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Sigmar Gabriel

imago/Jens Jeske

Biografie: Sigmar Gabriel

Geboren: 12. September 1959 in Goslar
Vorname: Sigmar Hartmut
Name: Gabriel
Grösse: 1.78 m
Ehepartnerin: Anke Stadler
Kinder: Marie Gabriel, Saskia Gabriel, Thea Gabriel
Eltern: Antonie Gabriel, Walter Gabriel

Eine Achterbahnfahrt durch die Politik – die hat Sigmar Gabriel hinter sich. Mit nur 18 Jahren trat er in die SPD ein und dient dieser fast 41 Jahre lang. Von der Kommunalpolitik in seiner Heimatstadt Goslar führte es ihn über die Landespolitik Niedersachsens bis in den SPD-Vorsitz und die Bundespolitik.


Sigmar Gabriels Privatleben


Dabei hatte es Sigmar Gabriel zu Beginn alles andere als leicht. Nach der Trennung seiner Eltern wuchs er zunächst gegen seinen Willen beim Vater auf. Erst als Gabriel bereits 10 Jahre alt war, erhielt seine Mutter das alleinige Sorgerecht.


In den 70er Jahren erfuhr Sigmar Gabriel, dass sein Vater auch in der Nachkriegszeit überzeugter Nationalsozialist war. Er brach den Kontakt zu ihm ab. „Mein Vater war ein unverbesserlicher Nazi und Holocaust-Leugner“, so Gabriel später.


Nach der mittleren Reife holte Gabriel 1979 sein Abitur nach und diente im Anschluss zwei Jahre lang als Soldat auf Zeit. Ab 1981 nahm er sein Studium der Germanistik, Politik und Soziologie in Göttingen auf und schloss 1989 sein zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab.


Gabriel heiratete 1989 Munise Demirel, die er während seiner Referendariatszeit als Oberstufenschülerin kennenlernte. Sie haben eine gemeinsame Tochter. Die Ehe zerbrach 1998 aufgrund der Belastungen durch die Karriere des aufstrebenden SPD-Politikers. Seit 2012 ist Gabriel mit Anke Stadler verheiratet. Mit ihr wird er Vater von zwei weiteren Töchtern.


Sigmar Gabriels politische Karriere


Alles begann im Jahre 1976, als Sigmar Gabriel Mitglied des SPD-nahen Jugendverbandes „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ wurde. Ein Jahr darauf trat er in die SPD ein und markierte damit den Beginn seiner politischen Karriere in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt. Im Jahr 1999 wurde er in Niedersachsen zum jüngsten Ministerpräsidenten Deutschlands gewählt. Er blieb bis 2003 im Amt.


Als Beauftragter für Popkultur und Popdiskurs der SPD handelte sich Gabriel daraufhin den von ihm ungeliebten Spitznamen Siggi Pop ein.


2005 fand Sigmar Gabriel seinen Weg in die Bundespolitik und stieg noch im selben Jahr zum Bundesumweltminister auf. Im Zuge seines Amtes setzte er sich stark für die Energiewende ein.


Mit 94,2 % der Delegiertenstimmen wurde Gabriel schließlich 2009 zum SPD-Vorsitzenden gewählt. Er blieb bis 2017 im Amt, mit in den Jahren abnehmender Zustimmung in der Partei. Er sorgte 2015 für das zweitschlechteste Ergebnis eines SPD-Vorsitzenden, als er mit 74,3 % wiedergewählt wurde.


Dann ereignete sich eine überraschende Wendung im politischen Leben des Sigmar Gabriel: Im Januar 2017 erklärte Gabriel seinen Verzicht auf die Kanzlerkandidatur und den Parteivorsitz. Stattdessen löste er Frank-Walter Steinmeier als Bundesaußenminister ab.


Im Auswärtigen Amt erarbeitete sich Gabriel als gewandter Diplomat höchsten Respekt. Seine Beliebtheitswerte in der Bevölkerung waren so hoch wie nie.


Gabriels Abgang aus der Politik


In seiner Partei jedoch verlor er an Ansehen. Er hatte nach der Bundestagswahl 2017 in der neuen, geschrumpften SPD-Fraktion kaum Rückhalt, vor allem von der Parteispitze fehlte jegliche Unterstützung. Man räumte ihm keinen Platz in der neuen Koalition ein. Dies resultierte in Gabriels Abgang aus der Politik.


Die Zukunft seiner Karriere liegt nun in der Wirtschaft. Der „Seitenwechsel“ erfolgt im März 2019 in den künftigen Verwaltungsrat der geplanten Allianz zwischen Siemens und Alstom. Daneben will Gabriel künftig die Nicht-Regierungsorganisation International Crisis Group beraten und im Herbst an der amerikanischen Elite-Universität Harvard Vorträge halten.


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