Merkel verteidigt Ortswahl für G20-Gipfel in Hamburg

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Auswahl von Hamburg
als Austragungsort für den G20-Gipfel gegen Kritik verteidigt. Im
ARD-"Sommerinterview" distanzierte sie sich von
Rücktrittsforderungen an Bürgermeister Olaf Scholz.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Auswahl von Hamburg als Austragungsort für den G20-Gipfel gegen Kritik verteidigt. Im ARD-"Sommerinterview" distanzierte sie sich von Rücktrittsforderungen an Bürgermeister Olaf Scholz.

 © Maurizio Gambarini - dpa/AFP
16.07.2017 - 15:51 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Auswahl von Hamburg als Austragungsort für den G20-Gipfel gegen Kritik verteidigt. "Es war klar, es muss in einem Ballungsgebiet stattfinden", sagte Merkel am Sonntag im ARD-"Sommerinterview" für die Sendung "Bericht aus Berlin". Die Entscheidung, auch von ihr, sei dann auf Hamburg gefallen, und "ich habe mich gefreut, dass Olaf Scholz Ja gesagt hat".

"Wir haben das gemeinsam gestaltet", sagte Merkel weiter mit Blick auf den sozialdemokratischen Hamburger Bürgermeister. "Es sind dann Dinge passiert, die absolut nicht akzeptabel sind, und dafür habe ich genauso die Verantwortung wie Olaf Scholz und drücke mich auch nicht davor", fügte die Kanzlerin mit Blick auf die Krawalle während des Gipfels hinzu. Diese Gewalt sei auf jeden Fall zu verurteilen. Merkel dankte erneut den Einsatzkräften, die während des Spitzentreffens im Dienst waren.

Auf Abstand ging Merkel zur Haltung der Hamburger CDU, aus der nach dem Gipfel wegen der Krawalle der Rücktritt von Scholz gefordert worden war. Sie habe auch den Hamburger Parteifreunden gesagt, "dass ich das für falsch halte". Dies sehe auch mit Ausnahme Hamburgs das gesamte CDU-Präsidium so. Die Bundesregierung sei Gastgeberin des Gipfels gewesen, Scholz habe der Ausrichtung in seiner Stadt zugestimmt und "sich da jetzt hinterher auseinanderdividieren zu lassen, wäre aus meiner Sicht abenteuerlich".

Während des Gipfels vor gut einer Woche war es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei waren auch zahlreiche Polizisten und Demonstranten verletzt worden.

Quelle: 2017 AFP
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