Designierter US-Außenminister Tillerson äußert sich kritisch über Russland

Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson hat sich bei
seiner Anhörung im Senat kritisch über Russland geäußert. Russland
bemühe sich zwar international um "Respekt und Bedeutung", habe
zuletzt aber "amerikanische Interessen missachtet".
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Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson hat sich bei seiner Anhörung im Senat kritisch über Russland geäußert. Russland bemühe sich zwar international um "Respekt und Bedeutung", habe zuletzt aber "amerikanische Interessen missachtet".

 © CHRIS KLEPONIS - AFP
11.01.2017 - 15:23 Uhr

Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson hat sich bei seiner Anhörung im Senat kritisch über Russland geäußert. Russland bemühe sich zwar international um "Respekt und Bedeutung", habe zuletzt aber "amerikanische Interessen missachtet", sagte der bisherige Chef des Energiekonzerns ExxonMobil am Mittwoch in Washington vor dem Auswärtigen Ausschuss. Auch die Nato-Verbündeten der USA hätten "Grund zur Beunruhigung".

Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte Tillerson Mitte Dezember als Außenminister nominiert. Tillerson verfügt über keinerlei politische Erfahrung, aber über enge Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Auch Trumps freundliche Haltung gegenüber Moskau hatte in den vergangenen Monaten viele Spekulationen ausgelöst.

Am Dienstag hatten US-Medien unter Berufung auf US-Geheimdienste berichtet, Russland verfüge über belastende Informationen über das Privatleben und die Finanzen des Immobilienmilliardärs. Demnach könne Trump durch das heikle Material erpressbar sein. Trump wies die Berichte ebenso entschieden zurück wie die russische Regierung. Er sprach von einer "totalen politischen Hexenjagd" und zog Parallelen zur Nazi-Zeit in Deutschland.

Der US-Senat muss Trumps Kabinettskandidaten noch bestätigen. Die Anhörungen der Kandidaten hatten am Dienstag mit dem besonders umstrittenen designierten Justizminister, dem erzkonservativen Senator Jeff Sessions, begonnen. Viele von Trumps Nominierungen sind umstritten. Dennoch dürfte ihre notwendige Bestätigung durch den Senat überwiegend problemlos verlaufen, da Trumps Republikanische Partei dort die Mehrheit hat. Der neue Präsident wird am Freitag kommender Woche vereidigt.

Quelle: 2017 AFP
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