US-Geheimdienste erwarten russische Cyberattacken auf Kongresswahlen

Die US-Geheimdienste rechnen mit weiteren russischen
Cyberattacken auf US-Wahlen. Es sei davon auszugehen, dass Moskau
nach den Einmischungen in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 auch
die Kongresswahlen im kommenden November im Visier habe.
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Die US-Geheimdienste rechnen mit weiteren russischen Cyberattacken auf US-Wahlen. Es sei davon auszugehen, dass Moskau nach den Einmischungen in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 auch die Kongresswahlen im kommenden November im Visier habe.

 © SAUL LOEB - AFP
13.02.2018 - 17:16 Uhr

Die US-Geheimdienste rechnen mit weiteren russischen Cyberattacken auf US-Wahlen. Es sei davon auszugehen, dass Moskau nach den Einmischungen in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 auch die Kongresswahlen im kommenden November im Visier habe, sagte der Nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats am Dienstag bei einer Anhörung im Senat in Washington. Dies werde "nicht aufhören".

Es gebe keine Zweifel daran, dass Russland seine bisherigen Wahlinterventionen als erfolgreich betrachte und auch die diesjährigen Wahlen als "Ziel für Operationen der Einflussnahme" ausgewählt habe, führte Coats aus.

Im russischen Vorgehen hätten die US-Geheimdienste dabei keine "wesentlichen Veränderungen" festgestellt. Russland werde weiterhin auf Propaganda, die sozialen Netzwerke, Strohleute und andere Methoden setzen, um "eine große Vielzahl von Operationen zu lancieren, welche die soziale und politische Spaltung in den USA vertiefen" sollten, sagte der Geheimdienstdirektor.

Nach einhelligen Erkenntnissen der US-Geheimdienste stand Russland im Wahlkampf 2016 hinter den Cyberattacken auf die US-Demokraten und den massiven Desinformationskampagnen im Internet. Moskau wollte demnach mit diesen Interventionen dem späteren Wahlsieger Donald Trump helfen und dessen Rivalin Hillary Clinton schaden.

Trump hat allerdings immer wieder Zweifel daran geäußert, dass Russland tatsächlich hinter den Wahlkampfeinmischungen steckte. Ein US-Sonderermittler untersucht, ob es Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau über die Cyberattacken auf die Clinton-Kampagne gab.

Quelle: 2018 AFP
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