Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Europa

Demonstranten nehmen in Paris auf der «Droits de
l'homme»-Esplanade am Trocadero-Platz an einem Protest gegen die
Impfpflicht für bestimmte Arbeitszweige und den von der Regierung
geforderten obligatorischen Impfass teil.
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Demonstranten nehmen in Paris auf der «Droits de l'homme»-Esplanade am Trocadero-Platz an einem Protest gegen die Impfpflicht für bestimmte Arbeitszweige und den von der Regierung geforderten obligatorischen Impfass teil.

© Rafael Yaghobzadeh

Die Delta-Variante sorgt dafür, dass in einigen Ländern die Regierungen wieder härter durchgreifen wollen. Der wachsende Druck, sich impfen zu lassen treibt vielerorts Menschen auf die Straßen.

Paris/Rom/Athen (dpa) - In mehreren europäischen Ländern haben Tausende Menschen gegen wieder strengere Corona-Maßnahmen und gegen Nachteile für Ungeimpfte demonstriert.

In Frankreich gingen am Samstag landesweit mehr als 160.000 Menschen auf die Straßen, wie der französische Nachrichtensender Franceinfo berichtete. Sowohl dort als auch bei einer Demonstration von Impfgegnern in Athen kam es zu Ausschreitungen und Festnahmen. In Rom protestierten 3000 Menschen unter anderem gegen das digitale Corona-Zertifikat der EU, auch in anderen italienischen Städten wurde Medienberichten zufolge demonstriert.

In allen drei Ländern haben die Regierungen zuletzt die Corona-Maßnahmen angesichts steigender Infektionszahlen wieder verschärft. In Frankreich wurde eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal auf den Weg gebracht, in Griechenland ist eine solche bereits verfügt worden.

Zudem planen die Regierungen in Italien und Frankreich, den Zugang zu vielen Örtlichkeiten an den Nachweis einer Corona-Impfung, eines negativen Testergebnisses oder einer Genesung zu koppeln. In Frankreich könnten solche Nachweise bald etwa für Fernzüge und Einkaufszentren zur Pflicht werden, in Italien müssen entsprechende Nachweise ab dem 6. August etwa für den Besuch von Innenbereichen von Gaststätten und Fitnessstudios vorgelegt werden.

Bereits vor einer Woche hatten in Frankreich rund 114 000 Menschen landesweit gegen die Pläne der Regierung protestiert. Am Freitag gaben die Abgeordneten der Nationalversammlung als Unterhaus des Parlaments dann der geplanten Impfpflicht für Gesundheitspersonal in erster Lesung ihre Zustimmung.

In Deutschland gibt es derzeit keine Corona-Impfpflichten. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann schloss eine solche Regelung am Sonntag aber nicht komplett aus. "Es ist möglich, dass Varianten auftreten, die das erforderlich machen", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) versprach in der "Bild am Sonntag", dass Geimpfte "definitiv mehr Freiheiten" haben werden als Ungeimpfte.

Proteste gegen Corona-Maßnahmen mit Tausenden Teilnehmern gab es am Samstag auch in Sydney. Dort gilt wegen der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus seit gut einem Monat ein strenger Lockdown. Ähnliche Kundgebungen wurden aus Brisbane und Melbourne gemeldet.

Quelle: dpa-infocom GmbH
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