Anteil der Briefwähler bei Bundestagswahl auf Rekordwert gestiegen

Der Bundeswahlleiter hat am Donnerstag in Berlin das amtliche
Endergebnis der Bundestagswahl bekanntgegeben. Zuvor wurde in der
abschließenden Sitzung des Bundeswahlausschusses das in der
Wahlnacht veröffentlichte vorläufige Endergebnis bestätigt.
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Der Bundeswahlleiter hat am Donnerstag in Berlin das amtliche Endergebnis der Bundestagswahl bekanntgegeben. Zuvor wurde in der abschließenden Sitzung des Bundeswahlausschusses das in der Wahlnacht veröffentlichte vorläufige Endergebnis bestätigt.

© Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv
12.10.2017 - 13:09 Uhr

Der Anteil der Briefwähler ist bei der Bundestagswahl am 24. September auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Er betrug 28,6 Prozent, wie Bundeswahlleiter Dieter Sarreither am Donnerstag in Wiesbaden bekanntgab. Das am selben Tag veröffentlichte amtliche Endergebnis der Wahl zeigte keine relevanten Abweichungen von den vorläufigen Zahlen aus der Wahlnacht.

Der Anteil der Briefwähler stieg im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 um 4,3 Prozentpunkte. Enthalten sind auch Stimmen, die in den Wahlämtern der Kommunen abgegeben wurden. Seit 1990 geben immer mehr Wähler ihre Stimme per Brief ab. Damals hatte der Anteil noch bei 9,4 Prozent gelegen.

Das amtliche Endergebnis der Bundestagswahl wurde in der abschließenden Sitzung des Bundeswahlausschusses festgestellt. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 Prozent (71,5 Prozent). 1,0 Prozent der Zweitstimmen waren ungültig. Alle Stimmenanteile der im neuen Bundestag vertretenen Parteien entsprechen dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Morgen des 25. September.

Demnach erreichte die CDU/CSU 32,9 Prozent der Stimmen (verglichen mit der Wahl 2013 minus 8,6 Prozent), die SPD 20,5 Prozent (minus 5,2 Prozent), die AfD 12,6 Prozent (plus 7,9 Prozent), die FDP 10,7 Prozent (plus 5,9 Prozent), die Linkspartei 9,2 Prozent (plus 0,6 Prozent) und die Grünen 8,9 Prozent (plus 0,5 Prozent). Auf sonstige Parteien entfielen 5,0 Prozent (2013: 6,2 Prozent).

Die Union erhält im neuen Bundestag demnach 246 Sitze, die SPD erreicht 153 Mandate. Es folgen die AfD mit 94 Sitzen, die FDP mit 80 Mandaten, die Linke mit 69 Sitzen und die Grünen mit 67. Durch nach der Wahl erfolgte Fraktions- und Parteiaustritte wird die tatsächliche Stärke der AfD-Fraktion im Bundestag allerdings geringer sein.

Der neue Bundestag ist mit 709 Abgeordneten aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten der größte aller Zeiten. Bislang gehörten dem Parlament 630 Abgeordnete an. Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Parlaments findet am 24. Oktober statt.

Quelle: 2017 AFP
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