Ermittler sehen Zusammenhang zwischen explosivem Brief in Berlin und DHL-Erpressung

Im Fall des bei einer Bank in Berlin eingegangenen Päckchens mit
einer Zündvorrichtung schließen die Behörden einen Zusammenhang mit
der Potsdamer DHL-Erpressung nicht aus. Die Ermittlungen wurden
daher an die brandenburgische Polizei übergeben.
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Im Fall des bei einer Bank in Berlin eingegangenen Päckchens mit einer Zündvorrichtung schließen die Behörden einen Zusammenhang mit der Potsdamer DHL-Erpressung nicht aus. Die Ermittlungen wurden daher an die brandenburgische Polizei übergeben.

 © Georg Moritz - dpa/AFP
14.01.2018 - 11:12 Uhr

Im Fall des am Freitag bei einer Bank in Berlin eingegangenen Päckchens mit einer Zündvorrichtung vermuten die Ermittler einen Zusammenhang mit der Potsdamer DHL-Erpressung vom Dezember nicht aus. Die Ermittlungen seien daher an die brandenburgische Polizei übergeben worden, teilte die Polizei am Samstag in Berlin mit. In Potsdam war am 1. Dezember ein Paket mit einer Explosionsvorrichtung in einer Apotheke am Weihnachtsmarkt abgegeben worden.

Bei dem neuen Fall handelt es sich laut Polizei ebenfalls um eine Postsendung mit einem Zünder, das an eine Bankfiliale im Bezirk Steglitz geliefert wurde. Medienberichten zufolge befand sich in dem Umschlag Schwarzpulver, das vermutlich aus Feuerwerkskörpern stammte. Zwar wurde diese Sendung demnach nicht über den Paket-Dienstleister DHL angeliefert, der in dem Potsdamer Fall offensichtlich Opfer eines Erpressungsversuchs war, sondern als Briefsendung durch die Deutsche Post - DHL ist jedoch deren Tochterunternehmen.

Die brandenburgische Polizei bestätigte die Übernahme der Ermittlungen. Sie nahm den Fall auch zum Anlass, Warnungen an die Bevölkerung hinsichtlich des Umgangs mit verdächtigen Postsendungen zu erneuern. Betroffene sollten diese weder öffnen noch schütteln, sondern möglichst gar nicht berühren hieß es. Hinweise auf einen explosiven Inhalt könnten Drähte, eine fehlerhafte Adressierung und ungewöhnliche Absenderangaben sein, hieß es.

Dem Paket vom Dezember in Potsdam war ein über einen sogenannten QR-Code verschlüsselter Erpresserbrief angeheftet gewesen. Dabei ging es nach den damaligen Angaben der Ermittler um eine Geldforderung in Millionenhöhe. Damals war auch in Frankfurt/Oder eine verdächtige Sendung eingegangen.

Zur Gefährlichkeit des Berliner Päckchens sagte ein Polizeisprecher dem Sender RBB: "Dieser Brief und sein Inhalt hätten Menschen verletzen können." Allerdings sei das in dem Versandumschlag enthaltene pyrotechnische Material nicht so gefährlich wie etwa Plastiksprengstoff oder Dynamit. Nachdem einem Bankmitarbeiter Drähte in dem Umschlag aufgefallen waren, hatte die Polizei den Bereich um die Bank am Freitag zeitweise weiträumig abgesperrt.

Quelle: 2018 AFP
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