Laschet verteidigt Thüringer CDU-Fraktion

CDU-Chef Armin Laschet verteidigt das Verhalten der Thüringer
CDU-Abgeordneten.
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CDU-Chef Armin Laschet verteidigt das Verhalten der Thüringer CDU-Abgeordneten.

 © Marius Becker

AfD-Politiker Höcke wollte die rot-rot-grüne Thüringen-Regierung zu Fall bringen. Linke, SPD, Grüne und FDP waren geschlossen dagegen. Die CDU stimmte nicht mit ab. Laschet sieht kein Problem darin.

Erfurt (dpa) - Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, hat nach der Abstimmung des Misstrauensvotums im Thüringer Landtag Partei für die Thüringer CDU-Fraktion ergriffen.

Der Thüringer Fraktionsvorsitzende habe "eine knallharte Rede der Abgrenzung gegen die AfD gehalten", sagte der CDU-Chef im Sommerinterview des ZDF. "Das Signal von Mario Voigt war glasklar: Mit denen reden wir nicht, mit denen kooperieren wir nicht, mit denen verhandeln wir nicht - wir gehen nicht mal auf deren Spiele im Landtag ein."

Das Landesparlament entschied am Freitag über ein Misstrauensvotum, das die AfD-Fraktion gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) anstrengte. Die Fraktionen von Linke, SPD, Grüne und FDP stimmten geschlossen mit Nein. Die CDU-Abgeordneten blieben wie angekündigt auf ihren Plätzen sitzen und stimmten nicht mit ab - was ihnen bereits im Vorfeld viel Kritik eingebracht hatte.

"Ich bedaure sehr, dass Rot-Rot-Grün das Versprechen nicht eingehalten hat, dass wir zu Neuwahlen kommen. Das wäre in Thüringen der beste Weg gewesen", sagte Laschet. Mit dem Misstrauensvotum habe der Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke jedoch die parlamentarische Demokratie vorführen wollen. Als Fraktion zu sagen "Wir machen euer Spiel hier im Landtag nicht mit", sei legitim. Laschet habe dennoch Respekt, "wenn andere sagen, wir machen das mit einer Nein-Stimme".

Auf die Frage, ob er sich wünsche, dass der CDU-Bundestagskandidat Hans-Georg Maaßen nicht gewählt worden sei, sagte Laschet: "Unser Recht sieht es so vor, dass im Wahlkreis selbst entschieden wird, wer der Kandidat ist. Und ich finde, das muss man respektieren, auch wenn man viele Positionen nicht teilt."

Quelle: dpa-infocom GmbH
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