpark

Das gesamte Archipel besteht aus Vulkangestein, dass sich im Laufe der Jahrmillionen durch unterseeische Vulkanausbrüche aufgebaut hat. Es ist etwa vier bis fünf Millionen Jahre alt; 1961 wurde es von der ecuadorianischen Regierung zum Nationalpark erklärt.

Die Galapagos Inseln waren niemals mit dem südamerikanischen Festland verbunden – man vermutet, dass die verschiedenen Lebewesen dort zum Teil über den vorbeifließenden Humboldtstrom – mit Pflanzenflössen angetrieben – sowie per Luftweg angeflogen kamen. Mit der Zeit haben sich ganz eigenständige Unterarten entwickelt, die zum Großteil nur hier vorkommen.

Flora und Fauna: 875 unterschiedliche Pflanzenarten

Auf den einzelnen Inseln sind unterschiedliche Klimastufen vorzufinden:

  • Die Uferzone oder Littoral genannt umfasst Pflanzen und Lebewesen, die sich an das Salzwasser angepasst haben, zum Beispiel Mangroven.
  • Die Trockenzone enthält vorwiegend Kakteen und kleine Dornenbüsche.
  • Die Zwischenzone beherbergt kleine Büsche, kleine Bäume und Kräuter.
  • Die Feuchte Zone, verursacht durch die Garua, den Nebel und durch den kühlen Humboldtstrom, oberhalb von 200 Metern angesiedelt, beherbergt Bromelien, Farne, Orchideen, Pilze und Bäume.
  • In der Miconia Zone, oberhalb von 500 Metern gelegen, wird vorwiegend von der einheimischen Bevölkerung Landwirtschaft betrieben, zum Beispiel Kaffeeanbau, Obst und Gemüse, sowie Rinderhaltung.
  • In der sechsten Zone wachsen wiederum nur Flechten, Riesenfarne, die bis zu drei Metern Höhe erreichen sowie Gräser.

Bisher wurden auf den verschiedenen Inseln 875 unterschiedliche Pflanzenarten registriert, davon waren 228 endemische Arten. Am bekanntesten dürfte jedoch die einzigartige Tierwelt sein, die die Inseln beherbergen. So gibt es in den Gewässern 307 registrierte Fischarten, 14 Unterarten von Riesenschildkröten, die berühmten Echsen sowie eine Vielzahl von Seevögeln als auch von Landvögeln.

Kormorane, Meeresechsen und Flamingos

Die einzelnen Tierarten konzentrieren sich zum Großteil jeweils auf einer Insel. So trifft man zum Beispiel Kormorane, Pinguine und Seevögel vor allem auf der größten Insel, Isabela, an. Wer an Meerechsen interessiert ist, sollte sich zur westlichsten der Inseln, Fernandiña, begeben. Flamingos trifft man vor allem auf Floreña und Seevögel, insbesondere Albatrosse, kann man auf der südlichsten der Inseln, Española (oder auch Hood Insel), sowie auf der nördlichsten Insel, Genovesa (oder Tower Insel), antreffen.

Insel der Schildkröten: Namensgebung über die Jahrhunderte

Für die einzelnen Inseln gibt es verschiedene Namen. Das liegt daran, dass zuerst die Spanier den Inseln Namen gaben, danach die Engländer andere Namen aussuchten und schließlich von Ecuador offiziell wieder andere Namen eingeführt wurden. Der Name Galapagos wurde erst 1973 von der ecuadorianischen Regierung vergeben. Er bedeutet auf spanisch Schildkröte.

Charles Darwin

Im Jahre 1835 erreichte der damals 26-jährige Charles Darwin die Inseln, die ihn cirka 20 Jahre später zu den Theorien der Evolution brachten. Heute gibt es auf der zweitgrößten Insel des Archipels, Santa Cruz, eine nach ihm benannte Forschungsstation, die sich vorwiegend um die Erhaltung und Nachzucht der Riesenschildkrötenarten kümmert. So gelang es mit nur zehn männlichen und zwei weiblichen Exemplaren in jahrelanger Aufzucht über 100 Nachkommen in die Welt zu setzen und somit den Fortbestand zu wahren.

Anreise und Abreise

Die Anreise erfolgt heutzutage hauptsächlich mit dem Flugzeug von Quito oder Guayaquil. Die Fluggesellschaften Tame und Saeta fliegen mehrmals wöchentlich auf die Inseln. Eine Alternative ist die Anreise per Schiff von Guayaquil. Der Eintritt in den Nationalpark kostet 80 US-Dollar pro Person und muss auf den Inseln bezahlt werden. Es können auch mehr oder weniger luxuriöse Boote gemietet werden, entweder in Guayaquil oder auf den Inseln. Die Preise beginnen so ab 80 US-Dollar pro Tag und pro Person – Essen inklusive.

