RB Leipzig patzt im Titelrennen: Remis gegen Frankfurt

Frankfurts Sebastian Rode und Leipzigs Yussuf Poulsen (r) im
Zweikampf um den Ball.
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Frankfurts Sebastian Rode und Leipzigs Yussuf Poulsen (r) im Zweikampf um den Ball.

 © Jan Woitas

RB Leipzig lässt im Meisterschaftskampf wertvolle Zähler liegen. Gegen Eintracht Frankfurt verpassen die Leipziger den siebten Sieg in Serie. Zudem müssen sie im Endspurt um Upamecano bangen.

Leipzig (dpa) - Die Leipziger Siegesserie in der Fußball-Bundesliga ist gerissen, die eigene Titelchance nicht mehr in der eigenen Hand. Doch enttäuscht war Julian Nagelsmann "nur über das Ergebnis, nicht über die Art und Weise" des Auftretens beim 1:1 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt.

Dabei hatte er gegen den Bayern-Schreck am Sonntag seine komplette Offensivabteilung aufgeboten, die Ausbeute von nur einem Tor war jedoch zu mager. "Wir hätten deutlich mehr Torschüsse haben können. Es war etwas sorglos. In den ersten 20 Minuten müssen wir schon 2:0 führen", haderte der Cheftrainer mit der Ausbeute. "Die Chancenverwertung ist wichtig im Fußball", betonte der 33-Jährige.

Mit dem Stolperer im Titelrennen beträgt der Abstand zum Spitzenreiter FC Bayern München nun wieder vier Zähler. "Momentan bin ich total enttäuscht. Der letzte Punch hat heute gefehlt", sagte Emil Forsberg, der RB in der 46. Minute in Führung brachte, ehe Daichi Kamada (61.) ausglich. "Vier Punkte sind es bis oben, doch das ist uns egal, wir müssen jetzt jedes Spiel gewinnen. Am Freitag gegen Bielefeld werden wir alles reinhauen."

Mit einem Sieg auf der Alm kann RB den Abstand auf den Rekordmeister am 3. April daheim verkürzen. Bis dahin bleibt der einzige Bayern-Jäger verbal defensiv. "Wir denken Schritt für Schritt und wollen nicht die Bodenhaftung verlieren", sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff vor dem Spiel.

"Wenn man die gesamten 90 Minuten sieht, waren wir die bessere Mannschaft, hatten die klareren Torchancen. Wir haben heute nicht das letzte Quäntchen Glück gehabt", befand RB-Manager Markus Krösche, der sein Team in "gewissen Situationen etwas schlampig" fand.

"Die ersten zehn Minuten waren katastrophal", befand der Ex-Leipziger Stefan Ilsanker. Überragend war aber Eintracht-Keeper Kevin Trapp, der mit zahlreichen Glanzparaden den RB-Sturm abprallen ließ. Doch vom besten Team 2021 war offensiv zunächst nichts zu sehen.

Anders die gierigen Leipziger. In der siebten Minute verhinderte Trapp gegen den frei auf ihn zulaufenden Justin Kluivert die RB-Führung. Danach parierte er gegen Forsberg (14.), ehe Willi Orban erfolgreich abstaubte - der Treffer wurde wegen Abseits jedoch aberkannt. Danach eine Schrecksekunde für RB: Abwehrchef Dayot Upamecano greift sich nach einem Sprint an den Oberschenkel und wird mit Verdacht auf eine Muskelverletzung von Lukas Klostermann (27.) ersetzt.

Der Bayern-Verfolger investierte enorm viel im bissig geführten Spiel, presste hoch und schaltete bei Ballgewinn schnell um. Doch im letzten Drittel fehlte es oft an Genauigkeit - oder Trapp rettete wie in der 41. Minute erneut gegen Forsberg bei einer Freistoßflanke. Die einzige Torchance für die Hessen vergab Kamada (39.) zuvor kläglich.

Nach dem Wechsel war Leipzig hellwach. Kluivert zog von links mutig nach innen, sein Distanzschuss ließ Trapp nach vorne prallen, ehe Forsberg im Nachsetzen clever zur Führung einschoss. Poulsen hätte gleich im nächsten Angriff per Kopf erhöhen können, doch der Ball ging knapp über die Latte. Auf der Gegenseite rettete Peter Gulacsi (58.) bei einem aufsetzendem Ball gegen Amin Younes. Beim Schuss gegen den frei stehenden Kamada zum 1:1 war er jedoch machtlos.

Während Hütter Luka Jovic einwechselte, erhöhte Leipzig wieder den Druck: Evan Ndicka rettete nach einer Halstenberg-Flanke vor dem einschussbereiten Poulsen (66.). Nagelsmann setzte dann in der Schlussphase mit Christopher Nkunku und Dani Olmo auf frische Offensivkräfte. Doch plötzlich war die Eintracht da. Jovic vergab aus Nahdistanz den Sieg für die Gäste (81.). "Hinten raus hatte ich das Gefühl, dass wir sogar noch gewinnen könnten, doch es wäre nicht verdient gewesen", sagte Hütter.

Quelle: dpa-infocom GmbH
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