Wahl-O-Mat steht wieder als Entscheidungshilfe für Wähler zur Verfügung

Der sogenannte Wahl-O-Mat hat vor der Bundestagswahl einen neuen
Nutzerrekord aufgestellt. Das von der Bundeszentrale für politische
Bildung (BPB) entwickelte Internet-Angebot sei 13,3 Millionen Mal
gespielt worden, teilte diese mit.
Bild 1 von 22

Der sogenannte Wahl-O-Mat hat vor der Bundestagswahl einen neuen Nutzerrekord aufgestellt. Das von der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) entwickelte Internet-Angebot sei 13,3 Millionen Mal gespielt worden, teilte diese mit.

© Peter Kneffel - dpa/AFP/Archiv
30.08.2017 - 11:39 Uhr

Der Wahl-O-Mat ist wieder da: Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) schaltete am Mittwoch das Programm für die Bundestagswahl am 24. September frei. Das inzwischen auch als App für mobile Geräte verfügbare Online-Angebot soll noch unschlüssigen Wählern bei der Entscheidung helfen. BpB-Präsident Thomas Krüger sagte im Deutschlandfunk, seit seiner Einführung 2002 sei der Wahl-O-Mat zum "demokratischen Volkssport" geworden.

Das Programm bietet interessierten Bürgern die Möglichkeit, in Fragen zu 38 verschiedenen Themen ihre persönlichen Einstellungen mit den Wahlprogrammen von bis zu acht frei einstellbaren Parteien zu vergleichen. Krüger sagte, das Angebot sei seit seiner Einführung 2002 bereits mehr als 50 Millionen Mal genutzt worden. Auch habe sich gezeigt, dass sich damit potenzielle Nichtwähler für eine Wahlteilnahme motivieren ließen.

Die Fragen befassen sich mit unterschiedlichen Politikbereichen - von Steuervorteilen für Diesel und dem Ausbau erneuerbarer Energien über mehr Videoüberwachung bis hin zu einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen. Dabei kann der Nutzer auch bestimmten Fragen durch eine Markierung ein höheres Gewicht geben. Im Internet gibt es mittlerweile auch zahlreiche Nachahmer-Produkte, die aber bislang nicht die Beliebtheit des Originals erreichen konnten.

Wahl-O-Mat jetzt starten >>

Laut einer Umfrage des Instituts YouGov ist der Wahl-O-Mat inzwischen fast neun von zehn Deutschen bekannt. 30 Prozent gaben an, sie wollten das Angebot auch selbst im Vorfeld der Bundestagswahl nutzen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sei es sogar jeder Zweite. Menschen mit höherer Bildung interessieren sich demnach häufiger für den Wahl-O-Mat als der Bevölkerungsdurchschnitt.

Allerdings geht aus einer YouGov-Befragung nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auch hervor, dass dort letztlich 38 Prozent ihr Kreuz doch bei einer anderen Partei machten als vom Wahl-O-Mat vorgeschlagen. YouGov befragte zur Bundestagswahl vom 18. bis 22. August 2005 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte.

Quelle: 2017 AFP
Kommentare
Top-Themen
Immer schrilleres Wortduell zwischen Donald Trump und Kim Jong Un: Der US-Präsident und der nordkoreanische Machthaber ...mehr
Laut einem letzten Insa-Meinungstrend vor der Bundestagswahl verlieren die Unionsparteien und die SPD an Zustimmung.mehr
Die von US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf versprochene Abschaffung von Obamacare droht endgültig zu scheitern.mehr
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Zahlen zur Wahl
Anzeige
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Börse
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
1
Physik, Chemie, Biologie - sind Sie ein verkappter Einstein? Finden Sie es heraus mit unserem kostenlosen Test!mehr
Bilder des Tages
Von der Kanzlerin wiederbelebt: Zum Abschluss ihres Wahlkampfes besucht Angela Merkel eine Veranstaltung der medizinischen Fakultät in Greifswald, bei der Reanimierungstechniken ...mehr
Anzeige
Anzeige