Israel kündigt nach den USA ebenfalls Austritt aus der Unesco an

Die Bundesregierung hat nach den Austritten der USA und Israels
eine Neuausrichtung der Unesco verlangt. Die neue Spitze müsse
dafür sorgen, dass der "Missbrauch der Organisation" aus
"politischen Zwecken" verhindert werde, sagte Regierungssprecher
Seibert in Berlin.
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Die Bundesregierung hat nach den Austritten der USA und Israels eine Neuausrichtung der Unesco verlangt. Die neue Spitze müsse dafür sorgen, dass der "Missbrauch der Organisation" aus "politischen Zwecken" verhindert werde, sagte Regierungssprecher Seibert in Berlin.

 © JACQUES DEMARTHON - AFP
12.10.2017 - 16:49 Uhr

Nach den USA hat nun auch Israel seinen Austritt aus der UN-Kulturorganisation Unesco angekündigt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe das Außenministerium angewiesen, den Austritt Israels an der Seite der USA vorzubereiten, hieß es in einer am Donnerstag in Jerusalem veröffentlichten Erklärung von Netanjahus Büro. Der Regierungschef "begrüßte" demnach die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Unesco zu verlassen.

"Dies ist eine mutige und moralische Entscheidung, weil die Unesco ein absurdes Theater geworden ist und weil sie, anstatt Geschichte zu bewahren, diese verzerrt", hieß es in der Erklärung. Die US-Regierung hatte ihren Austritt zuvor unter anderem damit begründet, dass die Unesco in zunehmendem Maße anti-israelische Positionen vertrete.

Nach Angaben des US-Außenministeriums wird der Rückzug aus der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Dezember 2018 wirksam. Danach würden die USA einen Beobachterstatus behalten.

Die Unesco hatte mehrfach israelkritische Resolutionen angenommen, woraufhin die israelische Regierung ihre Beitragszahlungen verringerte. Die US-Zahlungen an die Organisation sind bereits seit 2011 eingefroren. Die Regierung von Präsident Barack Obama protestierte damit gegen die Aufnahme Palästinas als Unesco-Vollmitglied.

Quelle: 2017 AFP
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