Polizei findet vergrabene Leiche von seit April auf Amrum vermisstem Flüchtling

Ein seit April vermisster 27-jähriger Flüchtling von der Insel
Amrum ist tot. Suchkräfte der Polizei fanden die vergrabene Leiche
an der Südspitze. Die Ermittler gehen davon aus, dass der junge
Iraker von zwei Bekannten getötet wurde.
Bild 1 von 1

Ein seit April vermisster 27-jähriger Flüchtling von der Insel Amrum ist tot. Suchkräfte der Polizei fanden die vergrabene Leiche an der Südspitze. Die Ermittler gehen davon aus, dass der junge Iraker von zwei Bekannten getötet wurde.

 © Arne Dedert - dpa/AFP/Archiv
12.10.2017 - 14:00 Uhr

Ein seit April vermisster 27-jähriger Flüchtling von der Insel Amrum in Schleswig-Holstein ist tot. Seine vergrabene Leiche sei am Donnerstag an der Südspitze Amrums von Suchkräften gefunden worden, teilte die Polizei in Flensburg mit. Die Ermittler gehen davon aus, dass der junge Mann aus dem Irak von zwei Bekannten getötet wurde.

Die 20- und 26-jährigen Amrumer waren bereits vor Entdeckung der Leiche in der vergangenen Woche im sächsischen Chemnitz unter dringenden Tatverdacht festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft. Laut Polizei führte der jüngere der beiden die Beamten nun zu dem Leichnam. Er war in Begleitung seines Anwalts nach Amrum gebracht worden und zeigte den Suchkräften den Ort.

Nach Angaben der Ermittler wohnten der Getötete und die beiden Verdächtigen auf Amrum in einem Mehrfamilienhaus zusammen. Sie gehen von einer sogenannten Beziehungstat unter Bekannten aus, die möglichen Hintergründe des Verbrechens sind jedoch unklar.

Die Polizei war zunächst davon ausgegangen, dass die drei jungen Männer sich im April gemeinsam entschlossen hatten, Amrum mit unbekanntem Ziel zu verlassen. Hinweise auf ein Verbrechen lagen zunächst nicht vor, auch wenn die Beamten eine öffentliche Vermisstenfahndung in die Wege leiteten.

Die Hinweise auf ein Verbrechen verdichteten sich jedoch, nachdem die beiden Amrumer im Juli wieder auftauchten, aber keine Angaben zum Verbleib des 27-Jährigen machten konnten. Auch andere Erkenntnisse ließen die Ermittler befürchten, dass dieser die Insel nie verlassen hatte. So benutzte dieser weder sein Konto, sein Mobiltelefon oder soziale Netzwerke.

Anfang Oktober begannen die Beamten, auf Amrum unter anderem mit Spürhunden nach der Leiche des Vermissten zu suchen. Die beiden Verdächtigen waren nach der Befragung im Juli zunächst weitergezogen, weil gegen sie damals keine Verdachtsmomente vorlagen. Am vergangenen Donnerstag wurden sie dann in Chemnitz festgenommen.

Quelle: 2017 AFP
Kommentare
Top-Themen
Die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner hat sich gegen eine sogenannte Kooperationskoalition mit der SPD ausgesprochen.mehr
US-Präsident Donald Trump hat nach dem Anschlagsversuch in New York erneut eine strengere Einwanderungspolitik gefordert.mehr
Im US-Bundesstaat Alabama hat am Dienstag eine Nachwahl zum Senat begonnen, die als wichtiger Test für Präsident ...mehr
Anzeige
Tests
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Börse
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
1
Physik, Chemie, Biologie - sind Sie ein verkappter Einstein? Finden Sie es heraus mit unserem kostenlosen Test!mehr
Bilder des Tages
Ganz schön mutig: Diese Schwimmerinnen stürzen sich in die eiskalten Fluten des Bathing Pond in einem Park im Norden Londons - und das auch noch am frühen Morgen. Die ...mehr
Anzeige
Anzeige