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NASA

Allgemeine Informationen über NASA

National Aeronautics and Space Administration

Gründung: 29. Juli 1958
Hauptsitz: Washington D.C., Vereinigte Staaten
Behördenleitung: Jim Bridenstine
Bedienstete: > 17.000
Webseite: nasa.gov

Die Unendlichkeit des Weltalls ist faszinierend und für den menschlichen Verstand kaum greifbar. Zu erforschen und erfahren, was in dieser Unendlichkeit schlummert, gehört zur natürlichen Neugier des Menschen. So ist es kein Wunder, dass die Menschheit, sobald es technisch möglich wurde, mit der Raumfahrtforschung begann.


Entstehung der NASA


Doch die Entstehung der Raumfahrtbehörde NASA (National Aeronautics and Space Administration) war nicht durch wissenschaftliche Gründe motiviert. Stattdessen war die Politik der Anlass zur Gründung einer solchen Bundesbehörde in den USA. Denn die Sowjetunion schickte 1957 den ersten künstlichen Satelliten ins All (Sputnik 1). Der Kongress sah darin eine Gefahr für die nationale Sicherheit und den technologischen Vorsprung der USA. Mit dem „National Aeronautics and Space Act“ schuf Präsident Eisenhower am 29. Juli 1958 eine neue Bundesbehörde, die für alle nichtmilitärischen Weltraumaktivitäten zuständig ist.


Am 01. Oktober 1968 nahm die NASA ihre Arbeit mit vier Laboratorien und rund 8.000 Mitarbeitern auf. Erste Projekte drehten sich um die bemannte Raumfahrt unter dem Druck des „Wettlaufs ins All“.


Wettlauf ins All


Die wettkampfartig inszenierten technischen Entwicklungen liefen in den 50ern und 60ern zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion ab. Somit fanden im Kalten Krieg die politisch-ideologischen Gegensätze ihren Weg in den Weltraum.


Hinter dem Wettrennen standen zwei Motivationen. Zum einen propagandistische Motive: Beide Parteien waren bemüht, die eigene technische Überlegenheit zu beweisen. Damit wollten sie die Superiorität des eigenen Gesellschaftssystems aufzeigen. Zum anderen waren es militärische Motive: Denn mit Sputnik 1 wurde bewiesen, dass es möglich ist, ein Objekt über das Land des Feindes zu befördern, auch rund um die Erdkugel. Die Raumfahrtprogramme hingen deshalb von vorneherein eng mit den militärischen Aspekten des Kalten Krieges zusammen.


Jede sowjetische oder amerikanische Weltraum-Mission wurde von einer Fülle an Medien-Reaktionen begleitet. So wurde beispielsweise die Mondlandung der Amerikaner zu einem Live-Event, an dem fast die ganze Welt über das Fernsehen teilnehmen konnte.


Beteiligte Astronauten und Kosmonauten wurden als neue „Helden“ ihres Landes stilisiert. Ein Beispiel: Walentina Tereschkowa, die erste Frau im All, wurde nach ihrer Rückkehr das Symbol für die Gleichberechtigung der Frau im Sozialismus und erhielt die Ehrung „Held der Sowjetunion“ – doch in den Folgejahren waren es wieder nur Männer, die ins All flogen. Dieser Heldenkult hält bis heute an.


Der Wettlauf endete offiziell mit dem Ende des Kalten Krieges.


Geschichte der NASA: Forschung zur bemannten Raumfahrt


Die Forschung zur bemannten Raumfahrt begann mit dem Mercury-Programm 1958. Es wurden Untersuchungen durchgeführt, ob und unter welchen Bedingungen ein Mensch im Weltall überleben könnte. Am 04. Dezember 1959 startete der erste „bemannte“ Raumflug eines Rhesusaffen namens Sam. Er befand sich 11 Minuten im All.


Das erste tatsächlich bemannte Raumfahrzeug schoss jedoch die Sowjetunion in den Raum. Am 12. April 1961 umrundete der Kosmonaut Juri Gagarin in 108 Minuten einmal die Erde. Nur wenige Monate später am 05. Mai 1961 tat ihm es der US-Amerikaner Alan Shepard gleich. Danach folgten noch weitere erfolgreiche Raumflüge von Astronauten und Schimpansen.


Offiziell wurde das Mercury-Programm am 12. Juni 1963 beendet, nachdem erste grundlegende Erfahrungen in der bemannten Raumfahrt gewonnen werden konnten. Im Zuge des darauffolgenden Gemini-Programms wurden Experimente auch bezüglich einer Mondlandungsmission durchgeführt.


Geschichte der NASA: Planetenmissionen


Erst in den 60ern begann die Entwicklung anspruchsvollerer Missionen zur Erkundung der Planeten des Sonnensystems. Dafür benötigte es nämlich individuelle, an die Aufgaben angepasste Sonden. Die Vorbeiflugsonden der Mariner-Reihe waren zumeist erfolgreich. Mariner 2 und 5 gelang 1961 und 1967 ein Vorbeiflug an der Venus. Mariner 4, 6 und 7 flogen erfolgreich am Mars vorbei.


Die Raumfahrtbehörde konzentrierte sich in den 70ern wieder vermehrt auf unbemannte Projekte wie die Planetenerkundung des Mars. In Folge dessen wurde ein langfristiges Mars-Erkundungsprogramm gestartet. Aus finanziellen Gründen konnten viele Pläne erst in späteren Jahren realisiert werden.


