Präsidentschaftskandidat in Brasilien stirbt bei Absturz

Beim Absturz eines Privatjets in Brasilien ist der
sozialistische Präsidentschaftskandidat Eduardo Campos ums Leben
gekommen. Das Leichtflugzeug stürzte in einem Wohngebiet von Santos
im Bundesstaat São Paulo wegen schlechten Wetters ab.
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Beim Absturz eines Privatjets in Brasilien ist der sozialistische Präsidentschaftskandidat Eduardo Campos ums Leben gekommen. Das Leichtflugzeug stürzte in einem Wohngebiet von Santos im Bundesstaat São Paulo wegen schlechten Wetters ab.

© Ricardo Nogueira - AFP
13.08.2014 - 18:39 Uhr

Beim Absturz eines Privatflugzeugs in der brasilianischen Küstenstadt Santos ist der sozialistische Präsidentschaftskandidat Eduardo Campos ums Leben gekommen. Das bestätigten Abgeordnete seiner Partei im Kurzbotschaftendienst Twitter. Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff, gegen die Campos im Oktober hatte antreten wollen, ordnete eine dreitägige Staatstrauer an und unterbrach ihren Wahlkampf.

Wie die Mediengruppe Globo unter Berufung auf die Luftwaffeberichtete, starben alle sieben Insassen, als das Leichtflugzeug ineinem Wohngebiet von Santos im Bundesstaat São Paulo wegenschlechten Wetters abstürzte. Bei dem Privatjet vom Typ Cessnahandelte es sich um das Wahlkampfflugzeug des 49-jährigen Campos.An Bord waren auch ein Journalist, ein Fotograf und der Chauffeurvon Campos.

Das Flugzeug war auf dem Weg von Rio de Janeiro zu einemFlughafen der Stadt Guaruja nahe São Paulo, als es beim Landeanflugin Santos auf eine Sporthalle und zwei Häuser stürzte. Zur genauenUnfallursache wurden Ermittlungen eingeleitet.

Der Mediengruppe Globo zufolge brach der Privatjet bei demAufprall auseinander, ein großes Feuer brach aus. Auf Bildern imFernsehen waren brennende Trümmer zu sehen, aus mehreren Gebäudenstieg Rauch auf. Globo berichtete unter Berufung auf die Armee,dass alle sieben Insassen - zwei Piloten und fünf Passagiere -starben. Die Polizei bestätigte mehrere Todesfälle, gab aberzunächst keine genaue Zahl bekannt. Die Feuerwehr sprach vonmindestens zehn Verletzten.

Julio Delgado von Campos' sozialistischer Partei (PSB) schriebauf Twitter, er sei "zutiefst traurig" angesichts der Tragödie.Sein Parteikollege Beto Albuquerque von der PSB schrieb: "Wir habenunseren größten Anführer verloren. Ich bin am Boden zerstört."Rousseff erklärte, ganz Brasilien sei in Trauer. "Wir haben einengroßen Brasilianer verloren, Eduardo Campos", hieß es in einerMitteilung der Präsidentin.

Der fünffache Vater Campos hatte bei der PräsidentschaftswahlAnfang Oktober Amtsinhaberin Rousseff herausfordern wollen. Beieiner Umfrage im vergangenen Monat lag er mit acht Prozent Zuspruchauf dem dritten Platz.

Quelle: 2014 AFP
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