Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwartet Einfluss des TV-Duells auf Wahlausgang

Das Fernsehduell von Bundeskanzlerin Angela Merkel und
SPD-Herausforderer Martin Schulz wird einer Umfrge zufolge Einfluss
auf den Wahlausgang bekommen. Der SPD unterlief vorab eine
peinliche Panne, sie erklärte Schulz schon vorher zum Sieger.
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Das Fernsehduell von Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Herausforderer Martin Schulz wird einer Umfrge zufolge Einfluss auf den Wahlausgang bekommen. Der SPD unterlief vorab eine peinliche Panne, sie erklärte Schulz schon vorher zum Sieger.

 © Sven Hoppe - dpa/AFP/Archiv
03.09.2017 - 01:22 Uhr

Eine Mehrheit der Deutschen geht einer Umfrage zufolge davon aus, dass das Fernsehduell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Martin Schulz (SPD) den Ausgang der Bundestagswahl beeinflussen wird. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die Zeitung "Bild am Sonntag" erwarten zehn Prozent der Befragten, dass der Ausgang des TV-Duells die Wahl sehr stark beeinflussen wird. 20 Prozent gehen von einem "eher starken" Einfluss aus. 52 Prozent erwarten demnach, dass es einen Einfluss geben wird, dieser aber gering ausfällt.

Nur 14 Prozent der Befragten erklärten, dass das Fernsehduell gar keinen Einfluss auf den Wahlausgang haben werde. Für die Umfrage befragte Emnid am 31. August 500 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger. Merkel und Schulz treffen am Sonntagabend in einem 90-minütigen Fernsehduell aufeinander, das von den Sendern ARD, ZDF, RTL und SAT1 live übertragen wird.

In Umfragen liegt die Union deutlich vor der SPD, allerdings gibt es eine große Zahl an unentschlossenen Wählern. Die SPD erhofft sich von dem TV-Duell daher ein Umfrage-Plus.

Im von Emnid erhobenen Sonntagstrend für die "Bild am Sonntag" legt die SPD um einen Prozentpunkt zu und kommt auf 24 Prozent. Die Union liegt wie in der Vorwoche bei 38 Prozent. Drittstärkste Kraft ist die Linke mit neun Prozent, FDP und Grüne verlieren jeweils einen Prozentpunkt und kommen acht Prozent, genauso wie die AfD. Auf die sonstigen Parteien entfallen fünf Prozent.

Bei der Kanzlerfrage liegt Merkel in der Umfrage deutlich vor Schulz: 50 Prozent würden sich bei einer Direktwahl des Regierungschefs für die Amtsinhaberin entscheiden, 25 Prozent für Schulz. 16 Prozent würden keinen der beiden wählen.

Für den Sonntagstrend befragte Emnid zwischen dem 24. und 30. August insgesamt 1889 repräsentativ ausgewählte Menschen. Für die Umfrage zur Kanzlerfrage wurden am 31. August 500 Menschen interviewt.

Quelle: 2017 AFP
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