Geschichte der NASA: Mondlandung


Das Ziel des neu gestarteten Apollo-Programms war zunächst, Menschen in die Nähe des Mondes zu bringen. Doch auch hier hatte der machtpolitische Wettkampf mit der Sowjetunion die Fäden in der Hand. Der damalige Präsident John F. Kennedy kündigte am 25. Mai 1961 an, dass die Vereinigten Staaten bis 1970 „einen Menschen auf dem Mond absetzen und ihn wieder sicher zur Erde zurückbringen“ sollen. Damit war das neue Ziel der NASA gesteckt: die Landung von Astronauten auf dem Mond.


Die Mission wurde acht Jahre lang vorbereitet. Es erfolgte eine intensive Erkundung des Erdtrabanten mit Robotersonden, wobei die Sowjets den Amerikanern zuvorkamen: Die Sonde Luna 9 landete als erste 1966 weich auf dem Mond.


Am 20. Juli 1969 war es schließlich soweit: Neil Armstrong und Buzz Aldrin landeten als erste Menschen auf dem Mond. Die NASA hatte damit die aufsehenerregendste Etappe des Wettrennens ins All gewonnen. Doch nun fehlte ein Ziel, auf das es sich lohnte, hinzuarbeiten. Nachdem noch zehn weitere Menschen bis 1972 auf dem Mond landeten, schwand das Interesse der Öffentlichkeit an der Raumfahrt. Doch genau das brauchte die NASA unbedingt, um weiterhin große Budgetzahlungen beim Kongress zu erhalten.


Geschichte der NASA: Budgetprobleme


Um die Kosten für den Transport ins All zu senken, begann die NASA Ende der 1960er Jahre mit der Entwicklung eines wiederverwendbaren Raumgleiters. Ab 1972 wurden dafür die Space Shuttles entwickelt. In der Zeit ihres Einsatzes ereigneten sich zwei schwere Unfälle, die je das Leben der gesamten siebenköpfigen Besatzung forderten. 2011 endeten ihre Flüge.


Gegen Ende der 70er Jahre wurden die verfügbaren Finanzmittel noch geringer, auch die politische Unterstützung schwand. Es wurden nur noch wenige neue Missionen genehmigt.


Geschichte der NASA: Faster, better, cheaper


In den 90er Jahren entwickelte die NASA das Konzept „faster, better, cheaper“. Hierbei stand als Ziel, billigere und kleinere planetare Sonden zu entwickeln. So sollte es öfter Starts von insgesamt mehr Raumsonden geben, deren Entwicklungszeit kürzer war. Auf Grundlage dieses Konzepts wurden einige Projekte und Missionen durchgeführt.


Ein Beispiel dafür ist die Mars-Mission. Innerhalb von 10 Jahren sollten alle 26 Monate relativ preiswerte Orbiter und Lander zum Mars starten. Die Mission wurde bis November 2006 erfolgreich durchgeführt.


Geschichte der NSA: Forschungsobjekt Mars


Die einzige Flaggschiffmission, welche die NASA in den 2000ern bis heute durchführt, ist die Erforschung des Planeten Mars. Dabei war geplant, 2009 ein mobiles Labor mit nuklearer Energieversorgung zum Mars zu senden. Der Start der Mission verschob sich durch die Komplexität der Aufgabe auf 2011. Im Jahr 2018 soll außerdem ein Lander zum Mars starten.


Zukünftige Entwicklungen


Auch in Zukunft bleibt der Mars im Fokus der NASA. Bis 2035 soll ein bemannter Flug zu dem Planeten stattgefunden haben. Neben dem Mars ist die Erforschung des Mondes ein Schwerpunkt im Planetenprogramm der NASA.


Sonst ist es derzeit ruhiger um die NASA geworden. Die letzte bemannte Raumfahrt erfolgte am 08. Juli 2011 mit dem letzten Flug eines Space Shuttles. Seitdem sind es nur Russland und gelegentlich China, die Menschen in den Weltraum schicken.


Deutsche im Weltraum


Zu einem dieser Menschen gehört in den vergangenen Jahren auch ein Deutscher. Alexander Gerst ist der dritte deutsche Astronaut auf der Internationalen Raumstation ISS. Im Jahr 2009 wurde er als einziger Deutscher mit fünf weiteren ausgewählt, um zum Astronauten ausgebildet zu werden. Fünf Jahre später folgte sein erster Raumflug. 165 Tage und 8 Stunden verbrachte der Baden-Württemberger im All.


Nun ist Gerst erneut zu einer Langzeitmission gestartet. Am 08. Juni 2018 dockte der Deutsche an die ISS an und verbringt dort bis Dezember 2018 ein halbes Jahr. Für zwei Monate wird er außerdem als erster Deutscher die Funktion des Kommandanten übernehmen.


Während dieser Zeit an Bord führt er viele wissenschaftliche Versuche durch. Die Experimente wurden von deutschen Universitäten, Forschungseinrichtungen und weiteren Institutionen zur Mission Horizon beigesteuert. Mit Hilfe von Alexander Gerst sollen so Fragen aus den Bereichen Biologie und Medizin beantwortet werden.


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