Nordkorea kündigt nach neuen Sanktionen Ausbau von Waffenprogramm an

Ungeachtet internationaler Proteste droht Nordkorea mit weiteren Raketentests. Machthaber Kim Jong Un nannte den Abschuss einer Rakete über Japan hinweg am 30. August nur den "Auftakt" für weitere Tests mit dem Ziel Pazifik.
Bild 1 von 1

Ungeachtet internationaler Proteste droht Nordkorea mit weiteren Raketentests. Machthaber Kim Jong Un nannte den Abschuss einer Rakete über Japan hinweg am 30. August nur den "Auftakt" für weitere Tests mit dem Ziel Pazifik.

 © STR - KCNA VIA KNS/AFP
13.09.2017 - 06:48 Uhr

Nach den jüngsten vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen gegen Nordkorea hat das Land einen weiteren Ausbau seines Waffenprogramms angekündigt. Pjöngjang werde seine "Bemühungen zur Ausweitung seiner Stärke für die Sicherung der Souveränität des Landes und seines Existenzrechts verdoppeln", teilte das nordkoreanische Außenministerium am Mittwoch laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA mit.

Die neuen Sanktionen verurteilte das Ministerium "auf das Schärfste". Diese kämen einer "vollständigen wirtschaftlichen Blockade" gleich, die von den USA ausgehe. Ziel sei es, den Staat und seine Bevölkerung zu "ersticken".

Das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium bezeichnete die Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums als "zurückhaltendste Form der Reaktion Nordkoreas auf Resolutionen des UN-Sicherheitsrates".

Der UN-Sicherheitsrat hatte am Montag als Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Atomwaffentest einstimmig ein weiteres Sanktionspaket gegen Pjöngjang beschlossen. Die Resolution war von den USA eingebracht worden, die zunächst aber deutlich härtere Maßnahmen verlangt hatten.

US-Präsident Donald Trump nannte die neuen Maßnahmen einen "sehr kleinen Schritt - keine große Sache". Die Sanktionen seien "nichts im Vergleich dazu, was letztlich passieren wird". Dennoch sei es "nett, ein 15-zu-0-Votum" im Sicherheitsrat bekommen zu haben.

Nordkorea hatte Anfang September seinen sechsten und bisher stärksten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe. Japan hatte die Sprengkraft zunächst auf 160 Kilotonnen geschätzt, das wäre mehr als zehnmal so viel wie die US-Atombombe über Hiroshima. Die US-Website 38 North bezifferte die Sprengkraft am Mittwoch indes auf rund 250 Kilotonnen, das wäre mehr als 16 Mal so viel wie die Hiroshima-Bombe.

Quelle: 2017 AFP
Kommentare
Top-Themen
Der Hurrikan Harvey hat in den USA nicht nur Zerstörung hinterlassen, sondern auch eine seltsame Kreatur am Strand von ...mehr
Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Toten auf mindestens 224 angestiegen. Allein in der Hauptstadt ...mehr
US-Präsident Donald Trump hat bei seinem ersten Auftritt vor der UN-Vollversammlung seine Drohung mit einem ...mehr
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Zahlen zur Wahl
Anzeige
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Börse
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
1
Physik, Chemie, Biologie - sind Sie ein verkappter Einstein? Finden Sie es heraus mit unserem kostenlosen Test!mehr
Bilder des Tages
Schwere körperliche Arbeit verrichten diese Männer in einer Ziegelei nahe dem indischen Jalandhar. Die Arbeitsbedingungen in vielen Betrieben in Indien sind laut ...mehr
Anzeige
Anzeige