Schulz will SPD wieder stärker zur Arbeitnehmerpartei machen

SPD-Chef Martin Schulz will die SPD wieder stärker zur
Arbeitnehmerpartei machen. Nachdrücklich warnte er vor dem Abbau
von Arbeitnehmerrechten vor dem Hintergrund der fortschreitenden
Globalisierung und Digitalisierung.
Bild 1 von 1

SPD-Chef Martin Schulz will die SPD wieder stärker zur Arbeitnehmerpartei machen. Nachdrücklich warnte er vor dem Abbau von Arbeitnehmerrechten vor dem Hintergrund der fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung.

 © Julian Stratenschulte - dpa/AFP
13.10.2017 - 08:23 Uhr

SPD-Chef Martin Schulz will die SPD wieder stärker zur Arbeitnehmerpartei machen. "Ich möchte, dass die SPD wieder als die Partei der Arbeit wahrgenommen wird", sagte Schulz am Freitag auf dem Gewerkschaftstag der Bergbau- und Chemiegewerkschaft IG BCE in Hannover. Nachdrücklich warnte er vor dem Abbau von Arbeitnehmerrechten vor dem Hintergrund der fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung.

Die SPD habe bei der Bundestagswahl "richtig eins auf die Nuss gekriegt", räumte Schulz ein. Gleichwohl blieben die Themen die gleichen: "Das dauerhaft unbefristete Arbeitsverhältnis muss in einem reichen Land wie Deutschland der Normalfall sein", erneuerte Schulz die Forderung nach Abschaffung sachgrundloser Befristungen.

Zur Digitalisierung der Arbeitswelt sagte der SPD-Chef: "Wir dürfen nicht die Rechte, die wir in der analogen Welt haben, in der digitalen mal schnell unter den Tisch fallen lassen." Digitalisierung dürfe nicht zu einer "Prekarisierung der Arbeitswelt" genutzt werden, pochte Schulz auf Tarifbindung und dem Fortbestehen "sozialer Absicherung bei Krankheit und im Alter".

Große Bedeutung habe dabei auch der "Kampf um das soziale Europa", sagte Schulz weiter. Es gebe ein Ungleichgewicht, weil sich Unternehmen immer stärker transnational organisierten, während "die Seite der Arbeitnehmerrechte weitgehend immer noch national organisiert" sei. "Wir brauchen einen sozialen Binnenmarkt in Europa" hob Schulz hervor. Dazu gehörten auch Mindeststeuersätze, um Steuerflucht zu bekämpfen. Es gehe darum, "die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und nicht die Profite der Konzerne".

Quelle: 2017 AFP
Kommentare
Top-Themen
Mit dem Spitzenduo Horst Seehofer und Markus Söder geht die CSU in das wegweisende Wahljahr 2018. Auf einem Parteitag ...mehr
Der einflussreiche NRW-Landesverband der SPD hat die Bundespartei davor gewarnt, sich bereits auf einen Kurs in ...mehr
Die US-Regierung fordert einem Medienbericht zufolge Informationen von der Deutschen Bank zu Transaktionen mit ...mehr
Anzeige
Tests
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Börse
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
1
Physik, Chemie, Biologie - sind Sie ein verkappter Einstein? Finden Sie es heraus mit unserem kostenlosen Test!mehr
Bilder des Tages
Diese jungen Schweinchen werden auf Stroh gezüchtet. Das soll sie gesünder machen und erhöhte Stickstoffemmissionen verhindern. Da strahlen die Kleinen.mehr
Anzeige
Anzeige