Rentner ertrunken - DLRG hatte schon "Feierabend"

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 © Screenshot Zoomin-TV

Ein 68-Jähriger ist beim Baden ertrunken. Ersthelfer erheben schwere Vorwürfe gegen die DLRG.

Im Großensee bei Trittau in Schleswig-Holstein ist am Freitagabend ein Rentner beim Baden ertrunken. Zwei Jugendliche erheben nun schwere Vorwürfe gegen die anwesenden DLRG-Rettungsschwimmer.

Die beiden Teenager waren auf den 68-jährigen Rentner aufmerksam geworden, weil dieser beim Schwimmen immer wieder unter Wasser verschwand. Da unmittelbar am Badestrand keine DLRG-Schwimmer mehr Wache hielten, sprang einer der Jungs zunächst selbst in den See, musste den Rettungsversuch aber bald abbrechen.

Der Junge lief dann auf der Suche nach Hilfe über das Gelände und traf am Eingang des Bades auf mehrere DLRG-Rettungsschwimmer, die vor einer Viertelstunde offiziell ihren Dienst beendet hatten. Erst nach mehrmaliger Aufforderung durch den Jungen sollen die DLRGler ihren Platz in einem Restaurant verlassen haben, um sich dann sehr langsam zum Ufer des Sees zu begeben.

Dort dann die zweite Unglaublichkeit: Nur sehr zögerlich sollen sich die Schwimmer in ein DLRG-Boot begeben haben, um zu der Stelle rauszufahren, an der die Jugendliche den Rentner zuletzt gesehen hatten. Ins Wasser, um eventuell nach dem Vermissten zu tauchen, ging niemand von ihnen.

Auf ihre nur sehr zögerlichen Rettungsversuche angesprochen, sollen die Männer den beiden geschockten Jugendliche erklärt haben, sie hätten eben schon “Feierabend” gehabt, und dass sie lieber “auf ihr eigenes Leben aufpassen” würden.

Erst die hinzu gerufene Feuerwehr konnte den leblosen Mann schließlich bergen - ein Notarzt konnte aber nur noch den Tod des 68-Jährigen feststellen.

Der DLRG Landesverband Schleswig-Holstein e.V. wiederspricht den Schilderungen der Jugendlichen energisch. In einer Pressemitteilung heißt es, die DLRG-Schwimmer hätten sich "sofort", nachdem sie von dem Jungen alarmiert wurden, zum Ufer des Sees begeben. Außerdem seien zwei Rettungsschwimmer auf den See hinausgeschwommen und hätte auch nach dem Vermissten getaucht.  

Quelle: freenet.de
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