Sturmflut und Sperrungen durch Tief "Victoria"

Ein Regional-Express bei Rheine. Der Zug musste halten und wurde
geräumt, nachdem umgestürzte Bäume die Strecke zwischen Rheine und
Salzbergen blockiert hatten.
Bild 1 von 2

Ein Regional-Express bei Rheine. Der Zug musste halten und wurde geräumt, nachdem umgestürzte Bäume die Strecke zwischen Rheine und Salzbergen blockiert hatten.

© -

Bäume fallen um, auf einigen Strecken kommt es zu Unfällen oder der Verkehr steht ganz. Sturmtief "Victoria" hat kräftige Windböen nach Deutschland gebracht - aber im Vergleich zu den Auswirkungen von Orkan "Sabine" blieb es eher ruhig.

Berlin (dpa) - Eine Woche nach dem Orkan "Sabine" kam "Victoria" - die Ausläufer des Sturmtiefs ließen vor allem im Norden und Westen Deutschlands Bäume umstürzen. Dabei wurden vereinzelt Menschen verletzt.

Auf dem Brocken fegte der Wind am Sonntagabend nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Orkanstärke mit Geschwindigkeiten bis zu 172 Kilometer pro Stunde. Doch in vielen Teilen Deutschlands waren die Böen schwächer als beim Tief "Sabine", erklärte DWD-Meteorologe Sebastian Schappert am Montag. Vielerorts mussten Polizei und Feuerwehr aber zu Einsätzen ausrücken.

In der Pfalz kamen der Fahrer eines Transporters und seine sechs Mitfahrer am Montagmorgen mit teils schweren Verletzungen in Krankenhäuser. Der Fahrer hatte nahe Trippstadt einen umgestürzten Baum übersehen. Im Landkreis Rostock wurden eine Autofahrerin und ihr Beifahrer nach Angaben der Kreisverwaltung verletzt, als sie in einen umgekippten Baum krachten. In Schneverdingen (Niedersachsen) fuhr eine Frau am Sonntag mit ihrem Auto nach einer Windböe in einen Graben und stieß gegen einen Baum. Sie wurde leicht verletzt.

In Dortmund prallte eine S-Bahn mit 67 Passagieren gegen einen umgefallenen Baum, im Wartburgkreis fuhr ein Zug mit acht Reisenden und dem Zugführer gegen einen umgestürzten Baum - hier wurde niemand verletzt. Die Deutsche Bahn sperrte von Sonntagabend bis Montagmorgen wegen Sturmschäden mehrere Strecken.

Dem Norden bescherte das Tief Überschwemmungen: In Hamburg stand der St. Pauli Fischmarkt erneut unter Wasser. An Schleswig-Holsteins Nordseeküste stieg der Hochwasserpegel am Eidersperrwerk am Montagmorgen 1,71 Meter über das mittlere Hochwasser (MHW), in Husum waren es 1,69 Meter. Von einer Sturmflut spricht man an der Küste, wenn die Pegelstände 1,50 bis 2,50 Meter über MHW liegen.

Der DWD rechnet zum Wochenanfang damit, dass es vor allem im Norden, Teilen der Mitte Deutschlands und im höheren Bergland zeitweise windig oder stürmisch bleibt. In den kommenden Tagen sei es wechselhaft und für die Jahreszeit mild. Im Bergland kehre der Winter zurück.

Quelle: dpa-infocom GmbH
Top-Themen
Keine Schutzausrüstung, eine gestörte Logistik, kaum Reserven: Aus der Corona-Krise sei eine schonungslose Bilanz zu ...mehr
Die rund 330 Millionen US-Amerikaner sollen nun in der Öffentlichkeit Masken tragen. Damit soll die rasante ...mehr
Auf diese Einschätzung wartet Deutschland gespannt: Wirken die harten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus? Nun ...mehr
Die besten Witze & Sprüche
Von Zuhause arbeiten bringt Vor- und Nachteile mit sich. Während man es mit dem Dresscode nicht ganz so genau nehmen ...mehr
Der Corona-Virus verunsichert die Welt. Doch manche lassen sich nicht von der Panikmache anstecken oder reagieren mit ...mehr
Video
Anzeige