Lasterfahrer in London rief laut Zeugen: "Ich will alle Muslime töten!"

Der blutige Vorfall nahe einer Moschee in London war offenbar
ein gezielter Angriff auf Muslime. Der Fahrer des Fahrzeugs rief
Zeugen zufolge "Ich will alle Muslime töten!". Der 48-Jährige hatte
einen Lieferwagen in eine Menschenmenge gesteuert.
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Der blutige Vorfall nahe einer Moschee in London war offenbar ein gezielter Angriff auf Muslime. Der Fahrer des Fahrzeugs rief Zeugen zufolge "Ich will alle Muslime töten!". Der 48-Jährige hatte einen Lieferwagen in eine Menschenmenge gesteuert.

© Tolga Akmen - AFP
19.06.2017 - 09:49 Uhr

Der blutige Vorfall nahe einer Moschee in London ist nach Angaben von Augenzeugen ein gezielter Angriff auf Muslime gewesen. Der Fahrer des Lieferwagens habe nach der Tat "Alle Muslime! Ich will alle Muslime töten!" gerufen, sagte der Augenzeuge Khalid Amin am Montag in der BBC. Der Mann habe seinen Wagen nahe der Moschee im Stadtteil Finsbury Park vorsätzlich in die Menge gesteuert und die Menschen "einfach überfahren".

Der Vorfall hatte sich in der Nacht zum Montag im Nordosten der britischen Hauptstadt ereignet. Anti-Terror-Ermittler der Polizei übernahmen die Ermittlungen. Premierministerin Theresa May berief eine Krisensitzung ein und erklärte, der Vorfall werde als "möglicher Terroranschlag" behandelt. Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einem "schrecklichen Terroranschlag".

Die Polizei hatte zunächst von einem Toten und zehn Verletzten gesprochen. Alle Opfer seien Muslime. Später gab der Anti-Terror-Ermittler Neil Basu allerdings bekannt, die Todesursache des gestorbenen Mannes sei noch unklar. Er wurde demnach gerade von Rettungskräften versorgt, als der Lieferwagen in die Menschenmenge raste. Später sei der Mann am Tatort verstorben. Ob es zwischen seinem Tod und dem mutmaßlichen Anschlag einen Zusammenhang gebe, müssten die Ermittlungen zeigen, sagte Basu.

Die Polizei konnte den 48-jährigen Fahrer festnehmen. Er wurde nach Polizeiangaben in ein Krankenhaus gebracht, wo sein Geisteszustand untersucht werden soll. Die Tat werde vorerst aber "wie ein Terroranschlag behandelt", sagte Basu. Dem Fahrer wird demnach versuchter Mord vorgeworfen. Weitere Verdächtige gebe es nicht.

Quelle: 2017 AFP
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