Hinweise

Beim Besuch der Galapagos Inseln gilt es, strikte Regeln einzuhalten. Jeder Besucher beziehungsweise jede Besuchergruppe bekommt einen Guide zugeteilt, der auf die Einhaltung dieser Regeln achtet. So darf man zum Beispiel keinesfalls von den gut markierten Wegen abweichen und Tiere nicht stören. Natürlich dürfen weder Pflanzen noch Tiere zu Schaden kommen. An ausgesuchten Stellen kann man schwimmen, schnorcheln und sogar tauchen, um die Unterwasserwelt noch näher kennen zu lernen. Müll sollte sorgfältig an den markierten Stellen abgegeben werden, besser noch wieder mitgenommen werden.

Unvergleichliche Artenvielfalt unter und über Wasser gibt es im venezolanischen Nationalpark Los Roques. Außerdem traumhafte Sandstrände und ein Meer, dem man nicht widerstehen kann.

Der Nationalpark Los Roques liegt circa 170 Kilometer nördlich des venezolanischen Festlands in der Karibik und umfasst etwa 50 größere Inseln und 200 kleinere Keys. Es wurden sehr viele Meeresbewohner registriert, die inzwischen stark von der Ausrottung bedroht sind, so zum Beispiel einige Flamingoarten sowie diverse Arten Meeresschildkröten. Durch stetige Winde aus Nordwest ist der jährliche Niederschlag sehr gering und der Pflanzenbewuchs der Inseln dementsprechend karg.

Besiedlung: Auf der Suche nach Fischen

Eine Besiedlung der Inseln kam erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch Fischer der Isla Margarita in Gang, die alternative Fanggründe suchten. Verblieben sind circa 800 ständige Bewohner der Inseln, die vorwiegend vom Fischfang sowie immer mehr vom Tourismus leben.

In der Hauptsaison für Fischer November bis April sind noch einmal einige hundert Fischer aus Margarita ansässig, die oft jedoch über das ganze Archipel verstreut wohnen.

Anreise und Aufenthalt: Traumhafte Strände

Die Anreise erfolgt auf zwei Wegen. Zum einen mit dem Flugzeug vom venezolanischen Festland aus (Nationales Terminal), zum anderen mit einem der zahlreich angebotenen Booten (Segel- bzw. Motoryachten) vom Festland aus. In der Regel kann man auf diesen Yachten dann auch übernachten und vor den Inseln ankern.

Bei Ankunft auf dem kleinen Flughafen der Hauptinsel Gran Roque muss man sich bei der Nationalparkbehörde INPARQUES melden und dort auch die Eintrittsgebühr für den Nationalpark entrichten. Die allermeisten Hotels oder Posadas liegen auf Gran Roque. Diese sind im allgemeinen keine fünf Sterne Hotels, jedoch sauber und gemütlich. Riesigen Komfort sollte der Besucher nicht erwarten. Das Essen besteht hauptsächlich aus Fisch und Meeresfrüchten. Von den Hotels aus wird man täglich mit Lunchpaketen ausgestattet und dann geht es in einem kleinen Boot, lancha genannt, zu den traumhaften Stränden zum Sonnen und Schwimmen sowie zum Schnorcheln oder Tauchen.

Besonders beliebte Inseln dafür sind Francisqui insbesondere für Taucher und Schnorchler geeignet sowie Crasqui. Hier kann man auch Wassersportartikel anmieten.

Der Himmel auf Erden – mitten im Pazifik. Die chilenischen Osterinseln sind seit fünfzig Jahren ein offener Geheimtipp für Touristen. Ihre Küsten werden von riesigen Steinstatuen bewacht.

Im Pazifik, 3700 Kilometer vom nächsten Festland entfernt, liegen die Osterinseln – die abgelegenste Inselgruppe der Erde. 117 Quadratkilometer auf vier Inseln verteilt. Die Größte ist Rano Kau, die kleineren Inseln heißen Moto Nui, Motu Iti und Motu Kao Kao. Seine Bewohner, ihre Sprache und die Inseln kennt man alle unter einem Namen: Rapa Nui.

Die Legende der Langohren und Kurzohren

In der Legende heißt es, dass es früher auf den Inseln zwei verschiedene Volksstämme gab, die "Langohren" und die "Kurzohren". Beide führten erbitterte Kriege um die Vormachtstellung auf den Inseln. Letztendlich gewannen die Kurzohren. In diesen Kriegen wurden viele von den für die Inseln charakteristischen Moais, Figuren aus Stein, zerstört. 600 Steinstatuen soll es ursprünglich gegeben haben.

