Griechisches Parlament billigt Haushalt für 2015

Die griechische Regierung rechnet mit einem nahezu
ausgeglichenen Budget und einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,9
Prozent, befindet sich damit aber im Widerspruch zu den Prognosen
der internationalen Troika.
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Die griechische Regierung rechnet mit einem nahezu ausgeglichenen Budget und einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,9 Prozent, befindet sich damit aber im Widerspruch zu den Prognosen der internationalen Troika.

 © Angelos Tzortzinis - AFP
08.12.2014 - 06:11 Uhr

Das griechische Parlament hat in der Nacht den Haushalt für 2015 gebilligt. Die griechische Regierung rechnet mit einem nahezu ausgeglichenen Budget und einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,9 Prozent, befindet sich damit aber im Widerspruch zu den Prognosen der internationalen Troika. Die Zukunft des Krisenlandes ist heute auch Thema beim Treffen der Finanzminister der Euro-Länder in Brüssel.

Für den Budgetentwurf votierten in Athen am frühen Morgen 155 Abgeordnete, 134 Parlamentarier stimmten dagegen. Der Entwurf sieht ein Defizit in Höhe von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vor. Die Gläubiger aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) gehen allerdings von einem Defizit um die drei Prozent aus und sehen außerdem fehlende Einnahmen in Höhe von zwei bis drei Milliarden Euro.

Noch während der Parlamentsdebatte zeigte sich Finanzminister Gikas Hardouvelis überzeugt, "bald" zu einer Einigung mit der Troika zu gelangen. Die "Differenzen" mit der Troika angesichts der unterschiedlichen Zahlen hätten "reduziert" werden können, sagte der Minister. Ähnlich hatte sich schon Ministerpräsident Antonis Samaras geäußert.

Die griechische Regierung hofft noch im Dezember auf weitere Zuwendungen der EU in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Athens Erwartung, das internationale Hilfsprogramm ein Jahr früher verlassen zu können als geplant, gilt mittlerweile allerdings als unrealistisch.

Mit der Zukunft Griechenlands beschäftigen sich heute in Brüssel auch die Euro-Finanzminister. Athen hatte 2010 am Rande des Bankrotts gestanden und wurde nur über internationale Hilfsprogramme gerettet. Nun möchte das Land diese möglichst schnell wieder verlassen.

Quelle: 2014 AFP
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