Papst Franziskus zitiert Kardinal Marx nach Rom

Papst Franziskus hat den Vorsitzenden der deutschen
Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, im Streit um die
Kommunion für evangelische Christen nach Rom zitiert. Marx habe der
Wunsch erreicht, in der Sache ein Gespräch in Rom zu führen, hieß
es.
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Papst Franziskus hat den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, im Streit um die Kommunion für evangelische Christen nach Rom zitiert. Marx habe der Wunsch erreicht, in der Sache ein Gespräch in Rom zu führen, hieß es.

 © Armin Weigel - dpa/AFP/Archiv
19.04.2018 - 13:58 Uhr

Papst Franziskus hat den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, im Streit um die Kommunion für evangelische Christen nach Rom zitiert. Marx habe "der Wunsch des Heiligen Vaters erreicht, wonach dieser vorschlägt, in der Sache ein Gespräch in Rom zu führen", erklärte die Bischofskonferenz am Donnerstag in Bonn. Diesen Wunsch des Papsts begrüße der Kardinal ausdrücklich.

Der Streit dreht sich um einen Beschluss der deutschen Bischöfe vom Februar, laut dem bei Ehepartnern verschiedener Konfession künftig in Einzelfällen auch der protestantische Partner die Kommunion empfangen darf. Wegen dieses von ihnen abgelehnten Beschlusses wandten sich sieben deutsche Bischöfe an den Papst. Die Bischofskonferenz bestritt am Donnerstag Medienberichte, wonach die umstrittene Handreichung im Vatikan oder vom Papst abgelehnt worden sei.

Wie die Bischofskonferenz erklärte, konnten die Bischöfe bis Ostern ihre Änderungsvorschläge zu der Handreichung einreichen. Es seien Hinweise eingegangen, diese seien in den Text eingearbeitet worden. Eine neue Abstimmung soll es aber nicht geben - nach dem Beschluss der Frühjahrsvollversammlung will Marx zusammen mit dem Vorsitzenden der Glaubenskommission und dem Vorsitzenden der Ökumenekommission die finale Fassung beschließen.

Den Angaben zufolge wird Kardinal Marx den Ständigen Rat der Bischofskonferenz in seiner turnusmäßigen Sitzung am kommenden Montag über den aktuellen Sachstand informieren. Die Bischofskonferenz betonte, dass mehr als drei Viertel der Bischofskonferenz der Handreichung im Februar zugestimmt hätten. Allerdings ist unter den Kritikern mit dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki der Kopf des größten deutschen Bistums.

Die Kritiker der Handreichung hatten erklärt, sie wollten unter anderem Antwort darauf, wie weit die Kompetenzen einer Bischofskonferenz reichten in Angelegenheiten, die die ganze Kirche angehen. Weltweit gibt es etwa 20 Handreichungen von Bischöfen oder Bischofskonferenzen zum Kommunionsempfanng für nicht-katholische Ehepartner. In den vergangenen 20 Jahren wurden diese Regelungen vom Vatikan gebilligt. Unklar ist, ob die deutsche Regelung weitgehender ist als die Regelungen anderer Länder.

Quelle: 2018 AFP
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