Im Jahr 1888 wurden die Osterinseln von einem chilenischen General von Thaiti abgekauft, seitdem gehören sie zu Chile. Obwohl sie 1935 zum Nationalpark erklärt wurden, wusste man in der westlichen Welt nicht viel über sie – bis 1955. Damals machte Thor Heyerdahl bei seiner Weltumrundung auf seinem Schilfboot "Kontiki" dort halt. Erstmals wurden dann auch Versuche unternommen, die übrig gebliebenen Moais zu restaurieren.

Heerscharen aus Stein

Bei den Moais handelt es sich um riesige Tuffstein-Steinköpfe, die in der Regel fünf bis sieben Meter hoch sind. Einige Exemplare ragen bis zu 21 Meter in die Höhe. Die Moais wurden von den aus Polynesien stammenden Ureinwohnern als Gräber verwendet – die Asche der Toten wurde dort vergraben. Charakteristisch sind die längliche Kopfform, die stark ausgebildeten Augenbrauen, lange Ohrläppchen sowie ein relativ kleiner Mund mit schmalen Lippen. Auf dem Kopf tragen sie einen steinernen Hut. Zum Schutz der Dörfer und ihrer Menschen wurden den Moais helle Muscheln als Augen in die Augenhöhlen gelegt. Um die Moais wurden große "Steinplätze" (Ahus) mit Hütten errichtet, um dort die langwierigen Beerdigungszeremonien abzuhalten.

Ahus und Moais findet man heute noch über die ganze Insel verstreut, vorwiegend jedoch in Küstennähe. Das Tuffstein stammt aus dem Vulkan Rano Raraku, große Blöcke wurden damals mit Hilfe von Holzschlitten oft viele Kilometer weit über die Insel transportiert.

Anreise

Die Anreise erfolgt in der Regel über Chile. LAN Chile, die nationale Fluggesellschaft, bietet viermal pro Woche Flüge von Santiago de Chile nach Hauga Roa an, der größten Stadt auf den Osterinseln. Ein Flug dauert etwa dreieinhalb Stunden. Hauga Roa ist oft nur Zwischenstopp, danach geht?s weiter nach Papeete in Tahiti. Flüge sollten unbedingt rückbestätigt werden, da sie sehr häufig überbucht sind.

Mal was ganz anderes: Wie wäre es mit Whalewatching auf der ehemaligen Gefängnisinsel Gorgona in Südkolumbien?

Ein Paradies für Ökotourismusfreunde befindet sich im Süden Kolumbiens im Pazifischen Ozean, 30 Kilometer vom Festland entfernt. Es handelt sich um die ehemalige Gefängnisinsel Gorgona, auf der in den Jahren 1960 bis 1984 mehrere tausend Schwerverbrecher inhaftiert waren.

Bewacht wurden sie vor allem durch die zahlreichen Schlangen, die sich auf der 61.000 Hektar großen Insel tummeln sowie durch die vielen Haiarten in den umliegenden Gewässern.

Tropischer Urwald und feinsandige Strände

Durch ihre Abgeschiedenheit und dadurch, dass sie über viele Jahre für Touristen gesperrt war, konnte sich auf Gorgona eine reichhaltige Flora und Fauna entwickeln. Ungefähr 85 Prozent der Insel sind mit tropischem Urwald dicht bewachsen. Dieser reicht von der höchsten Stelle der Insel, dem Cerro de la Trinidad bis an die feinsandigen Strände im Küstenbereich.

Hotel im Knast und Artenvielfalt

Die ehemalige Strafanstalt wurde inzwischen teilweise zu einem einfachen Hotel umgebaut und es wurde auch ein kleines Museum angegliedert. Außerdem gibt es kleine Hütten für Touristen zu mieten. Auf der Insel gibt es tausende zum Teil sehr giftige Schlangen, die von den ausgeschilderten Lehrpfaden aus auch gut zu beobachten sind. Aber auch Dreizehenfaultier, blaue Eidechsen, Fledermäuse, verschiedene Adlerarten und weitere Säugetierarten sind hier beheimatet. Aufgrund der Artenvielfalt wurde die Insel und ein Teil des sie umgebenden Meeres in einen Nationalpark umgewandelt.

Besonders interessant ist die Meeresfauna. Es gibt unzählige Großfische, so wurden unter anderem zwölf Großhaiarten gezählt, außerdem Mantarochen, große Meeresschildkröten und Barracudas.

Höhepunkt: Die Geburt der Wale

Der Hauptgrund, weshalb die ungefähr 7.000 Ökotouristen jedes Jahr die etwas beschwerliche Anreise in Kauf nehmen, sind jedoch die Pottwale, die in den Monaten zwischen Juni und September von kühleren Meeresgefilden hierher in wärmere Gewässer ziehen, um sich zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Schon von Weitem sind die hohen Wasserfontänen zu sehen, die diese beim Auftauchen ausstoßen. Oftmals kann man sie auch beobachten, wie sie "Luftsprünge" vollführen.

