Keine Einigung zwischen Gauland und Petry auf gemeinsames Spitzenteam

Kurz vor dem AfD-Parteitag am Wochenende in Köln ist
Parteichefin Frauke Petry erneut unter Druck geraten. Parteivize
Alexander Gauland warf ihr spalterisches Verhalten vor, Ko-Chef
Jörg Meuthen wandte sich gegen eine Abgrenzung von rechts.
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Kurz vor dem AfD-Parteitag am Wochenende in Köln ist Parteichefin Frauke Petry erneut unter Druck geraten. Parteivize Alexander Gauland warf ihr spalterisches Verhalten vor, Ko-Chef Jörg Meuthen wandte sich gegen eine Abgrenzung von rechts.

 © Michael Kappeler - dpa/AFP/Archiv
20.03.2017 - 12:58 Uhr

In der Frage der AfD-Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl bleibt weiter alles offen: Für ein Spitzenteam, über das die Mitglieder abstimmen sollten, gab es bis Ablauf der Frist am Sonntagabend keine Anmeldungen, wie AfD-Sprecher Christian Lüth am Montag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Für die Mitgliederumfrage hatte es die Vorgabe gegeben, dass sich komplette Teams und keine Einzelpersonen zur Wahl stellen sollten.

Nach Angaben von AfD-Vize Alexander Gauland scheiterten seine Bemühungen, sich in einem Team mit der Parteivorsitzenden anzumelden: "Gespräche mit Frauke Petry ergaben keine zureichende Basis für ein Zusammenwirken in einem gemeinsamen Team." Er wolle aber "in keinem Fall" alleine gegen Petry antreten "oder gar ein Team gegen sie bilden".

Gauland erklärte, es obliege nun dem Bundesparteitag, "wer von uns in das Spitzenteam gehen soll und wer nicht". Der Parteivize bekräftigte, er stehe weiterhin für ein Spitzenteam bereit, "am liebsten zusammen mit Frauke Petry".

Die Kandidatenfrage wird auf dem Parteitag am 22. und 23. April in Köln entschieden. Die Delegierten könnten dann sowohl eine alleinige Spitzenkandidatur, eine Doppelspitze oder ein größeres Team beschließen.

Im November hatte sich der AfD-Bundesvorstand für ein Spitzenteam und damit gegen eine alleinige Kandidatur Petrys ausgesprochen. In einer ersten Mitgliederumfrage war die Mehrheit diesem Beschluss gefolgt, zur Bestimmung der Spitzenkandidaten sollte es eine weitere Mitgliederbefragung geben. Petry hatte sich dem Mitgliedervotum gebeugt, zugleich aber vor einem zerstrittenen Spitzenteam gewarnt.

Ein AfD-Konvent beschloss Anfang März dann die zweite Mitgliederumfrage, für die sich bis zum 19. März Teams bewerben konnten, was aber nicht erfolgte. Somit entfällt diese Umfrage. Die Anmeldung von Einzelpersonen war nicht möglich.

Quelle: 2017 AFP
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