Erdogan: Trumps Jerusalem-Entscheidung setzt die Region in Brand

Der türkische Präsident Erdogan hat die Entscheidung von
US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt
Israels vehement kritisiert: Eine solche Entscheidung stürze "die
Welt und besonders unsere Region in einen Ring aus Feuer". Am
Mittwochabend versammelten sich rund 1500 Demonstranten vor dem
US-Konsulat in Istanbul, um gegen Trumps Entscheidung zu
protestieren.
Bild 1 von 1

Der türkische Präsident Erdogan hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels vehement kritisiert: Eine solche Entscheidung stürze "die Welt und besonders unsere Region in einen Ring aus Feuer". Am Mittwochabend versammelten sich rund 1500 Demonstranten vor dem US-Konsulat in Istanbul, um gegen Trumps Entscheidung zu protestieren.

 © Yasin Akgul - AFP
07.12.2017 - 08:59 Uhr

Die Türkei hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels vehement kritisiert. "Eine solche Entscheidung stürzt die Welt und besonders unsere Region in einen Ring aus Feuer", warnte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag vor einer Abreise nach Athen. "Hey Trump, was machst du? Was soll dieses Vorgehen? Politiker sollten für Versöhnung und nicht für Chaos sorgen!"

Erdogan hatte den US-Präsidenten bereits in den vergangenen Tagen in scharfen Worten vor der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und der Verlegung der US-Botschaft aus Tel Aviv gewarnt. Als amtierender Vorsitzender der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) lud er die Mitglieder für kommenden Mittwoch zu einem Gipfel in Istanbul ein, um über das weitere Vorgehen in der Frage zu beraten.

Am Mittwochabend versammelten sich rund 1500 Demonstranten vor dem US-Konsulat in Istanbul, um gegen Trumps Entscheidung zu protestieren. Dabei riefen sie Slogans gegen die USA und Israel und schrieben "Befreit Palästina" auf die Außenmauer des Konsulats. Die Anerkennung Jerusalems als israelischer Hauptstadt stößt in der gesamten muslimischen Welt auf Empörung und droht in der Region zu Ausschreitungen zu führen.

Der Iran verurteilte Trumps Schritt als "Provokation und verrückte Entscheidung", die zu "noch mehr Wut und Gewalt" führen werde. Jerusalem sei ein "integraler Teil Palästinas", erklärte das Außenministerium in Teheran. Die palästinensische Hamas-Bewegung rief kurz darauf zu einer neuen Intifada auf. Die islamistische Bewegung hatte bereits zuvor mit einem Aufstand gedroht.

Quelle: 2017 AFP
Kommentare
Top-Themen
Die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner hat sich gegen eine sogenannte Kooperationskoalition mit der SPD ausgesprochen.mehr
US-Präsident Donald Trump hat nach dem Anschlagsversuch in New York erneut eine strengere Einwanderungspolitik gefordert.mehr
In der Debatte um sexuelle Belästigungen wächst der Druck auf US-Präsident Donald Trump. 54 Abgeordnete der ...mehr
Anzeige
Tests
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Börse
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
1
Physik, Chemie, Biologie - sind Sie ein verkappter Einstein? Finden Sie es heraus mit unserem kostenlosen Test!mehr
Bilder des Tages
Ganz schön mutig: Diese Schwimmerinnen stürzen sich in die eiskalten Fluten des Bathing Pond in einem Park im Norden Londons - und das auch noch am frühen Morgen. Die ...mehr
Anzeige
Anzeige