Ursache des Unfalls mit fünf Toten bei Fritzlar noch unklar

Nach einem Unfall mit fünf Toten auf der Bundesstraße 253 bei
Fritzlar wird ein Autowrack geborgen.
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Nach einem Unfall mit fünf Toten auf der Bundesstraße 253 bei Fritzlar wird ein Autowrack geborgen.

 © Nicole Schippers

Fünf Menschen kommen am Sonntagabend bei einem Frontalzusammenstoß auf einer Bundesstraße in Nordhessen ums Leben. Am Tag nach dem Unglück bleibt die genaue Unfallursache weiter unklar.

Fritzlar (dpa) - Nach dem schweren Autounfall mit fünf Toten in der Nähe des nordhessischen Fritzlar hat es laut Polizei am Tag danach noch keine klärenden Erkenntnisse zur Unfallursache gegeben.

Am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr waren auf der Bundesstraße 253 zwei Autos frontal zusammengestoßen. Eine 42-jährige Frau und vier Männer im Alter von 27 bis 57 Jahren kamen dabei ums Leben.

Der Wagen mit den vier Männern war den Angaben der Polizei zufolge auf der B253 aus Fritzlar kommend Richtung Bad Wildungen unterwegs. Wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte, saß der 27-Jährige am Steuer. Am Ende einer Ausbaustrecke und beim Fritzlarer Stadtteil Ungedanken sei der Wagen dann in einer Rechtskurve mit dem entgegenkommenden Pkw der 42-Jährigen zusammengestoßen.

Beide Fahrzeuge wurden demnach in den Straßengraben geschleudert. Alle Insassen starben noch am Unfallort. Weitere Pkw waren nicht an dem Unfall beteiligt.

Gutachter soll klären

Den genauen Unfallhergang soll auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kassel nun ein Gutachter klären. Einem Polizeisprecher zufolge könnte nach ersten Eindrücken zu schnelles Fahren ein Grund gewesen sein. An der Unfallstelle gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern. Zum Zeitpunkt des Geschehens war die Fahrbahn feucht.

Die Unfallstelle war bis in die Nacht zum Montag hinein weiträumig abgesperrt. Die fünf Unfallopfer mussten von der Feuerwehr aus den völlig zerstörten Wagen befreit werden. Der Sachschaden liegt der Polizei zufolge bei rund 45.000 Euro.

Allein in Hessen haben von Januar bis September bei insgesamt 12.476 Verkehrsunfällen 132 Menschen ihr Leben gelassen. Das geht aus den jüngsten Daten des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden hervor.

Laut der Statistik für Januar bis August 2021 ereigneten sich die meisten tödlichen Unfälle auf Bundesstraßen.

So verhalten Sie sich bei einem Verkehrsunfall:

  1. Ruhe bewahren
    Am wichtigsten ist es Ruhe zu bewahren. Schalten Sie die Warnblinker an und ziehen Sie eine Warnweste über. Verlassen Sie erst dann vorsichtig das Auto, um das Warndreieck aufzustellen.
  2. Warndreieck
    Gehen Sie zum Aufstellen des Warndreiecks neben der Fahrbahn, entgegen des Verkehrs. Auf der Autobahn sollte das Warndreieck einen Abstand von mindestens 150 Metern zur Unfallstelle haben. Auf der Landstraße reichen 100 Meter und innerorts 50 Meter. 
  3. Unfallort absichern
    Ist niemand verletzt und nur leichte Schäden am Fahrzeug, machen sie Beweisfotos von dem Unfall und bewegen Sie das Fahrzeug von der Fahrspur.
  4. Notruf
    Wählen Sie als nächstes den Notruf. Schildern Sie ruhig und knapp, was passiert ist und den Zustand der Verletzten. Seien Sie dabei möglichst präzise. Bleiben Sie danach am Telefon. Das geschulte Personal wird erklären, was zu tun ist und Rückfragen stellen. Diese benachrichtigen auch bei Bedarf die Feuerwehr und die Polizei.
  5. Erste Hilfe
    Helfen Sie als nächstes verletzten Menschen und leisten erste Hilfe. Jede Hilfe ist besser, als gar keine. Bringen Sie verletzte Personen aus dem Gefahrenbereich und stellen Sie sicher, dass Sie weder sich noch andere dabei gefährden.
  6. Leblose Personen
    Sprechen Sie leblose Personen an und rütteln Sie an deren Schulter. Kommt keine Reaktion, rufen Sie um Hilfe, überstrecken Sie den Kopf und überprüfen die Atmung. 
  7. Wiederbelebungsmaßnahmen
    Ist kein Atem zu spüren, starten Sie Wiederbelebungsmaßnahmen. Legen Sie dazu den Handballen in die Mitte des Brustkorbs, legen Sie die andere Hand drauf und beginnen mit durchgestreckten Armen von oben fünf bis sechs Zentimeter in den Brustkorb zu drücken und entlasten Sie den Brustkorb wieder. Pumpen Sie auf diese Weise im Takt von Liedern wie "Atemlos" von Helene Fischer oder "Highway to Hell" von ACDC. Nach jeweils 30 Stößen können gegebenenfalls zwei Mund-zu-Mund-Beatmungsversuche durchgeführt werden.
  8. Stabile Seitenlage
    Atmet eine bewusstlose Person noch, sollten Sie diese in die stabile Seitenlage legen. Dafür knien Sie sich an der Seite vor die Person und legen den nahen Arm in den rechten Winkel nach oben. Legen Sie dann den Handrücken der anderen Hand an die nahe Wange des Opfers. Ziehen Sie das entfernte Bein hoch und ziehen Sie an diesem Bein die Person in eine Seitenlage zu sich. Dabei sollten der Kopf überstreckt, das Gesicht nach unten gerichtet und der Mund leicht geöffnet werden.
  9. Erste Hilfe
    Stehen Personen unter Schock, bleiben Sie mit diesen in Kontakt. Sorgen Sie auch bei Personen mit vermeintlich kleinen Verletzungen für Wärmerhalt durch beispielsweise Decken. Folgen Sie den Anweisungen der Notfallsanitäter, sobald diese eintreffen.
  10. Aufgaben aufteilen
    Sind mehrere Personen anwesend, sollten die Absicherung der Unfallstelle, der Notruf und die erste Hilfe aufgeteilt werden, sodass diese gleichzeitig geschehen können.
  11. Personendaten austauschen
    Tauschen Sie mit beteiligten Personen Kontakt- und Versicherungsdaten aus. Auch die Personalien von Zeugen sollten Sie erfragen.
  12. Unfallfotos und Unfallskizze
    Fotografieren Sie die Unfallstelle und Schäden, die entstanden sind. Fertigen Sie eine Unfallskizze an, in der der Unfallverlauf deutlich wird.
  13. Versicherung
    Melden Sie den Unfall innerhalb von einer Woche an Ihre Versicherung. Hier sollten die Fotos des Unfalls und die Unfallskizze mitgeschickt werden. Ist bei dem Unfall eine Person ums Leben gekommen, muss dies binnen 48 Stunden an die Versicherung gemeldet werden.
Quelle: dpa-infocom GmbH
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