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Horst Seehofer

imago/IPON

Biografie: Horst Seehofer

Geboren: 04. Juli 1949 in Ingolstadt
Vorname: Horst Lorenz
Name: Seehofer
Grösse: 1.93 m
Ehepartnerin: Karin Seehofer
Kinder: Ulrike Seehofer, Andreas Seehofer, Susanne Seehofer, eine weitere außereheliche Tochter (Name unbekannt)
Eltern: Grete Seehofer, Lorenz Seehofer

„König von Bayern“ oder „König Horst“ – so war Horst Seehofer lange bekannt. Ein Jahrzehnt lang war er Ministerpräsident in der „Vorstufe zum Paradies“, wie er seine Heimat bezeichnet. Seine Liebe zu Bayern drückt er in politischem Engagement aus, das schon früh begann.


Horst Seehofers politischer Werdegang


Mit nur 20 Jahren tritt Horst Seehofer in die Junge Union ein, zwei Jahre später in die Christsoziale Union (CSU). 1980 erhält er ein Direktmandat und zieht in den Bundestag ein. Bis 2008 bleibt er Mitglied des Bundestages. Den Posten gibt er schließlich auf, um Bayerischer Ministerpräsident zu werden.


Im Zeitraum von 1989 bis 1992 belegt Horst Seehofer das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung. Daraufhin wird er selbst Minister, nämlich Bundesminister für Gesundheit. Im Jahr 1993 hagelt es jedoch Kritik. Seehofer wird mangelnde Informationspolitik beim Problem HIV-verseuchter Blutpräparate vorgeworfen. Infolgedessen veranlasst er die Auflösung des Bundesgesundheitsamtes. 2005 übernimmt Seehofer noch einmal ein Ministerium und wird unter Kanzlerin Angela Merkel Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.


Auch innerparteilich steigt Seehofer weiter auf. Von 1994 bis 2008 ist er stellvertretender Vorsitzender der CSU, im Oktober 2008 wird er schließlich zum Parteivorsitzenden gewählt. Dies ist nur eine Folge des schlechten Abschneidens der CSU bei der Landtagswahl in Bayern 2008. Denn noch im selben Monat wird Horst Seehofer zum Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern gewählt. Dafür gibt er in der Hauptstadt sein Bundestagsmandat und seinen Ministerposten auf.


Im Oktober 2013 wird Seehofer wiedergewählt. Doch nur zwei Jahre später verkündet er, er wolle zur Landtagswahl 2018 nicht mehr als Ministerpräsident in Bayern kandidieren. Zusätzlich zu dieser Ankündigung gerät er nach der Bundestagswahl 2017 durch viele Kritiker unter erheblichen parteiinternen Druck.


Im März 2018 legt er schlussendlich sein Amt als Bayerischer Ministerpräsident nieder. Als Grund nennt er, wieder in Berlin in die Bundespolitik einsteigen zu wollen. Doch er verlässt Bayern nicht ganz freiwillig: "Ich trete ja nicht zurück, weil wir Schwierigkeiten haben, sondern als Folge irgendwelcher Diskussionen, die wir vor allem in der Landtagsfraktion hatten", so Seehofer. Dabei spielt er auf den Machtkampf nach der CSU-Pleite bei der Bundestagswahl an. Der Rücktritt vom Posten des Ministerpräsidenten ist damit der offizielle Schlusspunkt einer schleichenden Entfremdung.


In Berlin wird der ehemalige „König von Bayern“ zum Bundesinnenminister ernannt. Nun leitet er ein „Superministerium“ für das Innere, Heimat und Bauen.


Horst Seehofers Privatleben


Seehofer wächst in konservativ-katholisch geprägten Familienverhältnissen auf. Nach seiner mittleren Reife 1965 macht er eine zweijährige Beamtenausbildung zum Amtssekretär und steigt 1970 in den gehobenen Dienst auf. Zusätzlich schließt er 1979 den Verwaltungs-Betriebswirt (VWA) an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in München als Jahrgangsbester ab.


Von 1974 bis 1982 ist er mit Christine Hildegard verheiratet. Nach der Scheidung geht er 1985 mit der ausgebildeten Verwaltungsangestellten Karin Seehofer den Bund der Ehe ein. Das Paar hat drei erwachsene Kinder.


Aus einer außerehelichen Beziehung hat Seehofer eine weitere, im Jahr 2007 geborene, Tochter. Die BILD-Zeitung veröffentlicht im Januar 2007 Informationen über eine langjährige Affäre des damaligen amtierenden Parteivorsitzenden. Seehofers Ruf als christsozialer Politiker und Familienmensch ist in danach angeschlagen.


Im Juli 2007 erklärt er, weiterhin bei seiner Familie bleiben zu wollen. Zu der Tochter mit seiner Geliebten Anette Fröhlich bekennt er sich dennoch: „Ich liebe alle meine vier Kinder“.


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