Deutscher Nachwuchs-Skifahrer Burkhart stirbt nach Trainingssturz in Kanada

Einen Tag nach einem schweren Trainingssturz ist die
Nachwuchshoffnung des deutschen Skisports, Max Burkhart, seinen
schweren Verletzungen erlegen. Der 17-Jährige starb im Krankenhaus
von Calgary.
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Einen Tag nach einem schweren Trainingssturz ist die Nachwuchshoffnung des deutschen Skisports, Max Burkhart, seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 17-Jährige starb im Krankenhaus von Calgary.

 © Alain Grosclaude/Agence Zoom - Getty Images/AFP/File
07.12.2017 - 08:53 Uhr

Einen Tag nach einem schweren Trainingssturz ist die Nachwuchshoffnung des deutschen Skisports, Max Burkhart, seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 17-Jährige sei am Mittwoch im Krankenhaus von Calgary gestorben, teilte der kanadische Skiverband mit. Er rief "die Ski-Familie weltweit" zur Unterstützung der Angehörigen auf.

Burkhart war am Dienstag bei einem Abfahrtstraining in Lake Louise in ein Schutznetz gerast und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden, doch gelang es seinen Ärzten nicht mehr, ihn zu retten. Nach einem Bericht der Zeitung "Calgary Herald" absolvierte der junge Bayer ein Trainingslager in einem kalifornischen Ski-Club bei Lake Tahoe an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada.

Todesfälle im Ski-Rennsport:

  • 1953 in Madesimo/ItalienIlio Colli (Italien) prallt bei einem Abfahrtsrennen gegen einen Baum.
  • 1959 in Garmisch-PartenkirchenJohn Semmelink (Kanada) stürzt bei der Abfahrt auf der Kandahar in ein Bachbett und erliegt einen Tag später den Folgen eines Schädelbruchs. 
  • 1959 in Rottach-EgernToni Mark (Österreich) fährt beim Abfahrtsrennen um den "Goldenen Schild" in eine Gruppe von Zuschauern und erliegt drei Tage später seinen Verletzungen. Drei Zuschauer werden verletzt. 
  • 1964 in Innsbruck: Ross Milne (Australien) prallt am 25. Januar beim Training zur Olympia-Abfahrt am Patscherkofel gegen einen Baum. 
  • 1965 in Cervinia/Italien: Walter Mussner (Italien) fährt bei einem Hochgeschwindigkeitsrennen in eine Zeitmessanlage. 
  • 1969 in Sportinia/ItalienSilvia Suter (Schweiz) prallt bei einem FIS-Rennen im Zielauslauf in eine Absperrung. 
  • 1970 in Megeve/FrankreichMichel Bozon (Frankreich) erleidet bei einem Sturz in der Weltcup-Abfahrt einen Genickbruch. 
  • 1972 in Winter Park/USADavid Noelle (USA) prallt in der Abfahrt der Universitäts-Meisterschaften mit dem Kopf gegen einen Baum.
  • 1972 in Schladming/ÖsterreichArthur Gobber (Österreich) verunglückt in der Abfahrt der österreichischen Junioren-Meisterschaften. 
  • 1973 in NorwegenSverre Rasmusbakke (Norwegen) verunglückt in einem Riesenslalom. 
  • 1975 in Val d'Isere/FrankreichMichel Dujon (Frankreich) prallt im Training gegen den Mast eines Skilifts. 
  • 1975 in Zell am Ziller/ÖsterreichMarkku Vuopala (Finnland) prallt bei den Junioren-Europameisterschaften nach der Zieldurchfahrt in der Abfahrt gegen einen Baum. 
  • 1979 in Hintertux/Österreich: Die finnische Slalom-Meisterin Sara Mustonen stürzt während der Vorbereitung auf die neue Saison in eine Gletscherspalte.
  • 1979/1986 in Lake Placid/USALeonardo David (Italien) erleidet bei einem Sturz im Zielhang der vorolympischen Abfahrt Kopfverletzungen, an deren Folgen er nach siebenjährigem Koma stirbt. 
  • 1982 in Bolsterlang/Allgäu: Der 16 Jahre alte Uwe Piske (Edingen) prallt beim Einfahren für die Abfahrt der deutschen Meisterschaften mit dem Kopf gegen einen Baum. Er trug keinen Helm.
  • 1984 in Rohrmoos/ÖsterreichSepp Walcher (Österreich), Abfahrts-Weltmeister von 1978, erleidet bei einem Sturz in einer Volksabfahrt einen Schädelbruch. 
  • 1991 in Wengen/SchweizGernot Reinstadler (Österreich) erleidet beim Sturz im Zielhang des Qualifikations-Rennens für die Weltcup-Abfahrt eine Beckenspaltung und schwere Verletzungen der Blutgefäße im Unterleib. 
  • 1992 in Les Arcs/FrankreichNicolas Bochatay (Schweiz) prallt beim Aufwärmen zum Geschwindigkeitsrennen im Rahmen der Olympischen Spiele mit einer Pistenraupe zusammen.
  • 1994 in Garmisch-PartenkirchenUlrike Maier (Österreich) prallt bei der Weltcup-Abfahrt nach einem Sturz im unteren Streckenteil der Kandahar mit dem Kopf gegen eine Zeitmess-Vorrichtung und erleidet einen Genickbruch. 
  • 1994 in Innerkrems/ÖsterreichPeter Wirnsberger II (Österreich) stürzt beim freien Skifahren nach den österreichischen Meisterschaften auf einer Eisplatte. 
  • 1996 in Altenmarkt-Zauchensee/Österreich: Kirsten McGibbon (Großbritannien) stürzt bei einer Nachwuchs-Abfahrt und erleidet schwere Kopfverletzungen sowie innere Blutungen. 
  • 2001 auf dem Pitztaler Gletscher/Österreich: Super-G-Weltmeisterin Regine Cavagnoud (Frankreich) erleidet bei einem Zusammenprall mit dem deutschen Nachwuchstrainer Markus Anwander schwerste Verletzungen. Sie stirbt zwei Tage später in einem Innsbrucker Krankenhaus. 
  • 2002 in Verbier/Schweiz: Werner Elmer (Schweiz) prallt bei einem FIS-Rennen mit einem Streckenposten zusammen und stirbt an der Unfallstelle. Der Streckenposten bleibt unverletzt.
  • 2004 in Mount Bachelor/USA: Nachwuchs-Rennläuferin Shelley Glover (USA) erleidet bei einem Trainingssturz tödliche Kopfverletzungen.
  • 2008 auf dem Kaunertaler Gletscher/Österreich: Nachwuchsfahrer Ursin Smed (Schweiz) wird bei einem Nachwuchscamp der Schweizer Verbandes von einem Schneebrett erfasst und erliegt wenig später seinen Verletzungen.
  • 2012 in Erzurum/Türkei: Asli Nemutlu (Türkei) erleidet bei einem Sturz im Training für die türkischen Jugendmeisterschaften einen Genickbruch.
  • 2012 in Park City/US-Bundesstaat Utah: Freestyle-Ikone Sarah Burke (Kanada) stirbt neun Tage nach einem Trainingssturz in der Superpipe von Park City an ihren schweren Kopfverletzungen.
  • 2012 in Grindelwald/Schweiz: Skicrosser Nick Zoricic (Kanada) stürzt beim Zielsprung des Weltcup-Rennens und erliegt kurz darauf einem schweren Schädel-Hirntrauma.
  • 2017 in Nakiska/Kanada: Routinier David Poisson (Frankreich), WM-Dritter 2013, verunglückt beim Abfahrtstraining der französischen Mannschaft.
  • 2017 in Lake Louise/USA: Der deutsche Nachwuchs-Skifahrer Max Burkhart rast bein einem Abfahrtstraining in ein Schutznetz. Obwohl er direkt mit dem Hubschrauber insKrankenhaus geflogen wurde, konnten die Ärzte ihn nicht mehr retten.

Erst vor wenigen Wochen war der 35-jährige Skirennläufer David Poisson unter ähnlichen Umständen ums Leben gekommen: Bei einem Training des Abfahrtsteams im kanadischen Skigebiet Nakiska war der ehemalige WM-Dritte am 13. November frontal auf einen Baum gefahren.

Quelle: 2017 AFP
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