Der Sieben-Tage-Inzidenzwert hat erneut einen Höchstwert erreicht. Gesundheitsminister Karl Lauterbach prognostizierte gegenüber "Bild" weiter steigende Zahlen. Wir haben für Sie alle weiteren wichtigen Corona-News der letzten Woche zusammengetragen.
Die Ständige Impfkommission hat sich für eine zweite Auffrischungs-Impfung für besonders gefährdete Gruppen und das Personal von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ausgesprochen. Stiko-Vorsitzender Thomas Mertens verwies auf Daten, die einen verbesserten Schutz nach einer vierten Corona-Impfung zeigen.
Die Stiko hat eine Impfung mit dem neuen Impfstoff Novavax für alle Menschen ab 18 Jahren empfohlen. Der proteinbasierte Impfstoff enthält anders als mRNA- oder Vektor-Impfstoffe keine genetischen Informationen.
Rund eineinhalb Wochen vor der nächsten Bund-Länder-Runde ist die Ampel-Regierung uneins über den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) sehen die Zeit für Lockerungen noch nicht gekommen - die FDP dringt dagegen auf rasche Öffnungsschritte. Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagte gegenüber der "Bild": "Ich glaube, dass wir deutlich vor Ostern lockern werden." Gleichzeitig warnte er: "In das Maximum der Fallzahlen jetzt zu lockern, das bedeutet: Ich gieße Öl ins Feuer."
Hessen hat die 2G-Beschränkung im Einzelhandel beendet. Ministerpräsident Volker Bouffier sagte nach Angaben der Staatskanzlei: "Wir ermöglichen damit mehr Freiheit, gleichzeitig schützen wir die Menschen durch klare Vorgaben." Unter anderem müsste beim Einkaufen künftig eine FFP2-Maske getragen werden. Auch Schleswig-Holstein kippt ab Mittwoch die 2G-Regel im Einzelhandel. Dort soll außerdem die Sperrstunde in der Gastronomie wegfallen.
Abgeordnete der Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP haben einen ersten Gesetzesentwurf für eine Corona-Impfplicht für Erwachsene vorgelegt. Die Impfpflicht soll drei Impfungen umfassen und bis Ende 2023 befristet sein. Über den Gesetzesentwurf will der Bundestag ab Mitte Februar beraten.
EU-Impfnachweise sind bei Reisen in andere europäische Länder ohne Auffrischungs-Impfung nur noch neun Monate gültig. Bei einem Grenzübertritt innerhalb der EU werden Ungeboosterte dann wie Ungeimpfte behandelt. Wie lange eine Immunisierung etwa für Restaurantbesuche oder Freizeitaktivitäten in den einzelnen Ländern gilt, entscheiden die Staaten weiterhin selbst.
Österreich hat als erster EU-Staat eine Impfpflicht für alle Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren eingeführt. Wer gegen den Beschluss verstößt, muss mit Bußgeldern zwischen 600 und 3.600 Euro rechnen. Ausnahmen gelten für Schwangere und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.
Bei den Olympischen Winterspielen in Peking sind über 350 Sportlerinnen, Sportler und Betreuungspersonen positiv auf Corona getestet worden. Im deutschen Team gibt es ebenfalls die ersten Corona-Fälle. Unter anderen haben sich die Nordischen Kombinierer Eric Frenzel und Terence Weber sowie der Eiskunstläufer Nolan Seegert mit Corona infiziert.
Die Impfstoff-Firmen Biontech und Pfizer haben in den USA eine Notfallzulassung ihres Impfstoffs für Kleinkinder ab sechs Monaten beantragt. Dieser muss nun von der amerikanischen Bundesbehörde FDA zugelassen werden. Laut Angaben der Herstellenden entspricht die Impfdosis etwa einem Zehntel der Dosis für Erwachsene.