Paris richtet Olympische Sommerspiele 2024 aus

Paris wird erstmals seit hundert Jahren die Olympischen
Sommerspiele ausrichten. Das Internationale Olympische Komitee
vergab die Sommerspiele 2024 einmütig an Paris. Los Angeles erhielt
den Zuschlag für 2028.
Bild 1 von 2

Paris wird erstmals seit hundert Jahren die Olympischen Sommerspiele ausrichten. Das Internationale Olympische Komitee vergab die Sommerspiele 2024 einmütig an Paris. Los Angeles erhielt den Zuschlag für 2028.

© Christophe Simon - AFP
14.09.2017 - 10:19 Uhr

Paris wird zum dritten Mal in seiner Geschichte und erstmals seit hundert Jahren die Olympischen Sommerspiele ausrichten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) vergab die Sommerspiele 2024 am Mittwoch bei einem Treffen in der peruanischen Hauptstadt Lima einmütig an Paris. Die US-Metropole Los Angeles erhielt den Zuschlag für das Jahr 2028. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einer "großartigen Anerkennung" für sein Land.

Nach mehreren gescheiterten Bewerbungen kehren die Olympischen Sommerspiele damit erstmals seit hundert Jahren in die französische Hauptstadt zurück. Paris, wo Pierre de Coubertin 1894 das IOC gründete und die Olympischen Spiele der Neuzeit erschuf, hatte das Sportgroßereignis in den Jahren 1900 und 1924 ausgerichtet.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, die an dem Treffen in Lima teilnahm, nannte die Vergabe "historisch". "Hundert Jahre nach 1924 bringen wir die Spiele nach Paris zurück", erklärte sie auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter.

Staatspräsident Macron sagte, nun müsse ganz Frankreich "mobilisiert" werden. Die Olympischen Spiele seien eine "großartige Gelegenheit", "die Transformation unseres Landes zu begleiten und seine internationale Attraktivität zu erhöhen". Macron äußerte sich zum Abschluss seiner Reise zu den vom Hurrikan "Irma" betroffenen Karibikinseln Saint-Martin und Saint-Barthélémy.

Los Angeles wird 2028 ebenfalls zum dritten Mal zum Zug kommen, nach 1932 und 1984. Die Vollversammlung des IOC hatte die Doppelvergabe an Paris und Los Angeles bereits im Juli beschlossen. Zuvor war eine Reihe von Städten - Hamburg, Boston, Rom und Budapest - aus dem Rennen um die Ausrichtung 2024 ausgestiegen.

Los Angeles erklärte sich schließlich bereit, Paris für 2024 den Vortritt zu lassen - dafür gehen die Sommerspiele vier Jahre später in die kalifornische Großstadt, außerdem gibt es eine Milliardenzahlung des IOC.

Die Mitglieder des IOC besiegelten die Doppelvergabe nun in Lima bei einer Abstimmung einmütig mit erhobener Hand. Sie stimmten für die entsprechende Vereinbarung zwischen dem IOC, Paris und Los Angeles. Damit entfiel die sonst übliche geheime elektronische Abstimmung über die Kandidaturen.

Paris veranschlagt die Gesamtkosten für die Olympischen Sommerspiele 2024 auf 6,6 Milliarden Euro und wirbt damit, dass bereits rund 95 Prozent der Wettkampfstätten stehen. Die französische Hauptstadt will auch ihre weltberühmten historischen Monumente in das Großereignis einbeziehen: Einige der Wettbewerbe finden am Fuße des Eiffelturms, auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées, im Grand Palais oder vor dem Schloss von Versailles statt.

Quelle: 2017 AFP
Kommentare
Top-Themen
Nach tagelangem Bangen um die 44-köpfige Besatzung des verschollenen, argentinischen U-Bootes ist die Marine zu einer ...mehr
In zehn Tagen soll der Machtkampf in der CSU endgültig beigelegt sein: CSU-Chef Horst Seehofer verständigte sich am ...mehr
FDP-Chef Christian Lindner will nach einer möglichen Neuwahl nicht erneut über eine Jamaika-Koalition verhandeln. ...mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Anzeige
Börse
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
1
Physik, Chemie, Biologie - sind Sie ein verkappter Einstein? Finden Sie es heraus mit unserem kostenlosen Test!mehr
Bilder des Tages
Vor der Basilius-Kathedrale in Moskau sind die Bäume schon weihnachtlich geschmückt.mehr
Anzeige
Anzeige