Sehr beliebt ist die Insel auch unter Tauchern, bei denen sich schnell rumgesprochen hat, wie artenreich die Unterwasserwelt, insbesondere bei Großfischen, hier ist. Am nördlichen Teil der Insel gibt es sehr schöne und artenreiche Korallenriffe, die noch ziemlich unberührt sind. Dies ist inzwischen leider eine Seltenheit.

Anreise: 10 Stunden übers Meer

Die Anreise für den Interessierten ist leider nicht ganz einfach. Meistens fliegt man von Bogota aus in die kolumbianische Hafenstadt Buenaventura, von dort aus geht es dann mit dem Boot ungefähr zehn Stunden über das Meer hinaus bis zur Insel.

Eine weitere Anfahrtsmöglichkeit bietet sich über den Fischerort Guapi. Von hier aus sind es ungefähr zwei Stunden Bootsfahrt.

Für das Betreten des Nationalparks ist eine Genehmigung des Umweltministeriums in Bogota notwendig. Ebenso für das Tauchen in den Gewässern.

Tipps

Zur Sicherheit sollte man die Reise mit einem Reiseunternehmen in Bogota buchen, dann bezahlt man zwar etwas mehr, hat aber alle erforderlichen Genehmigungen.

Gorgona ist eines der regenreichsten Gebiete Kolumbiens. Es fallen jährliche Niederschläge von 6.000 bis 8.000 Milliliter. Es ist ratsam, hohe Gummistiefel mitzunehmen, wegen der Schlangen und dem Regen.

Inmitten des stürmischen südlichen Atlantischen Ozeans liegen die Falklandinseln. Bei einem Besuch sollte man regen- und winddichte Kleidung nicht vergessen.

Aufgrund ihrer Lage ergibt sich schon auf den ersten Blick das Streitpotential zwischen Argentinien, das territoriale Ansprüche erhebt, und Großbritannien, zu dem die Inselgruppe politisch gehört. Nach einer argentinischen Invasion am 2. April 1982 gab es einen Krieg um die Inselgruppe, der am 14. Juni 1982 endete. Entdeckt wurden die Islas Malvinas, so der spanische Name, im Jahre 1592 von englischen Seefahrern, die erstmalige Besiedlung fand im Jahre 1764 durch französische Einwanderer statt. Die Hauptstadt Stanley wurde im Jahr 1844 gegründet und zählt heute ungefähr 1.800 Einwohner.

Raue Stürme

Das Klima auf den beiden Hauptinseln, Westfalkland und Ostfalkland, sowie den ungefähr 200 kleinen und kleinsten Nebeninseln ist sehr rau. Stürme toben über die baumlosen Hügel hinweg und so wachsen dort nur Gräser und niedrige Büsche. Zu den teilweise heftigen Stürmen kommt noch heftiger Regen hinzu, ganzjährig kann es sogar schneien.

Die höchste Erhebung auf dem 12.173 Quadratkilometer großen Archipel ist der Mount Usborne, mit einer Höhe von 705 Metern.

Zu Gast: Seelöwen und Wale

An Tierwelt gibt es hauptsächlich Wasservögel zu sehen. Hier stechen insbesondere Kormorane, Seeadler und Pinguine hervor, die die kühlen Meeresströmungen um die Inselgruppe bevorzugen. Ebenso zählen Seelöwen und Wale zu den häufig gesehenen Gästen.

Die circa 3.000 Einwohner der Inseln leben hauptsächlich von der Schafzucht. Diese Tiere sind gegen die widrigen Wetterbedingungen sehr resistent und somit eine ideale Einnahmequelle. In den letzten Jahren zählt vor allem der Ökotourismus zu den Haupteinnehmquellen. So kamen im Jahre 2001 circa 30.000 Touristen, vor allem um die Seevögel und die Wale zu beobachten. Auch dient Port Stanley als Anlaufhafen für Kreuzfahrtschiffe und auch für Expeditionsschiffe in die Antarktis.

Tipps

Die Falklandinseln liegen auf der Südhalbkugel. Deshalb sind Sommer und Winter genau gegensätzlich zu den Jahreszeiten in Europa.

Die Durchschnittstemperatur im Januar schwankt zwischen 10 und 20 Grad Celsius, im Juli zwischen zwei und einem halben Grad Celsius.

Auf den Hauptinseln wurden auch Spuren früherer Besiedlung gefunden, insbesondere wurden einige kleinere Felsmalereien auf einzelnen Steinen gefunden, deren Bedeutung jedoch noch im Ungewissen liegt.

Außer der Hauptstadt Stanley gibt es noch einige kleinere Orte und Siedlungen.

Als Sportarten werden Jagen, Fischen und Reiten angeboten.

Die Amtssprache auf den Inseln ist englisch.

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