Razzia wegen Betrugsverdachts bei niedersächsischem AfD-Landeschef Hampel

Wegen Betrugsvorwürfen hat die Lüneburger Staatsanwaltschaft die
Privatwohnung des niedersächsischen AfD-Vorsitzenden Armin Paul
Hampel und die Landesgeschäftsstelle der Partei durchsuchen lassen.
Zu Details der Vorwürfe äußerte sie sich nicht.
Bild 1 von 1

Wegen Betrugsvorwürfen hat die Lüneburger Staatsanwaltschaft die Privatwohnung des niedersächsischen AfD-Vorsitzenden Armin Paul Hampel und die Landesgeschäftsstelle der Partei durchsuchen lassen. Zu Details der Vorwürfe äußerte sie sich nicht.

 © Bernd Von Jutrczenka - dpa/AFP/Archiv
09.10.2017 - 15:18 Uhr

Wegen Betrugsvorwürfen hat die Lüneburger Staatsanwaltschaft am Montagmorgen die Privatwohnung des niedersächsischen AfD-Chefs Armin-Paul Hampel sowie die Landesgeschäftsstelle seiner Partei durchsuchen lassen. Die Razzia stehe im Zusammenhang mit einem im April 2017 durch eine Strafanzeige ausgelöstem Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des Betrugs, teilte die Behörde dazu mit. Es deutete sich allerdings bereits eine teilweise Entlastung Hampels an.

Der 60-jährige frühere ARD-Journalist ist auch Mitglied im AfD-Bundesvorstand. Bei der Bundestagswahl zog er über die Landesliste seiner Partei in den Bundestag ein. Betroffen von der Razzia durch Polizisten waren demnach Hampels Privatanschrift im Landkreis Uelzen sowie die niedersächsische AfD-Zentrale in Lüneburg.

Hampel sei "zum Ende der Durchsuchungsmaßnahmen zu diesen hinzugekommen", erklärte die Staatsanwaltschaft. Hampel selbst bestreite alles Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft wies "nachdrücklich" darauf hin, dass für Beschuldigte in einem Ermittlungsverfahren die Unschuldsvermutung gelte.

Hampel wurde laut Staatsanwaltschaft zur Last gelegt, ein professionelles Kameraequipment nebst Zubehör an den AfD-Landesverband verkauft und nicht geliefert haben. In der AfD-Landesgeschäftsstelle sei nun aber ein solches Equipment und an Hampels Privatanschrift eine entsprechende Rechnung gefunden worden.

"Nach vorläufiger Einschätzung hat sich der Vorwurf des Betrugs im Hinblick auf das Kameraequipment somit nicht bestätigt", erklärten die Ermittler. Hinsichtlich des Vorwurfs, dass Hampel einen Wahlwerbespot doppelt beim Landesverband abgerechnet haben soll, dauerten die Ermittlungen noch an.

Quelle: 2017 AFP
Kommentare
Top-Themen
Ein Messerstecher hat am Samstagvormittag mehrere Stunden lang die Bewohner von München in Angst und Schrecken versetzt.mehr
Nach rund dreistündiger Fahndung hat die Münchner Polizei einen Verdächtigen festgenommen, bei dem es sich vermutlich ...mehr
In München hat am Samstagmorgen ein Mann mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Fünf Menschen wurden leicht ...mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Anzeige
Börse
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
1
Physik, Chemie, Biologie - sind Sie ein verkappter Einstein? Finden Sie es heraus mit unserem kostenlosen Test!mehr
Bilder des Tages
Die Olivenbäume im Garten Getsemani nahe der Altstadt von Jerusalem sollen mit zu den ältesten der Welt gehören. larmehr
Anzeige
Anzeige