Dramatischer Vorfall vor Zentrale von US-Geheimdienst NSA

Dramatischer Vorfall vor dem Hauptquartier des US-Geheimdienstes
NSA nahe Washington: Ein Wagen ist durch eine Einlasssperre
gepflügt und dann gegen Betonbarrieren geprallt, dabei fielen
Schüsse. Laut FBI wurden die drei Fahrzeuginsassen festgenommen.
Der Vorfall habe aber offenbar keinen terroristischen Hintergrund,
hieß es.
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Dramatischer Vorfall vor dem Hauptquartier des US-Geheimdienstes NSA nahe Washington: Ein Wagen ist durch eine Einlasssperre gepflügt und dann gegen Betonbarrieren geprallt, dabei fielen Schüsse. Laut FBI wurden die drei Fahrzeuginsassen festgenommen. Der Vorfall habe aber offenbar keinen terroristischen Hintergrund, hieß es.

 © Saul LOEB - AFP/Archiv
14.02.2018 - 20:10 Uhr

Dramatischer Vorfall vor dem Hauptquartier des US-Geheimdienstes NSA nahe Washington: Ein Wagen ist durch eine Einlasssperre gepflügt und dann gegen Betonbarrieren geprallt, dabei fielen Schüsse. Wie die Bundespolizei FBI am Mittwoch mitteilte, wurden die drei Insassen der Geländelimousine festgenommen. Ihre Motive waren unklar. Das FBI ging aber davon aus, dass der Vorfall keinen terroristischen Hintergrund hatte.

Drei Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Einer von ihnen ist einer der Festgenommenen, bei den anderen handelte es sich um einen Polizisten und einen Passanten. Keine der Verletzungen sei offenbar durch Schusswaffen verursacht worden, sagte der FBI-Ermittler Gordon Johnson. Zur Art der Verletzungen machte er keine präzisen Angaben. Er sagte lediglich, der Polizist und der Passant seien nicht lebensgefährlich verletzt.

"Es gibt keinen Hinweis, dass dies eine Verbindung zum Terrorismus hatte", betonte Johnson. Es handle sich offenbar um einen "isolierten Vorfall". Die NSA hatte schon kurz nach dem Vorfall am frühen Morgen (Ortszeit) mitgeteilt, die Lage sei unter Kontrolle, es gebe keine fortbestehende Sicherheitsgefährdung. US-Präsident Donald Trump wurde über die Lage informiert. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen Betroffenen", erklärte das Weiße Haus.

Fernsehbilder zeigten Einschusslöcher in der Windschutzscheibe des schwarzen SUV-Wagens. Ein Mann in Handschellen saß auf dem Bürgersteig. Die nahe der Geheimdienstzentrale verlaufende Schnellstraße wurde laut NSA-Angaben in beide Richtungen gesperrt.

Das eine halbe Stunde Autofahrt von der Hauptstadt entfernte NSA-Hauptquartier in Fort Meade gehört zu den am stärksten abgesicherten Arealen des Landes. Bereits vor drei Jahren hatte sich vor seinen Toren ein Schusswaffenvorfall ereignet. Die Polizei erschoss damals einen Fahrer und verletzte einen Mitfahrer in einem SUV. Der Fahrer war den Anweisungen der Polizei nicht gefolgt, sein Fahrzeug anzuhalten.

Die beiden Männer in Frauenkleidung waren den Ermittlungen zufolge allerdings nur versehentlich vor der NSA-Zentrale gelandet. Den Aufforderungen zum Anhalten widersetzten sie sich demnach womöglich, weil sie Drogen bei sich hatten.

Die National Security Agency mit ihren enorm leistungsstarken Rechenzentren ist auf die weltweite Überwachung und Entschlüsselung von elektronischer Kommunikation spezialisiert. Durch die Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden im Jahr 2013 war das gigantische Ausmaß ihrer Spähaktivitäten ans Licht gekommen.

Quelle: 2018 AFP
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